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Dorfentwicklung

Spektakuläre Pläne der Edlinger Bürger: So soll sich der Ort verändern

Für die Edlinger Dorfmitte haben sich die Bürger große Pläne.
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Für die Edlinger Dorfmitte haben die Bürger große Pläne. 

Das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) für Edling steht kurz vor dem Abschluss. Ein sperriges Wort, hinter dem aber große Visionen für die Gemeinde stecken. Im Gespräch erzählen die führenden Köpfe von ihren Träumen für den Heimatort.

Edling - Edlings Bürger haben Ideen und Wünsche für ihren Ort, so viel wird beim Treffen mit den sechs treibenden Kräften deutlich. „Es ist wirklich toll, wie groß die Beteiligung war“, freut sich dritte Bürgermeisterin Nicole Bauer-Schäfer. 25 Bürger hätten sich in den sieben Arbeitsgruppen beteiligt, an den Abenden seien teilweise sogar bis zu 60 Personen dabei gewesen. Die Idee für ein Gemeindeentwicklungskonzept sei von ihrer Partei, der ÜWG, eingebracht worden, erzählt Bauer-Schäfer. Die Gründe seien auch finanzieller Natur. „Es gibt viele Förderungen, die wir mit einem solchen GEK im Hintergrund abgreifen können.“ Wichtiger sei ihr aber gewesen, die Einwohner zu hören. „Wir dachten, es wäre schön, von den Bürgern zu erfahren, was sie sich wünschen“, erklärt sie.

Edling hat viel Potenzial

Und Ideen gibt es viele, von einer Neugestaltung der Ortsmitte, über den Aufbau von E-Ladesäulen bis hin zum Ausbau der Rad- und Fußwege. „Es ist eigentlich ein Ortserweiterungskonzept“, erklärt Georg Berndl Junior. Denn eines wurde deutlich in den vielen Treffen der GEK-Gruppen.: Edling hat Potenzial. „Alle schimpfen immer“, erzählt Hagen Schneider, „dabei haben wir viel Schönes in Edling.“ Man müsse nur das Bewusstsein dafür schaffen und eine Aufwertung auf den Weg bringen., ist auch Wolfgang Baumanns Überzeugung.

Große Pläne haben die führenden Köpfe des GEK (von links): Thomas Breu, Wolfgang Baumann, Josef Krieger Junior, Harald Schneider, Nicole Bauer-Schäfer und Georg Berndl Junior.

Er hat sich insbesondere in der Arbeitsgruppe „Ortsmitte“ engagiert, deren Herzensprojekt: die Aufwertung des Krippnerhauses. „Das ist einfach ein zentraler Punkt für Edling“, erklärt Baumann. „Da kann noch viel getan werden“, sagt er und meint damit auch die anliegenden Grünflächen. „Die Bürger wünschen sich mehr Orte, an dem sich verschiedene Generationen treffen können“, erzählt Baumann. Das Krippnerhaus würde sich dafür anbieten. Aber es gebe auch andere Ideen, unter ihnen die Wiedereröffnung des Viehhausener Baggerweihers oder die Bebauung des Grundstücks an der Nussbaumstraße. Auch die Flächen an der Ecke Lärchenstraße und Viehhauserstraße, wo derzeit der Bike-Park geplant ist, biete sich als Begegnungsort an. „Da könnte man auch einen Spielplatz und Sitzgelegenheiten für Senioren schaffen“, erzählt Thomas Breu, der die Idee des Bike-Parks ursprünglich eingebracht hatte.

Wunsch: Radnetz ausbauen

Aber nicht nur die Flächen sollen aufgewertet werden, auch beim Wegenetz gibt es „noch Luft nach oben“, bericht Josef Krieger Junior, gemeint sind damit vor allem die Fuß- und Radwege, denn ein weiteres Ziel der Edlinger: Die Ortsmitte möglichst autofrei zu gestalten. Durch die B304 komme viel Verkehr in den Ort, doch statt Autos wünschen sich die Edlinger Radler. Die Idee sei, die Infrastruktur für den Radverkehr auszubauen und damit die über 30 Außenbezirke zu verbinden. „Wir haben viele Wege, wo es nur für ein paar Meter fehlt“, erzählt Krieger, „da hat einfach noch niemand drüber nachgedacht, die auszubauen.“ Bestes Beispiel sei die Verbindung nach Brandstätt oder auch nach Hart, wo nur ein „Stückerl“ fehle.

Der Ausbau der Rad- und Fußwege könne sich auch positiv auf den Ort auswirken, so Kriegers Überzeugung. „Wir planen zum Beispiel ein Radl-Café mit einem gemeinsamen Hofladen aller Landwirte“, erzählt Krieger. Das wäre ein attraktives Ausflugsziel, nicht nur für die Edlinger, sondern auch für andere Ausflügler und Touristen. „Und wenn bei uns auch im Ort wieder mehr los ist, siedeln sich vielleicht auch in der Ortsmitte wieder andere Betriebe an“, meinte Berndl.

Biodiversität, E-Mobilität und Elektriztität

Neben Orten für Begegnung und dem Wegenetz war aber auch die Nachhaltigkeit ein großes Thema im GEK. „Wir hatten die Idee, an unseren Randstreifen Biodiversität zu fördern“, erzählt Krieger. Statt grüner Wiese könnten hier Kräuter angepflanzt werden. Aber nicht nur das, auch über E-Mobilität, Elektrizität und Heizen hätten sich die Bürger Gedanken gemacht. „Wir sind in Edling zwar fast ölfrei“, so Schneider, „aber trotzdem gibt es noch Möglichkeiten.“ Nur acht Prozent der Elektrizität werde beispielsweise über die Solarenergie erzeugt. „Auch das könnten wir ausbauen.“

Es sind große Pläne, die die Bürger von Edling haben, das ist auch den Beteiligten des GEK klar. „Aber wir müssen die Ziele hoch stecken, kleiner werden sie von allein“, sagt Krieger. Die Sechs sind jedenfalls zufrieden mit dem GEK. Auch Stefanie Seeholzer, die das Projekt als Planerin begleitet, ist voll des Lobes für „ihre“ Edlinger. „Die Beteiligung war enorm. Das ist bei anderen Gemeinden anders“, sagt Seeholzer. Natürlich könne nicht alles sofort umgesetzt werden, „wir haben es nicht umsonst Edling 2040 genannt“, erzählt die Planerin. Sie habe aber keine Bedenken, dass es mit den richtigen treibenden Kräften möglich sei, Edling aufzuwerten. „Ich kann nur raten: Haltet an euren Wünschen fest.“

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