Petition gegen Gewerbegebiet Sendling abgelehnt

Kritik am Standort: "Zerstörung von Natur- und Kulturraum" 

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Der Standort nahe dem Kloster Attel wird von Gewerbegebiets-Gegnern kritisch beäugt. 
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Ramerberg - Die Bürgerinitiative und ein betroffener Anlieger forderten in einer Petition das geplante Gewerbegebiet in Sendling nicht an der landschaftlich besonderen Lage am Fuße des Kloster Attel zu realisieren. Der zuständige Ausschuss des Landtags stand dieser Forderung jedoch ablehnend gegenüber. 

Der Petitionsausschuss des Landtags lehnte am 31. Januar die Petitionen der Bürgerinitiative und des Anliegers ab.

Der Sprecher der Bürgerinitiative "Ramerberg ‐ Sendling zum Schutz des Landschaftsraumes Kloster Attel", Jürgen Zott, zeigte sich sehr enttäuscht über den Ausgang: "Hier ist ein wertvoller Natur‐ und Kulturraum akut bedroht. Der geplante Standort befindet sich in besonders exponierter Lage am Ende des Inntrogtales nahe Attel, Attelmündung und dem Naturschutzgebiet Inntal in direkter Sichtachse zum Kulturgut Kloster Attel. Es muss möglich sein, einen weniger den Landschafts‐ und Kulturraum beeinträchtigten Standort zu finden."

Rupert Stäbler, der die Petition eingereicht hat, bemängelt darüber hinaus, dass er als betroffener Anlieger über das Bauvorhaben nicht schriftlich informiert und sehr spät im Verfahren beteiligt wurde. 

Ausnahmegenehmigung in Bezug auf Standort nicht erteilt 

Die Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutz hat in den Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zum Bebauungsplan diesen Standort abgelehnt. Nachdem jedoch ein angebundener Standort im Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde Ramerberg aufgeführt ist, habe eine Ausnahmegenehmigung vom Anbindegebot nicht erstellt werden dürfen

Zudem werde nach Ansicht des BN hier ein Gewerbegebiet geschaffen, das sich bereits im Besitz eines Unternehmers befinde, der auch Gemeinderatsmitglied sei. Das Gewerbegebiet würde letztendlich zur weiteren Landschaftszersiedelung beitragen und somit den wertvollen Natur‐ und Kulturraum unwiederbringlich zerstören

"Bei dieser Entscheidung sieht man, wie ernst Landtagsabgeordnete die Verpflichtung zum Erhalt der Natur‐ und Kulturlandschaft nehmen. Hier wird Natur und Landschaft wirtschaftlichen Gewinninteressen geopfert. Die Tatenlosigkeit zieht sich von kommunalen Entscheidungsträgern bis in den Landtag", kommentiert Richard Mergner, Landesbeauftragter des Bund Naturschutz in Bayern.

Die Debatte um das geplante Gewerbegebiet geht bereits seit Jahren. Bürgermeister Georg Gäch steht seit Anbeginn der Planungen hinter dem Projekt. Gegenwind bekommt er von der Bürgerinitiative. Aktuell stockt das Verfahren. Die "Bauleitplanung Gewerbegebiet Sendling-Mitte" wird erneut ausgelegt. 

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Pressemitteilung Bund Naturschutz in Bayern e.V./mb

Quelle: wasserburg24.de

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