Neuwahlen beim Wirtschaftlichen Verband Rosenheim

WV-Wahl: Reinhold Frey macht das Rennen!

Reinhold Frey nach der Wahl im KU'KO
+
Reinhold Frey bleibt WV-Vorsitzender und strahlt nach der Wahl zufrieden in unsere Fotokamera. Am Donnerstag folgt ein Video-Interview mit ihm auf rosenheim24.

Rosenheim - Nach dem Eklat im Mai, gab es am Mittwochabend die Neuwahlen beim Wirtschaftlichen Verband. Es kam zu zwei Kampfabstimmungen!

Die wichtigsten Neuigkeiten:

+ Reinhold Frey wurde als Vorsitzender des WV mit einer klaren Mehrheit von 365 von 429 Stimmen gegen Christian Fahrenschon bestätigt.

+ Oliver Döser wurde zum neuen 1. stellv. Vorsitzenden gewählt.

+ Bei der zweiten Kampfabstimmung des Abends, um den Posten des 2. stellv. Vorsitzenden, setzte sich Paul Adlmaier gegen Martin Kupferschmied durch (357 zu 53 Stimmen).

+ Außerdem wurden Alfons Maierthaler, Christina Pfaffinger, Tobias Tomczyk und Dr. Florian Rummel in den WV-Vorstand gewählt.

+ Durch eine Satzungsänderung wurde die Möglichkeit der Einberufung eines Beirates gestrichen. Dieser Punkt sorgte bei der letzten Mitgliederversammlung im Mai noch für einen Eklat.

Live-Ticker:

21.35 Uhr: An dieser Stelle beenden wir die Live-Berichterstattung aus dem KU'KO. Alle Hintergründe sowie Fotos der Mitgliederversammlung und ein Video-Interview mit Reinhold Frey gibt es dann am Donnerstagvormittag auf rosenheim24.de!

21.25 Uhr: Die Satzungsänderung wurde mit großer Mehrheit (17 Gegenstimmen, 20 Enthaltungen) angenommen. Diese Satzungsänderung sorgte im Mai für den Eklat, denn vor allem Schausteller Christian Fahrenschon und die Geschäftsführer der Brauereien Flötzinger und Auerbräu sprachen sich dagegen aus. Durch die Satzungsänderung ist die Möglichkeit der Einberufung eines Beirates ersatzlos gestrichen. Die Vielzahler im Verband, wie etwa die Brauereien, wollten diesen Beirat bewahren, um einen stärkeren Einfluss auf den WV zu behalten.

21.10 Uhr: Die weiteren Vorstandsposten wurden in großer Geschlossenheit gewählt:

- Alfons Maierthaler von der Sparkasse bleibt Vorstandsmitglied für Finanzen, er wurde mit nur fünf Enthaltungen im Amt bestätigt.

- Christina Pfaffinger wird Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit. Die Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH-Geschäftsführerin wurde fast einstimmig gewählt (lediglich eine Enthaltung).

- Tobias Tomczyk wurde zum Vorstandsmitglied für Messe und Veranstaltungen gewählt, bei elf Enthaltungen.

- Rechtsanwalt Dr. Florian Rummel wurde als Generalsyndikus im Amt bestätigt, bei sechs Enthaltungen.

20.55 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da! Reinhold Frey bleibt Vorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes! Er holte 365 von 429 Stimmen. Er setzte sich somit mit 85 Prozent klar gegen seinen Mittbewerber Christian Fahrenschon durch!

Oliver Döser, Geschäftsführer und Gesellschafter des OVB Medienhauses, wird 1. stellvertretender Vorsitzender mit 391 Stimmen. Döser hatte keinen Gegenkandidaten.

Paul Adlmaier bleibt 2. stellvertretender Vorsitzender mit 357 Stimmen. Er setzte sich somit in der zweiten "Kampfabstimmung" des Abends ebenfalls deutlich gegen Martin Kupferschmied (53 Stimmen) durch.

