Zu Weihnachten: Stammzellenspende als Geschenk

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Jochen Mang aus Obing.
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Obing - Jochen Mang hat einem zwölfjährigen Mädchen aus Russland ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht: Zum zweiten Mal ließ er sich Stammzellen für sie entnehmen.

Jochen Mang aus Obing ist ein Lebensretter. Kurz vor Weihnachten hat er zum zweiten Mal seine Stammzellen für ein kleines Mädchen aus Russland gespendet. "Für meine Tochter bin ich jetzt der Held", so der 42-Jährige. Doch er selbst sieht seine Hilfeleistung eher bescheiden: "Ich finde, es ist eine Selbstverständlichkeit zu helfen."

Angefangen hat alles bereits im Jahr 2001. Damals rief ein Arbeitskollege des 42-Jährigen zu einer Typisierungs-Aktion für seine dreijährige Nichte - die Leukämie erkrankt war - auf. "Das war sehr ergreifend", erinnert sich Mang. Und seitdem ist der Obinger registriert. Für das dreijährigen Mädchen kam er zwar als Spender zwar nicht infrage, doch zwölf Jahre später bekam Mang seine Chance zu helfen: "2013 habe ich einen Anruf von Cellex bekommen, dass ich als Spender für ein junges Mädchen aus Russland in der engeren Auswahl bin." Doch bevor er seine Stammzellen spenden konnte, musste Mang sich von seinem Hausarzt erst eingehend untersuchen lassen. "Dabei wurden die Proben genauer getestet." Im Anschluss gab es noch eine umfangreiche Untersuchung in der Entnahmeklinik in Nürnberg. "Dort wurde endgültig festgestellt, dass ich als Spender in Betracht komme." Und im April 2013 ließ der 42-Jährige sich dann seine Stammzellen  entnehmen.

Doch die Therapie schlägt bei dem kleinen Mädchen nicht an. In einem Brief schreiben die Eltern an Mang: Leider kam es zu einigen Komplikationen nach der Transplantation. Vor ein paar Tagen wurde die Stammzellen-Therapie wiederholt, weil das Knochenmark noch nicht richtig funktioniert. Unsere Tochter ist auf die ständige Bluttransfusion und Medikamente angewiesen.

Als Mang dann Ende November 2014 von Cellex erfährt, dass er erneut für das kleine Mädchen spenden soll, zögert er keine Sekunde. Innerhalb kürzester Zeit wird der 42-Jährige von den Ärzten vorbereitet. Und am 11. Dezember folgt die zweite Stammzellen-Entnahme. "Als Weihnachtsgeschenk bekommt sie von mir ein Päckchen Stammzellen." Ob seine Spende dem Mädchen geholfen hat, weiß er bislang noch nicht. Nur eines ist sicher: "Eine dritte Chance wird es nicht geben, weil man nur zweimal für einen Empfänger spenden kann." 

Aber für Mang steht schon jetzt fest: "Jeder sollte das machen. Man hat als Spender ja keinen großen Aufwand. Und man muss sich nur vorstellen: die eigene Familie ist betroffen und der Nachbar würde als Spender passen, weiß es aber nicht, weil er nicht registriert ist."

Wir sind diesem Vorbild gefolgt

Unsere Redaktion ist seinem guten Beispiel gefolgt und hat auch eine eigene Typisierungs-Aktion durchgeführt:

Typisierungs-Aktion in der OVB24-Redaktion

Quelle: chiemgau24.de

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