Riesengaudi auf dem Wasserburger Frühlingsfest 

Staubig, wuid, erotisch - So ging's beim Dirndl- und Burschentag zu 

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Muskelkraft beim Baumstammsägen und Gaudi bei der Kissenschlacht. Die Disziplinen kamen an beim Dirndl- und Burschentag 2018. 
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Wasserburg - Spannung, Nervenkitzel und Muskelkraft waren am Mittwochabend wieder vordergründig beim dritten Dirndl- und Burschentag auf dem Wasserburger Frühlingsfest. Welche Disziplinen heuer zum Kräftemessen luden und ob die beiden Titelverteidiger ihren Pokal wieder ergattern konnten - alle Details zum Gaudi-Abend: 

Er ist schon fast ein Klassiker: Der beliebte Dirndl- und Burschentag mit den einfallsreichen Wettkämpfen im Forstinger Festzelt lockte hunderte Besucher, Neugierige und Fans an. Die Stimmung: grandios. Alle waren heiß darauf, endlich die bis zu Beginn der Veranstaltung streng geheimen Disziplinen zu erfahren

Zwölf Teams traten heuer gegeneinander an, sechs Burschen- und sechs Mädelsmannschaften, darunter bekannte Gesichter aus den vergangenen Jahren wie die Burschenvereine Babensham und Oberndorf, die Mädlmannschaft der Spielergemeinschaft Eiselfing/Babensham, die Dirndlschaft Albertaich oder die Beerhunter. Aber auch neue Teams waren im Festzelt vertreten, so beispielsweise die Mädelsmannschaft "Hoaße Brezn". 

Sägemehl in Massen

Bei der ersten Disziplin wurde es staubig. Es hieß Hand anlegen an der Säge. Wessen Baumscheibe zuerst am Boden landet, der ergatterte einen Punkt für sein Team. Auf das Kommando "An die Säge, fertig, los", wurde der Baumstamm bearbeitet. Die Burschen, je einer auf jeder Seite, bestritten in Zweierteams die erste Wettkampfrunde. Dabei galt es herauszufinden, welche Säge die bessere war für den massiven Baumstamm auf der Bühne - denn die Wettkampfrichter ließen sich nicht lumpen und stellten zwei verschiedene Sägen zur Verfügung. Das bedeutete Muskelkraft zeigen für die jungen Teilnehmer

Einen kleinen Vorteil bei der ersten Disziplin hatten die Mädels. Sie bekamen die Aufgabe mit einer Handsäge einen Baumstamm mit deutlich geringerem Durchmesser zu durchsägen. Dennoch kamen die Teilnehmerinnen ganz schön ins Schwitzen - und mussten vorab erst mal die richtige Technik herausfinden, mit der der sie den Stamm am schnellsten bearbeiten konnten. 

Muskelkraft war beim Baumstammsägen gefragt.

Fakkegrillen mit Kissen?

Die Baumstämme waren erfolgreich zersägt, doch die zweite Disziplin ließ nicht lange auf sich warten. Schon beim Umbau auf der Bühne, als zwei Balken über Turnmatten aufgebaut wurden, fuhr so manchen Teilnehmer der Schreck in die Glieder. "Des schaugt aus wie das Fakkegrillen letzes Jahr", entfuhr es einer entsetzten Teilnehmerin. "Da wird's mir ja sofort wieder schwindelig!

"Auch wenn der Aufbau der letztjährigen Disziplin Fakkegrillen ähnelt, es könnte aber auch was anderes sein", witzelte Moderator Witgar "Wiggerl" Neumaier verschmitzt." Und tatsächlich handelte es sich bei Disziplin Zwei um eine Kissenschlacht. "Jetzt wird's wuid", freute sich Co-Moderatorin Brigitte Voglsammer auf den zweiten Wettkampf. 

Die Regeln waren schnell erklärt: In 60 Sekunden mussten die Kandidaten auf den sich drehenden Balken sitzend eine Kissenschlacht durchführen und dabei möglichst wenig Bodenkontakt haben. Die Kampfrichter Sepp Christandl und Christian Huber überprüften dabei genau, wie oft welcher Wettkämpfer mit den Füßen auf die Matten trat. Auf das Kommando "Lasst die Federn fliegen, los" startete die Schlacht. Einige drehten eine Ehrenrunde auf dem wackeligen Balken und wem das Kissen runterfiel, der musste es holen, trotz Bodenkontakt, da blieben die Kampfrichter streng. Das Resümé der zweiten Disziplin? "Waren die Mädels noch zarter, flogen bei den Burschen gleich die Kissenbezüge", konstatierte Wiggerl Neumaier lachend. 

