Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Glaubensgemeinschaft will Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung leisten

Zeugin Jehovas: „Auch wir können uns impfen lassen“

Räumt mit Vorurteilen auf, was das Verhältnis der Zeugen Jehovas zur Medizin angeht: Sarah Braun.
+
Räumt mit Vorurteilen auf, was das Verhältnis der Zeugen Jehovas zur Medizin angeht: Sarah Braun.

Neubeuern - Viele Halbwahrheiten – und auch Vorurteile – kursieren über Zeugen Jehovas. So etwa die Einstellung zu Medizinischen Behandlungsmethoden.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Doch wie sieht es mit Impfungen aus? So schildert Sarah Braun, eine gläubige Zeugin Jehovas aus der Gemeinde Neubern die Situation.

Hallo Frau Braun, lassen sich Zeugen Jehovas impfen?

Braun: Das kann und darf jeder selbst entscheiden.

Tatsächlich? Man hört immer, dass es bei den Zeugen Jehovas strenge Vorschriften gibt, was medizinische Eingriffe angeht.

Braun: Entscheidungen zu medizinischen Therapieverfahren sind bei Zeugen Jehovas immer eine persönliche Angelegenheit. Wie jeder andere Bürger in Deutschland, sollte sich jeder persönlich und im Vorfeld mit eventuellen Vor- und Nachteilen einer medizinischen Behandlung auseinandersetzen und dann seine eigene Therapiewahl treffen. Und wir hier in Deutschland haben ja das Glück, dass es geschultes medizinisches Personal gibt, das mit fundiertem Fachwissen zur Seite steht. Apropos medizinisches Personal: In dem Zusammenhang: Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter der Krankenhäuser und Pflegeheime, die in dieser schweren Zeit wirklich Großartiges leisten.  Um auch Sie zu entlasten, ist einer der Gründe, warum wir von uns aus weiter auf religiöse Zusammenkünfte verzichten. Vorsorge ist ja bekanntlich besser als Nachsorge.

Wie meinen Sie das?

Braun: Wir halten Gottesdienste bereits seit März 2020 und trotz zwischenzeitlicher staatlicher Lockerungen ausschließlich über Videokonferenz ab. Auch unsere großen Kongresse, die nach wie vor ein Höhepunkt im Jahr bleiben, konnten auf diese Weise stattfinden. Aus unserer Sicht ein Beitrag dazu, Ansteckungsherde zu vermeiden und unser eigenes sowie das Leben unserer Mitmenschen so gut es geht zu schützen und dadurch Krankenhäuser zu entlasten.

Normalerweise ziehen Zeugen Jehovas auch von Tür zu Tür, um Menschen zu missionieren. Auch darauf verzichten Sie seit Beginn der Pandemie.

Braun:  Ja, das stimmt; doch statt nur Beschränkungen zu sehen, konzentrieren wir uns auf die vielen Möglichkeiten, die sich uns dank modernster Technik und etwas Kreativität bieten. Einerseits verweisen wir gerne auf unsere Internetseite www.jw.org, auf der viele Glaubenslehren von uns Zeugen Jehovas vorgestellt werden. Gleichzeitig wollen wir Menschen auch analog erreichen, sofern möglich. Die Mitglieder der Gemeinde schrieben beispielsweise vermehrt Briefe und suchten nach ideenreichen Möglichkeiten, um von der Pandemie besonders betroffene Ältere durch u.a. liebevolle Geschenke und selbst gemalte Bilder eine Freude zu machen. Die Geste zählt.

Warum wird so viel Aufwand betrieben, die Menschen zu erreichen?

Braun: Weil wir jeder Person helfen wollen, die Bibel näher kennen zu lernen. Nach wie vor werden trotz der Pandemie Bibelkurse abgehalten, jetzt halt entweder telefonisch oder virtuell in Form einer Videokonferenz.  Passend dazu können die ortsansässigen Zeugen Jehovas von einem interaktiven Bibelkurs, einer echten Neuigkeit, berichten. Dieser eröffnet einen neuen Zugang zum meist gelesenen Buch der Welt. Dadurch profitieren alle Beteiligten noch mehr.

Was kann man unter einem interaktiven Bibelkurs verstehen?  

Braun:  Kurz zum Unterschied (wie damals in der Schule): Der Lehrer hat gefragt, der Schüler hat gesagt. Umfassender gedruckter Stoff mit vielen Details wurde durchgenommen und der Student versuchte, die Antwort herauszulesen. Der interaktive Bibelkurs animiert dazu, den Stoff gemeinsam zu erarbeiten und bringt so mehr Leben in die Besprechung. Durch den Einsatz von digitalen Medien wie Videos, Onlineartikeln und Lebensberichten werden mehrere Sinne angesprochen und der Stoff hinterlässt so einen intensiveren Eindruck.

Das Lehrmaterial dafür steht unter dem Motto „Glücklich für immer“,, und umfasst 33 Lektionen. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Schnupperkurs zu absolvieren, um dann zu entscheiden, ob man weiter machen möchte. Die Einführungs-Broschüre hat knappe 3 Lektionen und gibt einen erfrischenden Vorgeschmack (wie ein „Probepäckchen“) über den Ablauf. Auf jw.org>Bibliothek>Bücher und Broschüren kann sowohl das Hauptbuch als auch die Einführungs-Broschüre kostenlos heruntergeladen werden. Auch eine gedruckte Version der Einführungs-Broschüre steht schon zur Verfügung; lassen wir jedem bei Interesse gerne kostenlos zukommen.“ 

Der interaktive Bibelkurs bedient sich digitaler Medien.

Neugier geweckt? Sie sind herzlich eingeladen, sich bei uns unter der Nummer    08036-3178 oder unter 0152-53592400 zu melden.

Pressemitteilung Zeugen Jehovas

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion