Pressemeldung der UBG Edling

Gemeinwohl-Ökonomie auch ein Konzept für Kommunen?

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Edling - Die UBG Edling mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Florian Prietz fordert für die Kommunalpolitik unter anderem Transparenz und Mitentscheidungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie eine ökologisch-nachhaltig Ausrichtung.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Zwei Punkte, die sich in den Grundsätzen der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) wiederfinden. So ist die Idee zu einer Vortragsveranstaltung mit den beiden GWÖ-Beratern Albert Bernstetter und Werner Furtner entstanden, die am vergangenen Dienstag 28.01.2020 im Edlinger Krippnerhaus stattfand. Circa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung.

Angetrieben von diversen Missständen unseres jetzigen Wirtschaftssystems wie zum Beispiel eine große Ungleichverteilung von Besitz, zu große Macht von Konzernen über die Politik oder einem Leben auf Kosten unserer Kinder und Enkel, versucht die Gemeinwohl-Ökonomie ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung zu erreichen. So soll die Stärke einer Wirtschaft nicht mehr am Bruttoinlandsprodukt, an Gewinn und Rendite gemessen werden, sondern an ihrem Gewinn fürs Gemeinwohl. Nicht mehr die Wirtschaft soll Mensch und Umwelt bestimmen und ausbeuten, sondern die Wirtschaft soll Mensch und Umwelt dienen. Die Lebensqualität der Menschen zeigt sich nicht in blanken Wirtschaftszahlen. Werte wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Umweltschutz sind für die Lebensqualität der Menschen genauso von Bedeutung wie ein gutes soziales Miteinander oder ehrenamtliches Engagement.

Die Werte, nach denen die GWÖ handelt, sind • Menschenwürde, • Solidarität und Gerechtigkeit, • ökologische Nachhaltigkeit sowie • Transparenz und Mitentscheidung.

Für Kommunen könnte eine Ausrichtung der Politik nach den Werten der Gemeinwohl-Ökonomie eine Stärkung der Gemeinschaft aller Bürgerinnen und Bürger und der angesiedelten Unternehmen und Erzeuger bringen. Bei Ausschreibungen und Projekten sollte eine Förderung regionaler Bezugsquellen oder Dienstleistungen im Vordergrund stehen, nicht nur das kostengünstigste Angebot sollte den Zuschlag bekommen. Es könnten demokratische und solidarische Bürgerbeteiligungskonzepte etabliert werden. Dies würde unter Umständen auch eine anziehende Wirkung auf Neubürger und Neu-Unternehmen haben, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Die Gemeinde Kirchanschöring im Landkreis Traunstein hat sich bereits auf den Weg zur Gemeinwohl-Ökonomie-Gemeinde gemacht. So wurde in Kirchanschöring beispielsweise ein Elektroauto angeschafft, das die Verwaltung für Dienstfahrten nutzt, am Wochenende aber auch Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt wird. Sämtliche kommunale Gebäude wurden mit PV-Anlagen ausgestattet, zusätzliche Energie wird aus Hackschnitzelfernwärme oder Ökostrom-Anbietern bezogen. Lebensmittel für Kantine oder bei Veranstaltungen werden ausschließlich von regionalen Bio-Anbietern gekauft, ein striktes Abfall-Trenn-Konzept wurde eingerichtet und die gesamte Straßenbeleuchtung wurde auf LED-Technik umgestellt.

Aufbauend auf den Werten Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz könnte auch die Gemeinde Edling ihre Einrichtungen und Organisationen, ihr aktives Tun und die Wirkungen des Handeln durchleuchten und sich auf den Weg zur Gemeinwohl-Ökonomie-Gemeinde machen.

Die UBG Edling will sich hierfür stark machen und im Gemeinderat das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie vorstellen und dafür werben.

Jeder Einzelne kann sich aber auch für ein solidarischeres und nachhaltiges Handeln einsetzen. Bei der Regionalgruppe Alt-Landkreis Wasserburg finden Interessierte unter https://bayern.ecogood.org/altlandkreis-wasserburg/ weitere Infos. 

Hinweisen möchten wir an dieser Stelle noch auf eine Veranstaltung der GWÖ Gruppe Wasserburg am 12.02.2020: „Enkeltauglich leben“ sowie auf die nächste Bürgerwerkstatt der UBG Edling zum Thema „Verbesserung der Verkehrssituation in Edling und den umliegenden Ortsteilen“ am 28.2.2020 um 19.30 Uhr im Edlinger Krippnerhaus. 

Alle interessierten EdlingerInnen sind herzlich eingeladen. Pressemeldung der UBG Edling

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