Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie kommt einen Monat zu spät

Ein Durchstarten mit abgesenkter Mehrwertsteuer bereits im Juni wäre klares Signal gewesen

Rosenheim - Die gestern im Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschlossene Absenkung der Mehrwertsteuer für Gastronomiebetriebe kommt nach Ansicht des BVMW Bayern rund einen Monat zu spät. „Schon jetzt stehen etwa ein Drittel der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe vor dem finanziellen Abgrund“, betont Yannick Daronnat, Repräsentant des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft in Süd-Ost-Oberbayern. „Wenn die Betriebe in Bayern – wie von der Staatsregierung wiederholt in den Raum gestellt – ab Ende Mai wieder öffnen dürfen, wäre ein Neustart unter den veränderten Bedingungen bereits am Juni geboten.“

Mit der jetzt geplanten Regelung seien zusätzliche Abbremseffekte bis zur Neubepreisung im Juli zu erwarten. „Man muss sich hier schon die Frage stellen, ob auf dem Rücken der Gastronomie ein Wiederhochfahren des gesellschaftlichen Lebens nochmals bewusst verlangsamt werden soll“, ergänzt Daronnat.

Rund 70.000 der über 220.000 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe sind nach Schätzungen des Branchenverbands DEHOGA derzeit akut von der Insolvenz bedroht.

Der Mittelstand. BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist das größte freiwillig organisierte Unternehmernetzwerk in Deutschland und mit mehr als 20 Geschäftsstellen in vielen Regionen in Bayern kompetenter Ansprechpartner und Impulsgeber für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Ihr Ansprechpartner in der Region Süd-Ost-Oberbayern: Yannick Daronnat (yannick.daronnat@bvmw.de)

BVMW Geschäftsstelle Rosenheim - Yannick Daronnat

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser


MEHR AUS DEM RESSORT


Kommentare