Gemeinde Albaching fordert den Hund abzugeben 

Nach drei Bissen: Rottweiler darf bei Besitzern bleiben - vorerst 

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Albaching - Ein Rottweiler hat sich in den vergangenen Wochen zum Diskussionsthema in der Gemeinde entwickelt. Nach mehreren Biss-Attacken steht die Haltungserlaubnis der Besitzer auf dem Spiel. 

Im Rahmen der Bekanntgaben in der Sitzung des Gemeinderats am 9. Juli wurde der gefährliche Rottweiler aus Berg thematisiert - und das nicht zum ersten Mal. Albachings Bürgermeister Franz-Xaver Sanftl erläutert den aktuellen Sachstand. 

Bei insgesamt drei Angriffen verletzte das Tier in der Vergangenheit Menschen - darunter zwei Kinder, eines davon erst sieben Jahre alt, die beide notärztlich versorgt und operiert werden mussten. Das dritte Opfer war ein Paketfahrer. Ein bereits nach der ersten Beiß-Attacke von der Gemeinde angeordneter Leinen- und Maulkorbzwang für den Hund habe die Halterin jedoch nicht eingehalten, weshalb es zu zwei weiteren Bissen gekommen gewesen sei. 

Weil sich der Albachinger Rat in Folge dessen zum Handeln gezwungen sah, entzog das Gremium als offizielle Anordnungsbehörde der Besitzerin aus dem Ortsteil Berg die Haltungserlaubnis. Der Rottweiler sollte fortan beispielsweise ins Tierheim oder zu einem professionellen Halter, der mit der Rasse artgerecht umgehen kann, gebracht werden. Das wurde mit einer knappen Entscheidung im Rat vor knapp vier Wochen entschieden.

Veto gegen Entzug der Haltungserlaubnis

Bürgermeister Sanftl erklärte gegenüber wasserburg24.de, man müsse den Verwaltungsweg einhalten. Die Gemeinde sei grundsätzlich zuständig für das Fehlverhalten der Hundehalterin aus Albaching. 

Nun aber habe sich die Justiz eingeschaltet - noch bevor der Hund in einem entsprechenden Tierheim oder einem neuen Zuhause untergebracht werden konnte: "Der Rottweiler war nie weg. Die Halter haben durch einen Anwalt die Eröffnung eines Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht erwirkt." Bis zu dessen Abschluss darf der Hund bis auf Weiteres bei seinen Besitzern im Albachinger Ortsteil Berg bleiben.

Und der Ausgang des Verfahrens könne sich Sanftl zufolge ziehen. "14 Tage, drei Wochen - wir wissen nicht, wie lange das Verfahren andauert - selbst wenn es ein Eilverfahren ist", erklärt Sanftl. Wie es also weiter geht mit dem Hund bleibt offen. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

Rubriklistenbild: © pixabay.com

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