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Digitalisierung in der Pandemie

Amerang setzt bei Corona-Kontaktverfolgung auf die Luca-App

Mit seinem Smartphone hat Bürgermeister Linner in wenigen Schritten einen QR-Code für eine Veranstaltung erstellt. Rathaus Mitarbeiter Michael Mayer hat mit seinem Handy den Code gescannt. Wenige Augenblicke später ist auf dem Handy-Bildschirm des Bürgermeisters zu sehen: Zu seiner testweise erstellten Veranstaltung ist ein Besucher hinzugekommen. Obwohl Linner am Handy als Veranstalter eingeloggt ist, kann er aber weder Namen noch Adressen noch Telefonnummern seiner Besucher sehen. Auf dem Bildschirm des Handys von Michael Mayers (links im Bild) erscheint die Uhrzeit und wo er gerade eingecheckt hat.
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Mit seinem Smartphone hat Bürgermeister Linner in wenigen Schritten einen QR-Code für eine Veranstaltung erstellt. Rathaus Mitarbeiter Michael Mayer hat mit seinem Handy den Code gescannt. Wenige Augenblicke später ist auf dem Handy-Bildschirm des Bürgermeisters zu sehen: Zu seiner testweise erstellten Veranstaltung ist ein Besucher hinzugekommen. Obwohl Linner am Handy als Veranstalter eingeloggt ist, kann er aber weder Namen noch Adressen noch Telefonnummern seiner Besucher sehen. Auf dem Bildschirm des Handys von Michael Mayers (links im Bild) erscheint die Uhrzeit und wo er gerade eingecheckt hat.

Amerang führt zur Bekämpfung der Pandemie die Luca-App ein. Bürgermeister Konrad Linner ist überzeugt, dass sie „die Kontaktverfolgung deutlich erleichtern kann“. So funktioniert`s.

Amerang – Rathauschef Linner begrüßt die Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales, dass die Gemeinde die erforderlichen Kontaktdaten zur Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt künftig über die sogenannte „Luca-App“ erfassen kann.

Das Land Bayern habe hierzu die erforderliche Lizenz erworben und ermögliche damit allen Bürgern, Unternehmen und Behörden die kostenfreie, schnelle und effektive Kontaktnachverfolgung, erläutert Amerangs Bürgermeister. Die Gemeinde sei ebenso wie Unternehmen und Einrichtungen verpflichtet, die Kontaktdaten für ihren Bereich zu erfassen. In Amerang betreffe das den Zugang zum Rathaus wie auch den Besuch von öffentlichen Veranstaltungen wie Sitzungen des Gemeinderates oder Besprechungen mit mehreren Beteiligten.

Bürgermeister hat es auf dem Smartphone ausprobiert

Linner selbst hat die Software bereits auf seinem Smartphone ausgiebig getestet. Klar kenne er auch die häufig geäußerten Bedenken zum Datenschutz. „Ohne die datenschutzrechtlichen Belange gering zu schätzen, wird es eine App, die alle diesbezüglichen Bedenken vollständig ausräumen kann, wohl nicht geben. Auf der anderen Seite brauchen wir ein Instrument der Kontaktnachverfolgung, das auch möglichst viele nutzen“, findet Linner. Missbrauch sei bei allen nicht digitalen Mitteln leichter möglich, betont er. Deshalb möchte er die Lösung auch den örtlichen Betrieben empfehlen.

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Die Vorteile liegen für Linner auf der Hand: Man spare sich mit der App viel Zeit und handschriftlich geführte Kontaktlisten. Die Daten würden verschlüsselt erhoben. Das Problem, dass prinzipiell jeder die Adressen und Telefonnummern auf öffentlich ausliegenden Kontaktlisten lesen kann, sei damit gelöst.

Auch private Treffen über die App organisieren

Mit der Luca-App ins Rathaus – Nur ein kurzer Scan des QR-Codes am Eingang des Bürgerbüros und die Kontaktnachverfolgung im Rathaus ist gesichert, freut sich Bürgermeister Konrad Linner, der die Handhabung demonstriert.

