Erneute Auslegung der Bauleitplanung 

Dreht sich das geplante Gewerbegebiet Sendling im Kreis?

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Auf dieser Fläche direkt neben der B15 und mit Blick auf das Kloster Attel soll das Gewerbegebiet Sendling entstehen. 
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Ramerberg - Das geplante Gewerbegebiet an der B15 in Richtung Attel polarisiert. Jetzt wird die "Bauleitplanung Gewerbegebiet Sendling-Mitte" erneut ausgelegt. 

Die Diskussion um die Ausweisung des Gewerbegebiets in Sendling steht immer wieder auf der To-Do-Liste des Gemeinderates Ramerberg. "Wir wollen das Thema rund und vollständig behandeln", lautete die Erklärung von Bürgermeister Georg Gäch auf Nachfrage von wasserburg24.de im Dezember 2017

Dies sei auch aktuell der Grund für eine anstehende Sondersitzung, die wohl noch im ersten Quartal 2018 stattfinden werde. "Es gibt jetzt eine erneute Auslegung für die 'Bauleitplanung Gewerbegebiet Sendling-Mitte', neu aufgezogen wird das Thema aber nicht mehr", versichert Gäch der Redaktion. 

Der Bürgermeister steht voll und ganz hinter dem Bauprojekt. Ein Gewerbegebiet sei "für eine Gemeinde wie Ramerberg mit seinen geringen Gewerbesteuereinnahmen existentiell, will diese auf lange Sicht selbständig bleiben".

Weiter Protest von Bund Naturschutz und Bürgerinitiative

Strikt gegen das Projekt hingegen ist die Ortsgruppe Rott am Inn des Bund Naturschutzes. Vor allem der Standort in Richtung Attel ist den Gewerbegebiet-Gegnern ein Dorn im Auge. In diesem besonderen Landschafts- und Kulturraum sei die Errichtung eines Gewerbegebiets eine Katastrophe, heißt es auf der Internetseite des Bund Naturschutzes Rott am Inn.

"Ob das Verfahren nun neu aufgerollt wird oder nicht - unser Standpunkt bleibt bei einer Ablehnung des Gesamtprojektes an dieser Stelle", stellt Wolfgang Matschke klar. "Unserer Meinung nach könnte das Gewerbegebiet an zumindest einem angebundenen Standort verwirklicht werden, sodass es keiner Ausnahmegenehmigung zum Anbindegebot bedarf." Ob der Bund Naturschutz gegen einen etwaigen neuen Bebauungsplan mitsamt der Stellungnahmen klagen werde sei jedoch noch nicht entschieden.

Die Ortsgruppe kämpft derweil darum, ihr Protesplakat an der B15 wieder aufstellen zu dürfen. Den Ablehnungsbescheid vom Landratsamt Rosenheim sehen die Mitglieder als nicht gerechtfertigt an - zumal entlang der Bundestraße auch anderer Werbeplakate stehen würden, wie Matschke erklärt. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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