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Lesermeinungen zum Bürgermeister-Streit in Ramerberg

„Hierbei von einem Ehrenamt zu sprechen, ist ein Schlag ins Gesicht“

In Ramerberg tobt ein Streit.
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In Ramerberg tobt ein Streit.

Darf sich der Bürgermeister von Ramerberg bei einem Gehalt von 3500 Euro brutto noch als Ehrenamtler bezeichnen? Die Meinungen der Leser auf einen Verteidigungs-Leserbrief sind eindeutig.

Dr. Hubert Dichtl (Ramerberg): „Dass der fleißige Leserbriefschreiber die Tätigkeit des Ramerberger Bürgermeisters Reithmeier als „ehrenamtlich“ bezeichnet, ist meines Erachtens nicht nur abenteuerlich, sondern schlichtweg irreführend. Aber auch Bürgermeister Reithmeier selbst stellt sein Amt gerne als „ehrenamtliche Tätigkeit“ dar. Ich zitiere hierzu die Aussagen von Herrn Reithmeier in dem Beitrag „Start kostet viel Mühe, Zeit und Nerven“, veröffentlicht im OVB vom 19. August 2020: „Das ehrenamtliche Amt des Bürgermeisters an sich ist sehr interessant und ich mache die Arbeit gerne“.

Der passende Text zu diesen Leserbriefen: Streit in Ramerberg: Darf ein ehrenamtlicher Bürgermeister 3500 Euro verdienen?

Gleichwohl wurde im OVB unmittelbar nach der Kommunalwahl berichtet, dass eine der ersten Tätigkeiten des Bürgermeisters und seiner UWR-Gemeinderatsfraktion darin bestand, ihre Sitzungsgelder beziehungsweise Aufwandsentschädigungen zu erhöhen. Da unser ehemaliger Bürgermeister Georg Gäch für seine klaren Worte und Transparenz bekannt ist, habe ich mir von ihm seine letzte Gehaltsabrechnung als Ramerberger Bürgermeister persönlich zeigen lassen. Unter Berücksichtigung des 13. Monatsgehalts kommen wir hier auf eine Nettovergütung von 3424,28 Euro pro Monat (inklusive Fahrgeld, VG-Entschädigung, Schulverband – alles steuerfrei, Anm. d. Red.).

„Gehaltsregion, von der andere nur träumen können“

Da Herr Reithmeier seine Tätigkeit als ehrenamtlich einstuft, übt er seinen Beruf bei der Feuerwehr München – natürlich mit entsprechender Vergütung – weiter aus. Damit kommt man dann schon in eine Gehaltsregion, von der so mancher Handwerker oder Angestellter in Vollzeit nur träumen kann. Wie ich meine, ist man bei einer derartig hohen Aufwandsentschädigung nicht mehr ehrenamtlich tätig.

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Andreas Baumgartner (Vorsitzender SV Ramerberg): “In seinem letzten Leserbrief berichtet Herr Schönwald doch glatt von der ehrenamtlichen Tätigkeit des Ramerberger Bürgermeisters Manfred Reithmeier. Als Vorstand des Sportvereins Ramerberg übe ich, ebenso wie meine Vorstandskollegen im Verein, mein Amt ohne Vergütung, also ehrenamtlich aus. Und das Gleiche trifft auch für die Vorstände und zahlreiche unterstützende Hände unserer weiteren Ortsvereine zu.

„Das Wort Ehrenamt nicht mehr angebracht“

Es mag „ehrenamtlicher Bürgermeister“ heißen, bei einer derart hohen Entschädigung ist das Wort „Ehrenamt“ aber nicht mehr angebracht. Ich erinnere mich, dass die erste Amtshandlung von Herrn Reithmeier und seinen UWR-Gemeinderatsmitgliedern darin bestand, die Sitzungsgelder und die Bürgermeisterentschädigung zu erhöhen. Auf meine Anfrage hin hat mir unser ehemaliger Bürgermeister Georg Gäch mitgeteilt, dass seine Vergütung als Ramerberger Bürgermeister am Ende seiner Amtszeit bei rund 3 400 Euro (netto) lag.

Wenn man berücksichtigt, dass die Vergütung von Sitzungsgeld und Aufwandsentschädigung gleich in der konstituierenden Gemeinderatssitzung erhöht wurde, dann kann man sich in etwa vorstellen, in welcher Größenordnung man sich hier bewegt. Hierbei jedoch von einem Ehrenamt zu sprechen, wie dies der Leserbriefschreibe tut, ist schlichtweg lachhaft und ein Schlag ins Gesicht für all jene, die sich wirklich und ehrlich ehrenamtlich engagieren.“

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Georg Gäch (Vorsitzender NRL/FWG Ramerberg): „Die Aussagen von Herrn Schönwald entbehren jeglichem Wahrheitsgehalt. Herr Reithmeier hat nicht die Rehkitze mit seiner rechtswidrigen Beschilderung schützen wollen, sondern allen Menschen verboten, den Wald zu betreten. Außerdem hat der alte Gemeinderat keine Steuergelder selbstherrlich für die Bauleitplanung des neuen Sportzentrums in den Sand gesetzt. Nein, der alte Gemeinderat – inklusive der damaligen UWR-Vertreter und meiner Person – hatten entschieden, unsere Ramerberger Vereine nach Möglichkeit zu unterstützen. Das nennt man Vereinsförderung, es ist eine Pflichtaufgabe der Kommune.

„87.000 Euro Steuergelder in den Sand gesetzt“

Die Ausgaben waren im Übrigen mit der Kommunalaufsicht des Landkreises Rosenheim abgestimmt. So war es auch unser Ziel, dem SV Ramerberg und WSV Zellerreit zu helfen, künftig adäquate und zeitgemäße Sportflächen beziehungsweise ein funktionales Vereinsgebäude zu erhalten. Warum mein Nachfolger und die UWR diese Bemühungen nun ohne Not einstampfen und damit die rund 87 000 Euro Steuergelder tatsächlich „in den Sand gesetzt“ sind, verstehen weder die meisten Bürgerinnen und Bürger in Ramerberg, noch der überwiegende Teil des Landkreises.

Es scheint in Ramerberg leider salonfähig geworden zu sein, allen voran bei den UWR-Aktivisten, mit blanken Lügen und Unterstellungen Stimmung zu machen. Zu guter Letzt möchte ich feststellen, dass der Ramerberger Bürgermeister nicht von Dritten beschädigt wird, sondern alleinig der Amtsinhaber mit seinem Verhalten selbst dafür sorgt.“

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