20.35 Uhr: In anonymer Wahl wird nun über die ersten drei Vorstandsposten abgestimmt. Danach folgen die restlichen Vorstandsämter.

20.15 Uhr: Das dürfte ein langer Abend im KU'KO werden, denn im Saal befinden sich 429 Stimmberechtigte! Die Auszählung der Stimmen dürfte sich somit ziemlich hinziehen.

20.05 Uhr: Martin Kupferschmied, der Inhaber vom Happinger Hof, wurde für das Amt des 2. stellv. Vorsitzenden vom Bezirksvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes, Franz Bergmüller, vorgeschlagen.

19.45 Uhr: Aufgrund des großen Andrangs ging die außerordentliche Mitgliederversammlung des Wirtschaftlichen Verbandes erst mit einiger Verspätung los. Nun kam es gleich zu Beginn zu einer Überraschung: Rechtsanwalt Peter Dürr will nicht mehr für den Posten des 2. stellvertretenden Vorsitzenden kandidieren. Er zog seine Kandidatur zurück. Neben dem Modehaus-Inhaber Paul Adlmaier steht nun noch Martin Kupferschmied für diesen Posten zur Wahl. Kupferschmied wurde soeben in der Sitzung vorgeschlagen.

Vorbericht:

Nachdem beim Wirtschaftlichen Verband Rosenheim (WV) die Ablehnung der Satzungsänderung im Mai zum Rücktritt des ersten Vorsitzenden Reinhold Frey sowie seiner beiden Stellvertreter Hermann Tomczyk und Paul Adlmaier geführt hatte, muss nun ein neuer Vorstand gewählt werden. Zu diesem Zweck berief der WV für diesen 1. Oktober eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. In dieser Versammlung wird die gesamte Vorstandschaft geschlossen ihre Ämter zur Verfügung stellen, wodurch die rund 700 WV-Mitglieder eine komplett neue Vorstandschaft wählen dürfen.

Spannend wird es hier vor allem bei der Wahl des Vorsitzenden, denn hier kommt es zu einer Kampfabstimmung zwischen Reinhold Frey, der sich nach "einer Welle der Anerkennung aus den Reihen der WV-Mitglieder" nach seinem Rücktritt doch wieder zur Verfügung stellt, und dem Schausteller Christian Fahrenschon. Des weiteren werden gewählt:

  • 1. stv. Vorsitzender
  • 2. stv. Vorsitzender
  • Vorstandsmitglied Finanzen
  • Vorstandsmitglied Öffentlichkeitsarbeit
  • Vorstandsmitglied Messe und Veranstaltungen
  • Generalsyndikus

Abstimmung über die Satzungsänderung

Nach den Neuwahlen des Vorstands steht genau der Tagesordnungspunkt auf dem Programm, der im Mai für den Eklat gesorgt hat: die Abstimmung über die Satzungsänderung. Im Mai hatten sich vor allem Schausteller Christian Fahrenschon und die Geschäftsführer der Brauereien Flötzinger, Andreas Steegmüller-Pyhrr, und Auerbräu, Ferdinand Steinacher, gegen die Satzungsänderung ausgesprochen, da die Möglichkeit der Einberufung eines Beirats ersatzlos gestrichen werden sollte. Sie forderten vor allem mehr Einfluss für die Vielzahler des Vereins.

Laut WV seien mittlerweile alle Anregungen aus den Reihen der Mitglieder in die neue Satzung integriert worden - also auch wieder die Möglichkeit des Einberufens eines Beirats. Man darf also gespannt sein, ob die Mitglieder der neuen Satzung nun ihre Zustimmung geben. Im Mai wurde die dazu nötige Zwei-Drittel-Mehrheit deutlich verfehlt: Es gab 68 Ja-Stimmen, 50 Gegenstimmen und 36 Enthaltungen.

red/ro24

Kommentare