Fr., 08.02.19 - 19.00 Uhr – Vortrag der Berliner Autorin Uschi Otten

Die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams

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Die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams - Thema eines Vortags am Freitag in der Vetternwirtschaft

Rosenheim - Das Leben und Wirken der bayerische Bauerntochter Zenzl Mühsam (geboren als Kreszentia Elfinger) ist am morgigen Freitag (08.02.) Thema eines Vortrags in der Rosenheimer Vetternwirtschaft. Uschi Otten (Berlin), die Herausgeberin der Briefe Zenzl Mühsams, referiert über die revolutionäre Tätigkeit Zenzl Mühsams während der Revolutions- und Rätezeit sowie über ihren späteren Lebensweg.

Zenzl stand 1918 an Erich Mühsams Seite, als er die Münchner Bevölkerung zur Beendigung des Weltkriegs und zur Revolution aufrief. Nach seiner Ermordung im KZ Oranienburg 1934 floh sie ins sowjetische Exil, wo sie eine Odyssee durch den Stalinschen Gulag erleben musste. Erst 1955 gestattete man der Witwe des Anarchisten Erich Mühsams die Rückkehr nach Berlin. Weder eine hohe Rente noch die Staatssicherheit konnten die Unbeugsame davon abhalten für die Veröffentlichung der literarischen und politischen Werke ihres Mannes, Erich Mühsam einzutreten.

Das Referat ist zugleich die Finissage der Ausstellung „Für Zenzl“. Noch bis zum 8. Februar werden in der Rosenheimer Kulturkneipe Vetternwirtschaft 14 Zeichnungen (Tusche/Feder, Bleistift) von Erich Mühsam gezeigt, die er während der Festungshaft in Niederschönenfeld für seine Frau Zenzl malte (Mehr Infos: https://www.rosenheim24.de/rosenheim/vereine-und-parteien/1641640-pressemitteilung-vereine-parteien-0107-4613363-11040116.html).

Der Vortrag und die Ausstellung sind Veranstaltungen der Geschichtswerkstatt Rosenheim in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Hintergrundinfos zur Referentin: Uschi Otten (Berlin) ist freischaffende Autorin (VS), Dramaturgin und Regisseurin, sie veröffentlichte die Briefe Zenzl Mühsams. Neben eigenen Inszenierungen, Libretti für das Choreographische Theater Johann Kresniks am Burgtheater Wien, Nationaltheater Mannheim, Theater Bonn und der Volksbühne am Rosa Luxemburgplatz Berlin. Veröffentlichungen: „Den Tagen, die kommen, gewachsen zu sein.“ Zur Lebensgeschichte Zenzl Mühsams. In: Der Bär von Berlin. Jahrbuch 2001 des Vereins für die Geschichte Berlins. Berlin/ Bonn 2001; „Ich stehe seit meinem 17. Lebensjahr doch außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft“. In: Christoph Hamann. Die Mühsams. Geschichte einer Familie. Hentrich&Hentrich, Teetz 2005.

Geschichtswerkstatt Rosenheim

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