Die Luca-App bringe auch jedem einzelnen Einwohner persönlich Vorteile, ist Linner überzeugt und appelliert an die Gemeindebürger, sich die Luca-App kostenlos herunterzuladen. Die Bürger könnten sich einfach mit Smartphone registrieren, ohne großen Aufwand einen eigenen QR-Code erstellen und damit auch private Treffen organisieren.

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Im Eingangsbereich des Ameranger Rathauses und in der Mehrzweckhalle, aber auch im Hotel „Das Stein“, im Gasthaus Suranger oder im Dorfladen Evenhausen können die Besucher s ab sofort mittels QR-Code einchecken. Wenn sie die Codes mit ihren Smartphones scannen und die App installiert haben, sind sie damit automatisch registriert.

Falls jemand kein Smartphone hat oder sich die App nicht herunterladen möchte, werden die Daten auch per PC ins Luca-Programm eintragen, so Linner. Auch in diesem Fall würden die Besucher dann nur noch als Zahlencode geführt, Namen, Adressen und Telefonnummern seien nicht sichtbar., erläutert die Gemeinde.

Ameranger Gewerbeverein begrüßt Entscheidung

Natürlich könne man sich auch weiterhin in eine Papier-Kontaktnachverfolgungsliste eintragen, so Linner. Die Möglichkeit, an Besucher ohne App Schlüsselanhänger mit QR-Codes auszugeben, sei noch in Arbeit. „Die Kontaktnachverfolgung ist der wichtigste Schlüssel zu mehr öffentlichem Leben, das wir so dringend nötig haben“, steht für den Bürgermeister außer Frage.

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Dieser Meinung ist auch der Ameranger Gewerbeverein. „Wir begrüßen die Entscheidung der Gemeinde zur Nutzung der Luca-App“, betont der stellvertretende Vorsitzende Joseph Stein. Die Handhabe und Umsetzung der App sei sehr praktikabel. Die App sei datenschutzkonform, deshalb werde den Betrieben mit Kundenverkehr die Nutzung empfohlen, sagt Stein. „Wir werden ein einheitliches Plakat designen, in dem der QR-Code des jeweiligen Betriebes integriert werden kann. Die App ist ein wichtiger Schritt zu einem entspannteren Alltag“.

Amerang setzt auf die Digitalisierung – ein Beispiel warum, ist diese auf Diamantpapier handgezeichnete Karte, die im wahrsten Sinn des Wortes mit Samthandschuhen angefasst werden müsse, wie Bürgermeister Konrad Linner und Michael Mayer (von links) betonen.

So funktioniert die App

Die Verwender der App hätten keinen Zugriff auf die persönlichen Daten der Besucher, stellt Amerangs Bürgermeister Konrad Linner heraus und macht gleich mal die Probe aufs Exempel. Mit seinem Smartphone hat er in wenigen Schritten einen QR-Code für eine Veranstaltung erstellt. Rathaus Mitarbeiter Michael Mayer hat mit seinem Handy den Code gescannt.

Wenige Augenblicke später ist auf dem Handy-Bildschirm des Bürgermeisters zu sehen: Zu seiner testweise erstellten Veranstaltung ist ein Besucher hinzugekommen. Obwohl Linner am Handy als Veranstalter eingeloggt ist, kann er aber weder Namen noch Adressen noch Telefonnummern seiner Besucher sehen.

Auf Mayers Bildschirm erscheint die Uhrzeit und wo er gerade eingecheckt hat. Die digitale Kontaktnachverfolgungsliste bestehe aus einer Reihe von langen Zahlencodes, von denen jeder für einen Besucher stehe. Erst wenn auf der Veranstaltung tatsächlich eine Corona-Infektion gemeldet werde, würden aus diesen Codes wieder Namen, Adressen, Telefonnummern, erklärt Linner. Aber auch in diesem Fall hätten auf diese Daten ausschließlich die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Zugriff.

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