Rotter Theaterverein präsentiert sein Herbsttheaterstück "s' Elädrische"

Der Rotter Theaterherbst beginnt am 25. Oktober mit der Komödie „s‘ Äledrische“

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Rossknecht Wast (Toni Huber) intressiert zu sehr für die neue Magd Vroni (rechts im Bild: Silvia Niedermeier). Da greift die Magd Mirl (links im Bild Constanze Bruchner) zu rabiaten Mittteln

Rott am Inn - Die Bühnenbauer Uwe Döring, Sepp Wollmansberger, Sepp Rauch, Markus Vogel und Helge Wilker haben letzte Hand angelegt. Maler Charly Dünstl war rechtzeitig da, die Wandfarbe ist fast trocken. Die Inspizientin Weibi Döring hat das letzte Requisit besorgt. Der Techniker Klaus Senega steht mit seinem Mischpult bereit. Die Regisseurin Susi Ständer und Regieassistent Michael Alt mit ihren elf Darstellern proben bis zum letzten Moment. Souffleuse Monika Posch kann jeden Text und steht mit Kathrin Kirmaier für die Maske bereit. Die Küche unter Helge Wilker bereitet Fingerfood vor und der Getränkeverkauf unter Uwe Döring stockt die Bestände auf. Alles ist vorbereitet. Jeder hilft mit, sogar der Vorstand muss mitarbeiten. Die theaterfreie Zeit hat ein Ende. Der Rotter Theaterherbst kann endlich beginnen.

Susi Ständer hat die lustige Komödie „s‘ Äledrische“ von Peter Landstorfer ausgesucht. Es spielt vor circa einhundert Jahren, als in Rott die elektrischen Lichter angingen. 1910 begann die Stromversorgung für Rott am Inn durch ein in Murn gelegenes E-Werk und machte manche Petroleumlampe überflüssig. Sehr zum Ärger der Aicherbäuerin (Waltraud Zenz), die sich mit dem Neumodischen gar nicht anfreunden kann, was ihr Sohn Sepp (Bernhard Stiller) aber unbedingt einführen will. Das Leben ist hart auf dem Hof. Alle müssen ran, vom Rossknecht Wast (Toni Huber) mit dem Knechten Simmerl (Guido Fendt) und Korbinian (Andreas Baumann) sowie die Magd Mirl (Constanze Bruchner) bis zur Schwester Klara (Elisabeth Wilker). Mit Hilfe des Viehhändlers Pauker Leo (Florian Lemmrich) treibt der Aicherbauer (Bernhard Stiller) das Stromprojekt voran. Doch keiner ahnt, wie das „Elädrische“ funktioniert, aber jeder weiss was oder hat was darüber gehört. Der Maulwurfsjäger Ott Bene (Walter Hiermeier) weiss auch was darüber. Nur die Aicherbäuerin (Waltraud Zens) warnt vor den Verlusten der alten Traditionen. Irgendwie steht alles auf dem Kopf. Der Aicherbauer (Bernhard Stiller) stellt sogar unter der Zeit die neue Magd Vroni (Silvia Niedermeier) ein. Und der Strombeamte, der Stromer (Konrad Gruber) steht schon vor der Tür und will anschliessen. Doch für Rossknecht Wast (Toni Huber) und Magd Mirl (Constanze Bruchner) hat das Neumodische ein schlimmes Ende, das harte elektrische Licht versaut das Schäferstündchen.

Ein echtes Highlight wird die Musikuntermalung der Rotter Blasmusik. Bewusst wurde auf Musik vom Band verzichtet und vier Frauen unter der Leitung von Irmi Winkelmaier haben sich bereit erklärt, das Stück bei allen Terminen musikalisch zu begleiten. Auch ein bisschen wie früher.

Die Vorstellungen beginnen mit der Premiere am Freitag, den 25.10. um 20 Uhr. Weitere Termine sind Sonntag, der 27.10. um 19 Uhr / Samstag, den 2.11. um 20 Uhr / Sonntag, den 03.11. um 19 Uhr / Samstag, der 09.11. um 20 Uhr und enden mit dem Familiensonntag, der 10.11. um 15 Uhr. Der Theatervorverkauf bei Lotto Post Ortlieb startet am übernächsten Montag, den 1. Oktober. Der Theatervorstand freut sich, seine Spielstätte im Rotter Pfarrheim an der Haager Straße 11 für die Besucher öffnen zu können. Genießen Sie den Rotter Theaterherbst.

Theaterverein Rott am Inn

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