Behördliche Auflagen verhindern Veranstaltung am 1. Mai bei Babensham 

Flohmarkt in Irlham vor dem Aus - Das steckt dahinter 

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Nicht zur übersehen: Der Flohmarkt in Irlham findet heuer erstmals nicht statt. 
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Babensham - Ein riesiges Transparent mitten in Irlham beteuert die traurige Gewissheit für Liebhaber von Flohmärkten: Der Flohmarkt in Irlham findet heuer zum ersten Mal seit 40 Jahren nicht statt. Was sind die Gründe für das plötzliche Aus?

"Den Flohmarkt in Irlham wird es so nicht mehr geben - zumindest nicht in der Form, wie er die letzten Jahre stattgefunden hat", bedauert Horst Wastlhuber. Auf seinem Grund und Boden wurde der weit über Landkreisgrenzen bekannte Flohmarkt, der als "Geheimtipp" für Flohmarktfans galt, veranstaltet. Nun findet er erstmals am 1. Mai nicht mehr statt.  

Die Hintergründe: 

"Die behördlichen Auflagen wurden trotz über 40-jährigen, unfallfreien Ablaufs sowie Befolgung aller Vorschriften immer strenger", erklärt Wastlhuber. Der Flohmarkt sei so also nicht mehr durchführbar - das war das Resultat aus einem Treffen vor Ort mit Polizei, Gemeinde und Landratsamt und so steht es auch auf der Internetseite von Horst Wastlhuber

Bürgermeister Josef Huber hat das mögliche Ende des Flohmarkts bereits in der jüngsten Bürgerversammlung angedeutet und dabei auf das verkehrsrechtliche Problem hingewiesen. Der Gemeinde seien bei der Debatte die Hände gebunden, da Horst Wastlhuber den Flohmarkt als Privatperson auf seinem Grund betreibe. Diese Hiobsbotschaft hat sich nun bewahrheitet.

Der Schuldige:

Beliebt bei Jung und Alt und immer gut besucht war der Flohmarkt auf dem Gelände von Horst Wastlhuber. 

Schuld an dem ganzen Schlamassel sei die Staatsstraße 2092, die sich eng und kurvig durch den kleinen Ortsteil von Babensham schlängelt. Das Landratsamt habe die Veranstaltung aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht mehr genehmigt. Die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Autofahrer sei nicht mehr gewährleistet

Für den Betreiber gebe es nun zwei Möglichkeiten, den Flohmarkt am Leben zu erhalten: Entweder das gesamte Dorf sperren und den Verkehr weitläufig umleiten oder einen anderen Standort für den Markt finden.

Unverständnis bei Wastlhuber: "Bis zu fünf Mal im Jahr- je nach Witterung und Wetter - fand auf dem Gelände neben der Gaststätte mitten im Ort ein Flohmarkt statt - der 1. Mai bildete den Auftakt. Es ist nie etwas passiert, obwohl tausende Besucher vor Ort waren. Freilich geht von der Staatstraße zu jeder Zeit ein gewisses Risiko aus - aber wir haben immer Verkehrsschilder aufgestellt und Ordner oder Helfer engagiert, die aufpassen. Da konnten die Autos gar nicht so rasen." 

Blick in die Zukunft: 

Ab sofort finden in Irlham also keine Flohmärkte mehr statt. Gar nicht mehr? Das kann Wastlhuber nicht komplett ausschließen. "Ich hänge an meinen Flohmärkten und möchte nicht sofort aufgeben. Nur auf die Schnelle gibt es keine Alternative und es ist schwierig, das Konzept neu aufzustellen." 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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