Gespräche mit Südostbayernbahn verliefen positiv 

Schranke für Viehhausener Bahnübergang kommt - ab 2021? 

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Der gefährliche Bahnübergang in Viehhausen wird endlich beschrankt. 
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Viehhausen/Edling - Die fehlende Schranke am Bahnübergang in Viehhausen, die möglicherweise zwei tödliche Unfälle hätte verhindern können - sie ist heißes Thema im Wasserburger Altlandkreis. Nun steht fest: Der gefährliche Übergang soll endlich beschrankt werden. 

Diese Neuigkeit gab Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl in der Stadtratssitzung am Donnerstag, 26. Juli bekannt. Nach 70 Jahren gibt es also wieder eine Schranke in Viehhausen. Aufnahmen aus den 50er-Jahren beweisen, dass der Übergang in der Vergangenheit beschrankt war

Nach dem tödlichen Unfall im Juni, bei dem eine 24-Jährige ihr Leben verlor und der zudem nicht die einzige Tragödie an dieser Stelle war, begann die Suche nach der Ursache und es wurden Rufe nach einer Verbesserung der Situation laut. 

Die Bürger um Petitionsführer Hans Peter Bubb machten sich für die Petition, die eine sofortige Beschrankung fordert, stark - unter anderem verliehen sie in der Bürgersprechstunde Anfang Juli ihrem emotionalen Anliegen Nachdruck

Auch Angehörige und Freunde kämpfen für die Schranke - wie es die BR-Sendung "quer" in einem Bericht darstellte

Beschrankung "dringend notwendig" 

Bürgermeister Kölbl setzte sich mit Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer und den Verantwortlichen der Südostbayernbahn am 16. Juli zu einem runden Tisch zusammen, um die Problematik zu diskutieren. "Wir waren alle sofort der Meinung, dass eine Beschrankung aller drei Übergänge - und hier muss man Au und Rossach miteinrechnen aufgrund der technischen Anforderungen - dringend notwendig ist und auch erfolgen soll", erklärte Kölbl am Donnerstagabend. "Die Südostbayernbahn hat sofort zugestimmt, möglichst schnell die Sache anzugehen." 

Kölbls weiteren Ausführungen zufolge beginne die Bahn jetzt mit den Planungen und den Varianten-Möglichkeiten. Somit könne die Entwurfsplanung Anfang 2019 stehen. Für ein Plangenehmigungsverfahren als nächsten Schritt werde ein Jahr gerechnet

2,7 Millionen Euro Gesamtkosten 

"Wenn alles klappt, keiner Einwände gegen das Plangenehmigungsverfahren erhebt und es keine Probleme mit Grundstückabgaben oder dergleichen gibt, so könnte man 2021 mit den Baumaßnahmen beginnen", erläuterte Kölbl. 

Nach der jetzigen Kostenkalkulation werden für die Schrankeninstallationen an allen drei Übergängen insgesamt 2,7 Millionen Euro fällig, was einer Größenordnung von 900.000 bis einer Million Euro pro Übergang entspreche. Daran müssten sich die Stadt Wasserburg sowie die Gemeinde Edling mit je einem Drittel beteiligen, sprich eine Summe von rund 330.000 Euro in die Hand nehmen.  

mb

Quelle: wasserburg24.de

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