Ameranger Gemeinderat gibt grünes Licht 

Kiesgrube in Kirchensur darf erweitert werden

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Die Kiesgrube in Winden. 
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Amerang - Der Abbau in der Kiesgrube bei Schachen im Ortsteil Kirchensur wird künftig erweitert. Der Ameranger Gemeinderat stimmte dem Vorhaben der Firma Kerstens zu.

In ihrer jüngsten Sitzung berieten Gemeinderatsmitglieder über eine Erweiterung des bereits bestehenden Kiesabbaus in Kirchensur, der sich unweit der Bundesstraße 304 in zwei Flächen aufteilt.

Das Ergebnis: Einstimmig gaben die Räte grünes Licht für die Erweiterung, die insgesamt 125.000 Quadratmeter auf einer Fläche von rund zwei Hektar in Anspruch nimmt. 

Da sich die Kiesgrube entlang der Bundesstraße aufteile erfolgt in dem Sinne keine Verdopplung der Fläche. Vielmehr werde nach Aussage der Ameranger Gemeindeverwaltung die ältere Fläche des Kiesabbaus mit einer Größe von 2,5 Hektar wiederverfüllt - was teilweise auch schon geschehen sei. 

Einwände von Bürgern wurden in der Sitzung am 17. Juli zu diesem Punkt nicht behandelt, da die Zu- und Abfahrt der Laster keine Dörfer tangiere. Lediglich der Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe habe darauf hingewiesen, dass die Wasserleitung in dem Gebiet verlegt und das Wasser in Zukunft umgeleitet werden solle.

Debatten um Kiesgruben in der Region: 

Zuletzt lehnt der Haager Bauausschuss die Erweiterung der Kiesgrube in Winden ab. Der Grund: Man wolle keine "neuen Mondlandschaften und Krater" im Westen von Haag. 

Eine Anwohnerin klagte gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamts, dass die Firma Wühr in Oberkatzbach bei Ramerbergeine Kiesgrube errichten darf. Bis das Verwaltungsgericht über die Klage entschieden hat, ruhen die Arbeiten. 

In Kornberg bei Attel regte sich heftiger Widerstand in Form einer Bürgerinitiative gegen den künftigen Betrieb einer bereits genehmigten Schredderanlage in einer Kiesgrube.

Eine längere Debatte um ein Kiesabbauvorhaben gibt es auch in Gars: Dort kämpfen sowohl Gemeinde als auch Bürger gegen die Erweiterung der umstrittene Kiesgrube in Dörfl.

In Seeon-Seebruck möchte die Gemeinde dem privilegierten Kiesabbau Einhalt gebieten, indem sie sogenannte Konzentrationszonen ausweisen möchte. Auf bis zu 26 Hektar soll nurmehr auf zwei Flächen Kiesabbau geduldet sein. Das Thema sorgt für kontroverse Diskussionen.

In Altenmarkt an der Alz soll eine knapp fünf Hektar große Fläche für Kiesabbau ausgewiesen werden. Ein anonymer Briefeschreiber erhob zuletzt schwere Anschuldigungen gegen Bürgermeister Bierschneider und den Umweltverband Alztal und Umgebung (UVA). 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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