Gemeinschaftsübung der Wasserwacht Rott mit First Responder

Eine gut funktionierende Rettungskette

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Wasserwacht und First Responder arbeiten bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung Hand in Hand

Rott am Inn - Wenn ein Badegast in Not ist, zählt jede Sekunde. Dann muss ein perfekter Rettungsablauf stattfinden, damit der Ertrinkende gerettet und bestens medizinisch versorgt werden kann. Das trainiert die Wasserwacht immer wieder. Doch wenn das Opfer weitere medizinische Betreuung braucht, muss die Wasserwacht einen Notruf absetzen. Dieser Notruf kommt über die Rettungsleitstelle Rosenheim rein, die dann Notarzt und Rettungssanitäter alarmieren. Sind wie in Rott First Responder vor Ort, werden die gleichfalls verständigt, weil sie schneller am Unfallgeschehen sein können wie ein Rettungsteam aus Wasserburg oder Rosenheim. Eine Gemeinschaftsübung der Wasserwacht und den First Responder von der Feuerwehr soll helfen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und beide besser miteinander zu verzahnen.

Die Übungssituation stellt einen möglichen Vorfall dar. Einem Schwimmer verlassen die Kräfte und er kann sich nicht mehr über Wasser halten. Die Wachmannschaft hört und sieht seine Hilferufe. Zwei Retter stürzen in das Wasser, während von der verbliebenen Wachmannschaft einer den Notruf abgibt. Bei den First Responder erfolgt die Übungsalarmierung im Feuerwehrhaus mit genauem Datum und Uhrzeit sowie mit dem Schlagwort „Hilfelose Person“ im Wasser am Rotter Ausee. Die First Responder rückten daraufhin aus und fahren mit Blaulicht zum Einsatzort. Währenddessen greift sich der erste Wasserwachtler am See das bereit liegende Schwimmbrett und bewegt sich schnellstens zum Verunglückten hin. Der zweite Retter krault mit der Rettungsboje nach. Das Opfer wird mit einer Drehbewegung des Brettes auf das Brett gehoben, dort stabilisiert und an Land gebracht. Dort wird das Opfer von zwei Helfern in Empfang genommen, ordnungsgemäß gelagert und die Atem- und Bewusstseinskontrolle durchgeführt. In dem Übungsfall war das Opfer bewusstlos und eine Wiederbelebung mit Defibrillator, Beatmungsbeutel und Kompressionen wurde nötig. Weitere Helfer schirmen mit Decken das Opfer vor den Schaulustigen ab.

Zwischenzeitlich sind die First Responder vor Ort, die dann Schritt für Schritt die Aktiven der Wasserwacht ablösen. Das ist auch gut so, eine Wasserrettung und die darauf folgende Herz-Lungen-Wiederbelebung ist sehr kräftezehrend. Die Übung wurde so realistisch wie möglich gestaltet. Eingebaut wurde die hysterische Freundin des Opfers, die vom Kiosk zurück kam und nun panisch nach ihrem Freund, dem Opfer schrie. Hier galt es einfühlsam die Freundin zu beruhigen.

Für die Stützpunktleiterin Gitti Wühr und Ortsvorsitzender Jakob Ametsbichler von der Rotter Wasserwacht sowie für den Gruppenleiter Daniel Helmbrecht von den First Responder und Kommandant Manfred Lunghammer von der Rotter Feuerwehr war es eine Genugtuung zu sehen, wie schnell das Opfer an Land gebracht und medizinisch versorgt wurde und wie gut die beiden Dienste sich ergänzten. Sie sehen sich für den Notfall bestens gerüstet.

Im realen Leben sieht ein wenig anders aus, es sind in der Regel nur zwei Wasserwachtler im Wachdienst, weitere Helfer werden dann aus den Reihen der Badegäste gebeten mitzuhelfen. Umso dankbarer werden dann die Wasserwachtler sein, wenn sie von den First Responder unterstützt werden.

Bei der Nachbesprechung und Reflektion der Einsatzübung konnten die Beteiligten ihre Erlebnisse schildern. Mit einer von der Gemeinde spendierten Brotzeit klang der Übungsabend aus. Für alle war die gemeinsame Übung eine Bereicherung und die Aktiven beider Organisationen im Dienste für den Nächsten sind sich näher gekommen.

Wasserwacht Rott am Inn / First Responder Rott am inn

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