Woche der Aus- und Weiterbildung

Zwischen Geranien und Blumentöpfen: Bayerns Landwirtschaftsministerin in Rosenheim

(von links nach rechts) Auszubildende Eva Sanftl, Jung-Gesellin Agnes Huber und Chef Christian Prentl unterhalten sich mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) bei deren Besuch in der Rosenheimer Gärtnerei Prentl.
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(von links nach rechts) Auszubildende Eva Sanftl, Jung-Gesellin Agnes Huber und Chef Christian Prentl unterhalten sich mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) bei deren Besuch in der Rosenheimer Gärtnerei Prentl.

Im Rahmen der bayernweiten Woche der Aus- und Weiterbildung hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) die Gärtnerei Prentl im Rosenheimer Stadtteil Fürstätt besucht. Über eine Führung durch Gewächshäuser und Tipps zum Vermehren von Geranien.

Rosenheim – „Mit dieser Aktionswoche wollen wir Mädchen und Jungen Informationen und Tipps rund um die Aus- und Weiterbildung geben“, sagt sie.

Eva Sanftl (19) packt den Geranierentrieb oben am Blatt, setzt das Messer an und schneidet den Trieb ab. Der Schnitt muss „ziehend“ sein, erklärt die Auszubildende der Landwirtschaftsministerin, die ein paar Meter daneben steht und aufmerksam zusieht. „Damit das Ende nicht gequetscht wird. Da wachsen die Wurzeln des Ablegers wieder raus.“

Das Vermehren von Geranien ist nur eine von vielen Aufgaben der 19-Jährigen aus Flintsbach. Sie ist eine von rund 2000 Auszubildenden im Gartenbau (Stand Ende 2020) und wird im kommenden Sommer die Ausbildung zur Gärtnerin abschließen. Sie sagt, sie könne sich keinen schöneren Beruf vorstellen. In der Natur sei sie schon immer gern gewesen. Sie wollte auf keinen Fall „den ganzen Tag im Büro vor dem Computer sitzen“, sondern mit den Händen arbeiten.

Aufgeregt vor dem Besuch der Ministerin

Dass es immer weniger Gärtner gebe, findet sie schade. Dabei sei es ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Beruf. Gießen, vermehren, umpflanzen – die Aufgaben variierten nach Tag und Saison. Langweilig werde es nicht. Besonders nicht an dem Tag, an dem die Landwirtschaftsministerin zu Besuch kommt. „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt“, sagt Eva Sanftl. Gemeinsam mit der Jung-Gesellin Agnes Huber habe sie sich überlegt, was sie Michaela Kaniber demonstrieren wollen.

Juniorchef Christian Prentl führt sie in eine kleine Halle, in der eine automatische Abfüllmaschine steht. Ratternd befördert sie Erde im Sekundentakt in kleine Blumentöpfe aus Plastik. „Eigentlich kann es beruflich kaum etwas Schöneres geben, als in dem Bereich des Gärtners arbeiten zu dürfen“, sagt Michaela Kaniber.

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