Das Rotter Theaterfestival

Ein überaus vergnüglicher Abend

+
Sonderapplaus für die Theaterjugend mit "Aschenbrödel"

Rott am Inn - Die Veranstalter hatten nicht zuviel versprochen, als sie das Theaterfestival vorankündigten. Es war wirklich ein lustiger, kurzweiliger und überaus vergnüglicher Abend nicht nur für die Lachmuskeln. In seiner launigen Begrüßung hieß der 1. Vorsitzende Helge Wilker den Partnerverein die Heimatbühne in Branzoll in Südtirol und einige Nachbarvereine willkommen. Er begrüßte den 3. Bürgermeister Hans Kerschbaum und hieß den Bürgermneister von Ramerberg Georg Gäch willkommen. Erschienen war auch Frank Hoppendizel (der heißt wirklich so) vom Verband der bayerischen Amerteurtheater. Der kam nicht ohne Geschenke. Er überreichte dem Rotter Theaterverein eine Urkunde für ihr 30jähriges Bestehen und übergab eine Reihe Gutscheine für die vielen Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten des Verbandes. An diesem Abend freute sich Helge Wilker auf einen besonderen Gast, der mit Spannung erwartet wurde. Es galt den dreissigtausenden Besucher seit der Gründung zu ehren. Diese Ehre nahm Karin Krischkowski aus Bruckmühl mit. Eine Urkunde mit einem flüssigen Geschenk konnte sie nach Bruckmühl nachhause nehmen.

Und dann ging es auch schon mit den Sketchen, Parodien und gespielten Witzen los. Den Anfang war ein Ehekrieg in Versform, meisterhaft gespielt von Gerhard und Gertraud Berger. Einen Sonderapplaus bekam der Theaternachwuchs von Marlies Scheidegger. Mit hinreissender Frische spielten sie eine Kurzversion vom naiven Aschenbrödel, die mithilfe der hervorragend gespielten Fee auf einen Ball zum wunderschönen Prinzen will, wenn da nicht da die hässlichen Schwestern wären. Bei der Parodie „Beim Scheidungsanwalt“ scheiterte die Scheidung, weil die Ehefrau eine völlig andere Sicht der Treue hatte. Die Heimatbühne Branzoll gab mit Ihrer Obfrau Annemarie Market den Sketch „Handtascherl und Brillenetui zum Besten, bei dem eine Dame in der S-Bahn ihren Gegenüber zur Raserei bringt, indem sie ständig Handtasche sowie Brillenetui öffnet und wieder schließt. Professor Gscheitle alias Gerhard Berger referierte über das Leben des Halbschuhes. Witzig war auch die Parodie, über die Männer, die ängstlich im Wartezimmer des Urologen auf ihre Untersuchung warten. Alles Darbietungen wurden von Helge Wilker angekündigt, der auch mit Musikbegleitung den Umbau oft komisch übernahm. Nebenbei fand Helge noch Zeit, einen Witz zu erzählen.

In der Pause bot die Küche leckere Baguettes mit Lachs, Schinken oder Tomaten und Mozarella. In der Cocktailbar gab leckere Cocktails mit Alkohol und auch den Lappenretter ohne Alkohol. Wer nichts von Cocktails hielt, wurde gut mit Bier und Wein bedient.

Der zweite Teil des Abends begann mit dem Sketch „Blaubeerjoghurt“, bei dem der stark alkoholisierte Ehegatte am nächsten Morgen aufwacht und zu seiner Verwunderung von seiner Gattin liebevoll versorgt wird. Dann bot die Theaterjugend ihren zweiten gespielten Witz „Ein feines Lokal“, in dem ein überaus lockeren Kellner seine Gäste schockiert. Schwer hat es ein unerfahrener Vater, der seine Tochter in dem Sketch „Die Aufklärung“ versucht, seiner Tochter die Grundlagen der Sexualität beizubringen, obwohl sie bereits schwanger ist. In „Otto und Emma im Theater“ macht sich Emma Sorgen, ob ihr Mann auch geduscht ist. Ein großer Lacher gab es auch für „2 Nonnen und der Mann“, in dem zwei Nonnen von einem Mann verfolgt werden und klar werden muss, wer der Schnellere ist.

Die Schlußworte vom 1. Vorsitzenden Helge Wilker unterbrach die Tochter Katharina, indem sie ihm einen Cocktail brachte und sagte, jetzt wird gefeiert. Und so wars dann auch.

Theaterverein Rott am Inn

Zurück zur Übersicht: Vereine & Behörden

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT