Jahresbilanz 2014 First-Responder Bruckmühl

+
Beim „Tag der Sicherheit“ der Bruckmühler Realschule erlernten die Schülerinnen und Schüler das richtige und vor allem beherzte Helfen bei Notsituationen

First-Responder Einsatzfahrer präsentieren beeindruckende Jahresbilanz 2014

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Bruckmühler First-Responder (FR) Fördervereins präsentierte der FR-Gruppenleiter Florian Kusterer mit einer Beamer-Präsentation eine beeindruckende Jahresstatistik. Seine Kernaussage: „Die 500er-Marke ist geknackt“. In dem Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 1. Januar 2015 schlugen 502 Einsätze (zum Vergleich in 2014: 490 Einsätze) zu Buche. Seinen Aussagen zufolge, ist dies die höchste Einsatzrate in den zurück liegenden sechs Jahren. Damit wurde der aufsteigende Trend seit 2011 weiter bestätigt.

Eingangs seiner Ausführungen führte er die hohe Einsatzzahl vor allem auch auf die hohe fachliche Kompetenz der Bruckmühler Einsatzkräfte zurück. Letztere werden noch weiter an „Schlagkraft“ gewinnen, nachdem neben drei neuen schon weitere „Schnellen Helfer vor Ort“ bereits in der Ausbildung sind.

Bei den 502 Einsatzfahrten wurden insgesamt 5590 Kilometer (2014: 3359) abgespult. Das Einsatzspektrum der freiwilligen Helfer umfasste neben 210 Notarzt- (in 2014: 196) auch 287 Notfalleinsätze (281). Im Einzelnen schlüsseln sich diese wie folgt auf: 17 Sofortmaßnahmen bei Verkehrsunfälle, 270 internistische Einsätze wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, epileptische Anfälle, allergische Reaktionen, Alkoholvergiftungen oder starke innere Schmerzen, 205 chirurgische Hilfeleistungen bei Stürzen, Brüchen, Schnittverletzungen oder auch Schlägereien. Zu „Sonstige Einsatzfahrten“ zählen unter anderem Psychiatrische Leiden, Tablettenvergiftungen, Hausnotrufe, Türöffnungen, Drogeneinnahmen oder auch Ehestreitigkeiten. Der jüngste Patient war gerade mal vier Wochen, der älteste 97 Jahre alt. Fünf Einsätze schlugen mit Maßnahmen zur Absicherung der Feuerwehr zu Buche. Des Weiteren standen drei erfolgreichen Reanimationen leider sieben erfolglosen gegenüber. Auch mussten an Einsatzorten zwei Todesfälle festgestellt werden. Darüber hinaus waren die Retter mit Sicherheitswachen und sonstige Abstellungen bei Theater- und Sportveranstaltungen sowie Märkten und dem Volksfest Bruckmühl präsent. „Mit der Anzahl von lediglich fünf so genannten Fehlfahrten können wir leben“, so Kusterer. Als räumliche Einsatzschwerpunkte mit 235 Einsätzen kristallisierte sich Bruckmühl, mit 54 Heufeldmühle und mit 44 Heufeld heraus. „Es gibt fast keinen Ort in der Marktgemeinde Bruckmühl, an dem wir nicht schon waren. Die Samstage (156 Einsätze) und Sonntage (130) liegen in der „Tageswertung“ mit großem Abstand zum Freitag (70) vorne. Als einsatzschwächster Wochentag kristallisierte sich der Dienstag (30) heraus. In der Tageszeitwertung dominiert eindeutig die Zeitspanne zwischen 18 und 24 Uhr mit 209 Notrufen. In der Monatsstatistik liegen der Juli, August und Dezember mit 52, 50 beziehungsweise 50 Einsätzen fast gleichauf. Der „schwächste“ ist der September mit 30 Notrufen. Die Bruckmühler „Schnellen Helfer vor Ort“ arbeiteten nicht nur mit den RTWs von Bad Aibling, Feldkirchen, Kolbermoor und Malteser Rosenheim zusammen, sondern auch noch mit den BRK-Kräften aus Rosenheim, Kiefersfelden, Miesbach und Holzkirchen sowie mit den Rettungs-Hubschraubern „Christoph 1“ und „Heli 3“ (aus Kufstein). Abschließend erklärte Kusterer noch, dass Interessierte am Rettungsdienst jederzeit gern gesehen sind. Zur Ausbildung führte er aus: „Sie müssen 18 Jahre alt sein und einen Autoführerschein besitzen. Die Qualifizierung besteht aus einem 80-stündigen Sanitäts-A- und B-Lehrgang mit einer zusätzlichen 16-stündigen First-Responder Fortbildung“. Bei Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit erwähnte er stellvertretend den „Tag der Sicherheit“ der Bruckmühler Realschule. Hierbei wurden die Schüler durch den Einsatzfahrer Maximilian Weiß vor allem auch durch praktische Übungen an die Themen Erste Hilfe, Beatmung, Herzmassage, lebensrettende Sofortmaßnahmen und Einsatz des Defibrillators herangeführt. „Wir konnten den Jugendlichen dadurch etwas die Scheu und Angst vor einer Notsituation und dem eigenen Handanlegen nehmen“, beendete der Einsatzchef seinen Vortrag. © Torsten Neuwirth

© Torsten Neuwirth

Zurück zur Übersicht: Vereine & Behörden

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT