Bedenken der Bürger zur Umgehungsstraße 

"Beeinträchtigung des Ortsbilds" und "Pendlerortschaft" Albaching? 

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Die Umgehungsstraße in Albaching soll in erster Linie den Schwerlastverkehr und die täglich passierenden Fahrzeuge aus der Ortsmitte verbannen. 
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Albaching - Der Bau der Umgehungsstraße beschäftigte den Gemeinderat in seiner August-Sitzung. In erster Linie landeten Sorgen und Bedenken der Bevölkerung auf dem Tisch. 

13 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange waren am Verfahren zur zweiten Änderung des Bebauungsplans "Umgehungsstraße Albaching" beteiligt. Von der Mehrheit wurden allerdings keine Äußerungen, Anregungen oder Einwände gegen das Projekt geäußert. 

Bedenken aus der Bevölkerung

Größere und kleinere Sorgen erreichten die Gemeinde jedoch von den Bürgern. Im Bereich des "Stettener Kreisels" beginnt ein Erdwall, der weiter in Richtung Westen verlaufe. Dazu gingen von Seiten eines Albachingers Befürchtungen in Bezug auf eine mögliche Beeinträchtigung des Ortsbilds ein. Die Gemeinderäte waren aber der Auffassung, dieses werde durch den Wall nicht negativ beeinträchtigt. Durch eine Begrünung des Erdwalls werde sogar eine bessere Einbindung der Straße in die Landschaft und eine eine angenehme Ortsansicht geschaffen.

Eine zweite Sorge drehte sich um die künftige Bebauung des Zwischenraums. Verfolgt die Gemeinde Planungen, die Fläche zwischen dem aktuellen Ortsrand und der Umgehungsstraße bebauen zu wollen? "Nein", lautete die deutliche Antwort aus dem Rat. 

Und wie sieht es aus einem "zu schnellen Wachstum der Wohnbauflächen, einer Verfremdung des Ortes oder sogar einer Pendlerortschaft"? Auch diese Befürchtungen teilte das Ratsgremium nicht -  insbesondere durch die Ausweisung von Gewerbeflächen schaffe man Arbeitsplätze in der Gemeinde.

Seit über 25 Jahren Kampf um Bau der Umgehung 

Das Gremium fasste in seiner jüngsten Sitzung den Satzungsbeschluss zur Änderung in ein vereinfachtes Verfahren einstimmig. Seit knapp 30 Jahren schon kämpfen die Albachinger für den Bau einer Umgehungsstraße. Im Juli 2017 wurde der ersehnte Beschluss zum Bau eines Ortsumfahrung vom Kreisausschuss beschlossen. 

Der symbolische Spatenstich erfolgte am 27. Februar 2018. Bis Ende des Jahres entsteht eine fast 2,5 Kilometer lange, 6,50 Meter breite Straße, die in einem Abstand von 160 Meter bis 360 Meter nördlich an der kleinen Gemeinde vorbeiführen wird.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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