Pressemeldung BI Ramerberg

Bürgerinitiative „Für ein liebens- und lebenswertes Ramerberg” zu Plänen des SV Ramerberg

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Den neuen Sportplatz direkt neben den alten realisieren - kann dieser Vorschlag der Bürgerinitiative funktionieren?

Ramerberg - Der SV Ramerberg hat den Standort Zellerreit forciert mit dem Argument, dass es keine Alternative dazu gäbe. Die Bürgerinitiative „Für ein liebens- und lebenswertes Ramerberg“ hat nun aufgezeigt, dass es sehr wohl eine andere praktikable Lösung gibt, wobei der bereits bestehende Fußballplatz erhalten bleiben kann und um einen zweiten erweitert wird.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Dabei würde es sich nur um einen Ausbau einer bestehenden Sportanlage handeln. Wobei - wie es scheint - so eine Lösung auf Widerstand von betroffenen Anwohnern gestoßen ist, weil der SV Ramerberg die Kosten für einen Lärmschutz gescheut hat - und eine solche auch für eine Lösung in Zellerreit scheut. 

Dass der Gemeinderat nun keinen Standort favorisiert, ist nicht zu erkennen. Schließlich hat man für das Gutachten schon eine Menge Geld ausgegeben und das, obwohl ein bereits in Auftrag gegebenes Gutachten ein paar Jahre vorher zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen ist. Woraus sich schließen lässt, dass die Vorgabe darin bestand, diesmal das Vorhaben Sportanlage in Zellerreit unbedingt möglich zu machen. Das lässt sich auch aus den 2018 vorgenommenen Bodenproben ersehen, bei denen eine Untersuchung auf Torf wohlweislich unterblieben ist. Warum wohl? Weil man das Thema Naturschutz umgehen wollte, das nun auch in der Gesetzgebung immer mehr verankert wird. 

Der SV Ramerberg findet seinen bestehenden Platz nicht mehr zeitgemäß. Aber ist es zeitgemäß in ein Naturschutzgebiet einzugreifen, 100-jährige Eichen zu fällen und ein Halbmoor zu dehydrieren, das erwiesenermaßen als CO2-Speicher gilt ? 

Wenn der Gemeinderat sich sorgt, dass die in der Alternativlösung vorgesehenen Fliegenden Bauten nur zehn Jahre halten, beweist das, dass er keine Alternativlösung wünscht. 

Abgesehen davon: es ist noch lange nicht entschieden, dass das Landratsamt der Sportstätte samt sechs Meter hohem Vereinsheimbau im Außenbereich zustimmt. So hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim einem Bauern untersagt hat direkt neben dem geplanten Sportplatz einen Acker anzulegen. 

Dass der SV Ramerberg die von der Bürgerinitiative „Für ein liebens- und lebenswertes Ramerberg“ gefundene Alternative ablehnt, liegt ganz einfach daran, dass er seinen Blick richtet auf die erhofften 250.000 Euro vom Bayerischen Fußballverband, die nur mit einem langfristigen Pachtvertrag erreichbar sind. Dass mit dem Standort Zellerreit viele teure Forderungen und Unwägbarkeiten verbunden sind, will man nicht wahrhaben. Ebenso wenig wie die Bedenken der betroffenen Anwohner, die nicht nur von Lärm betroffenen sind, sondern von einer unzumutbaren Verkehrssituation. Die übrigens nicht den Vorgaben des Bayerischen Fußballverbandes an eine Sportstätte entspricht. Der Standort Zellerreit wird schon ob des laut Gutachten notwendigen Bodenaustausches mit Sicherheit um mehr als die erhofften 250.000 Euro teurer werden als ein neuer Platz in Ramerberg, selbst wenn man den Anwohnern einen Lärmschutz gönnt. 

Und was, wenn das Landratsamt keine Genehmigung erteilen sollte für Zellerreit? Dann dürfte der SV Ramerberg froh sein, dass es eine Alternative gibt und derzeit gesprächsbereite Grundstückseigner. Denn ganz unverfahren ist die Situation nicht. Immerhin hat der SV Ramerberg selbst erklärt, den bestehenden Platz nicht mehr zu benötigen. 

Pressemeldung von Ute Fischbach-Kirchgraber/BI „Für ein liebens- und lebenswertes Ramerberg”

Quelle: wasserburg24.de

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