"Metastasierendes Gewaltgebilde"

Veranstaltung mit SZ-Journalistin Annette Ramelsberger am 7.7.19

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Annette Ramelsberger

Rosenheim - Vor einem Jahr, am 11.7.2018, endete der NSU-Prozess nach fünf Jahren Prozessdauer vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München. Beate Zschäpe wurde zu lebenslanger Haft verurteilt u.a. wegen Mittäterschaft an den Morden der NSU – darunter 9 Morden an Migranten und einem Polizistenmord, zwei Sprengstoffanschlägen und 15 Raubüberfällen sowie insgesamt 43 Mordversuchen – und Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung NSU. Die anderen Angeklagten bekamen Freiheitsstrafen zwischen zehn und zweieinhalb Jahren.

Ist damit der Spuk der rechtsterroristischen Gefahr vorbei? War der Mörder von Walter Lübcke ein Einzeltäter oder steht dahinter eine große gewaltbereite Gruppierung, die untereinander gut vernetzt ist?

Die bekannte SZ- Journalistin und Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den Verlauf des NSU-Prozesses über die gesamten fünf Jahre begleitet. Sie hat bei der Sendung „Anne Will“ am 23.6.19 zum Mord an Walter Lübcke deutlich gemacht, dass sie an die Einzeltäter-These nicht glaubt und sprach generell von „einem metastasierenden Gewaltgebilde, welches jederzeit irgendwo aufbrechen kann“.

Der Verein „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen rechts“ und das Evangelische Bildungswerk Rosenheim haben Annette Ramelsberger eingeladen, am 7.7.19 ab 17:00 Uhr im Gemeindesaal der Erlöserkirche in Rosenheim, Königstr. 23 unter dem Titel „Der NSU-Prozess ist vorbei, die Gefahr nicht“ über den Prozess und ihre Einschätzung der Lage zu berichten. Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Angelika Graf

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