Die Burschen schenkten sich bei der Kissenschlacht nichts.

Erotik hinterm Vorhang 

Die dritte und letzte Disziplin erforderte einiges an Überwindung. Je ein Teilnehmer einer Gruppe musste sich in einer Minute einen Probanden aus dem Publikum suchen, der ihm an Größe und Statur ähnelte. Warum? Es kam im "dritten Akt" unter dem Kommando "Lasst die Hüllen fallen, los" zum Kleidertausch. Die Burschen mussten Bluse, Dirndlkleid und Schürze anziehen und die Mädels Hemd, Weste und Lederhose. "Ihr müsst schon fesch zusammengerichtet sein am Ende", betonte Brgitte Voglsammer streng. Lediglich Socken und Schuhe brauchten nicht getauscht werden. 

Ein großer weißer Vorhang, straff gehalten von den beiden Kampfrichtern Christandl und Huber verdeckten das Umziehen der Teilnehmer. Dabei hatten die beiden freilich genau ein Auge drauf, ob hinter dem Vorhang nicht geschummelt wurde. "Es schaut hier schon ganz gut aus", gab Wiggerl Neumaier bei der ersten Runde Umziehen in Richtung Publikum bekannt. Details jedoch verriet er nicht. "Was mir aber auffällt", so der Moderator weiter, "a Lederhosn is scheint's schwerer anzuziehen als ein Dirndl." 

"Ich hätte nicht gedacht, dass alle ohne Murren mitmachen, die Disziplin erforderte schon ein bisserl an Überwindung. Aber ich hab den Blick hinterm Vorhang natürlich ausschließlich auf meine Stoppuhr gerichtet", erzählte Sepp Christandl nach der Disziplin augenzwinkernd. 

"Lass di moi oschaun? Fesch bist!" Keinerlei Berührungsängste hatten die Teilnehmer beim Kleidertausch.

Nach einer kurzen Auswertung der Jury standen die Gewinner gegen 22.30 Uhr endlich fest - zwei neue Sieger. Die beiden Titelverteidiger Beerhunter und die Mädelsmannschaft aus Eiselfing konnten ihren Wanderpokal nämlich heuer nicht retten und mussten ihn abgeben. Ganz kampflos ergaben sich die vom Thron gestoßenen Eiselfingerinnen jedoch nicht. Eine der Kandidatinnen klaute den Oibichna Dirndln als neue Gewinnerinnen den Pokalaufsatz. Sieger waren am Ende sowieso alle.  

Platzierung der Burschen:

  1. Burschenverein Babensham 
  2. Beerhunter
  3. Maibaumfreunde Oibich
  4. Burschenverein Steinkirchen
  5. Burschenverein Rettenbach
  6. Oberndorfer Burschen

Platzierung der Mädels:

  1. Die Dirndln der Maibaumfreunde Oibich 
  2. Mädlmannschaft Spielergemeinschaft Eiselfing/Babensham
  3. Oberndorfer Dirndl
  4. Dirndlschaft Rechtmehring 
  5. Die Hoaßen Brezn
  6. Dirndlschaft Albertaich
Große Freude über den Pokal und den Sieg bei den Burschen.

War da noch was? 

Logisch gab es auch noch etwas zu gewinnen: Die drei erstplatzierten Vereine erhielten jeweils Geldpreise im Wert von 500, 300 und 200 Euro. Die Oibichna reisten mit den meisten Fans an und gewannen damit das von Festwirt Schorsch Lettl gestiftete 30-Liter-Bierfass, das noch im Festzelt vernichtet wurde. Die Bierkellerführung in Wasserburg gewannen die Burschen aus Rettenbach

Der Dirndl- und Burschentag in Bildern: 

Kräftemessen der Dirndl und Burschen 

Die Disziplinen des Dirndl- und Burschentags zusammengefasst im Video:

 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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- Schubertmesse (10. Juni): 10 - 23 Uhr

- Wiesn Alm: Werktag 14 - 2 Uhr, Feiertag 12 - 2.30 Uhr

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