Fachtag Autismus Rosenheim

Wieder herausragendes Feedback auf Autismus-Fachtagung

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Das Rosenheimer OVB-Medienforum war einmal mehr an beiden Tagen voll besetzt.

Rosenheim - Auch die vierte Ausgabe der Autismus-Fachtagung in Rosenheim war ein voller Erfolg. Jeweils 150 Interessierte kamen an den beiden Veranstaltungstagen ins vollbesetzte OVB-Medienforum, um sich über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Autismus zu informieren und bei den Vorträgen der selbst Betroffenen die sogenannte "Innensicht" von Autistinnen und Autisten kennenzulernen.

"Unser wichtigstes Ziel ist es immer, die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen. Sie können uns am besten schildern, wie es Ihnen geht und was Ihnen hilft", sagte Katrin Hennig, Vorstand des Autismusvereins Rosenheim, der auch heuer die Fachtagung veranstaltete.

Am ersten Tag stießen die Vorträge von Prof. Ulrich Elbing (Autismus und Traumata), sowie von Dr. Christine Falter-Wagner (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LMU München) auf besonders großes Interesse und gaben wichtige Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit. Sexualbegleiterin Edith Arnold berichtete aus ihrer Arbeit mit behinderten Menschen und deren Recht auf Sexualität.

Am zweiten Tag beschrieb Matthias Huber von der Uni Bern, der selbst Autist ist, eindrucksvoll seine Wahrnehmung und die anderer autistischer Menschen. In der Schweiz hilft er Betroffenen, sich in einer ihnen fremden Welt zurechtzufinden. Besonders emotionale Momente bot der Vortrag der Autistin Jeanine Heise, die erstmals öffentlichen von ihren beiden autistischen Burnouts und dem damit einhergehenden Suizidversuch berichtete. "Auch wenn solch bewegenden Berichte dem Zuhörer viel abverlangen, zeigen sie eindrucksvoll, wohin eine Überforderung der Betroffenen in einer Gesellschaft, die kein Verständnis für Schwächen und nicht-sichtbare Behinderungen zeigt, führen kann.", sagte Nadine Norén, erster Vorstand des Vereins am Rande der Veranstaltung.

Die interessanten Vorträge von Dr. Klaus Renziehausen, Physiker und Autist, sowie der psychologischen Beraterin Manon Mannherz rundeten das gelungene Programm ab und boten den Zuhörerinnen und Zuhörern weitere wissenswerte Einblicke in die Lebenswirklichkeit autistischer Menschen.

Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2016 hat sich der Fachtag in Rosenheim zur größten jährlich stattfindenen Veranstaltung ihrer Art in Bayern entwickelt. Besonders in diesem Jahr fiel das Feedback besonders positiv aus. "Die Anfragen nach weiteren Veranstaltungen reißen derzeit nicht ab. Das ist heuer besonders auffällig und bestätigt uns in unserer Arbeit", sagte Vereinsmitarbeiter Stefan Kumberger. Weitere Informationen zum vierten Fachtag Autismus Rosenheim und die Arbeit des Autismus Roseheim e.V. erhalten Sie unter www.autismus-rosenheim.de.

PM Autismus Rosenheim e.V./Stefan Kumberger

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