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Gemeinderat

Ramerberger Gemeinderat sucht weiter nach einer Lösung für den Fußballplatz

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Der Fußballplatz in Ramerberg.

Wohin mit dem Fußballplatz? Bürgermeister Reithmeier will diese Frage jetzt gemeinsam mit dem Ramerberger Sportverein klären. Nach Pfingsten soll ein Gespräch mit Sportverein, Regierungsvertreter und Bürgermeister näher zum Ziel führen, so das Gemeindeoberhaupt.

Ramerberg– Das Thema „neuer Fußballplatz“ stand wieder einmal ganz oben auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Ramerberg. Argumente wurden ausgetauscht und Anschuldigungen vorgetragen. Um in der Sprache des Sports zu bleiben: Der Ball wurde hin und her gespielt. Am Ende fiel eine Entscheidung: Nach Pfingsten soll ein gemeinsames Gespräch von Vereinsführung und „einem Vertreter der Regierung“ stattfinden. Den Namen dieses Gesprächsteilnehmers wollte Bürgermeister Reithmeier von den Unabhängigen Wählern Ramerberg (UWR) in der Sitzung nicht nennen. In diesem anvisierten Gespräch soll besprochen werden, was der Sportverein braucht, was er beitragen und wo das Projekt realisiert werden kann.

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In der aktuellen Sitzung erklärte der Bürgermeister: „Die Planungen zum neuen Fußballplatz gehen nur miteinander. Deshalb haben wir heute auch den Vorsitzenden des Ramerberger Sportvereins, Andreas Baumgartner, eingeladen.“ Zudem bestätigte er Unterkatzbach und den bestehenden Platz in Ramerberg als zwei mögliche Alternativen für den künftigen Standort.

In der Ortsmitte habe man inzwischen erreicht, dass die Fußballer auch über 2022 hinaus dort spielen könnten. „Wahrscheinlich für weitere zehn Jahre“, so der Bürgermeister. Weitere Verhandlungen mit Grundstückseignern müssten noch geführt werden. In Unterkatzbach wolle der Grundstückseigner auch für die Umkleidekabinen sorgen. Dann spielte Reithmeier den Ball dem Vorsitzenden des SV Ramerberg zu: „Was braucht ihr denn? Wohin soll der Weg gehen?“

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Baumgartner antwortete: „Wir brauchen eine gleichwertige Alternative zu Zellerreit. Ich will den Sportverein nicht in die Schulden bringen. Ramerberg oder Unterkatzbach? Das kann ich nicht entscheiden, dazu muss ich den Vorstand fragen.“

Petra Hölzle von der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg (NRL/FWG) griff das Stichwort „gleichwertig“ auf und verlas ein Statement für den Standort Zellerreith. „Wir haben in der letzten Sitzung erlebt, wie verzweifelt stichhaltige Argumente gegen den Standort Zellerreit gesucht wurden. Ohne Erfolg. Denn es gibt sie nicht. Stattdessen haben wir jede Menge Märchen gehört“, begann sie ihre Rede.

Die mit 900 bis 1000 Euro bezifferte Pacht, die in Zellereit verlangt würde, zählte sie dazu, genau wie „das Märchen, dass der Standort Unterkatzbach trotz Anbindegebot vielleicht doch eine Chance hätte und sogar einer der Eigentümer das Baumaterial für das Kabinengebäude spendieren würde“. Ihrer Meinung nach wurde ein Detail zu Unterkatzbach verschwiegen: „Die Regierung von Oberbayern kann sich zwar eventuell eine Grünfläche vorstellen, von Bauten war aber nie die Rede, also kein Zaun, keine Bande, geschweige denn eine Flutlichtanlage oder gar ein Kabinengebäude. Und daran wird auch ein Landtagsabgeordneter Stöttner nichts ändern können.“

„Geht es um die eigensüchtigen Interessen, persönlichen Befindlichkeiten und Kränkungen einiger weniger oder geht es um etwas Größeres“, fragte sie und bat eindringlich: „Wir sollten unsere Kräfte bündeln, den Beschluss aufheben und gemeinsam alles daran setzen, eine Frieden stiftende Verkehrslösung für Zellerreit zu finden“.

Zweiter Bürgermeister Magnus Steinmüller (UWR) erinnerte daran, dass man bereits in den 50er und 60er Jahren festgestellt hätte, dass der Standort Zellerreit nicht funktionieren würde. „Die Behörden haben uns ja vorgegeben, Alternativen zu prüfen. Das tun wir. In Zellerreit entstehen Kosten, die nicht abschätzbar sind“, warnte er. Auch der Verein solle sagen, was er braucht und was er zahlen kann.

Konrad Fuchs (NRL/FWG) entgegnete, dass sich die Gemeinde ein Bauleitverfahren für Unterkatzbach nicht leisten könne.

Andreas Ullmann (NRL/FWG) fragte nach dem Grund für die Ablehnung des Standorts Zellerreit. „Überall werde ich angesprochen, viele sprechen von einem ‚Geschenk‘. Keiner versteht, warum das im Gemeinderat von der UWR abgelehnt wurde.“ Reithmeier nannte unter anderem „Einwände der Behörden, Ausgleichsflächen und Vogelschutz sowie massive Kosten“ als Argumente der Ablehnung.

Ullmann bohrte weiter: „Aber Rechtsanwalt und Planer sagten doch, dass das Vorhaben durchführbar ist. Warum wurde dann dagegen abgestimmt?“ Reithmeier antwortete: „Heute geht es um die Alternativen.“

Über die will er nach Pfingsten mit dem Sportverein und dem Vertreter der Regierung sprechen. „Ich sag euch Bescheid,“ kündigte er in Richtung Sportverein an.

Das braucht der Verein

Andreas Baumgartner, Vorsitzender des SV Ramerberg, machte in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch einmal deutlich, dass sein Verein nach wie vor großes Interesse daran hat, künftig zwei große und ein kleines Fußballfeld bespielen zu können. Ferner brauche es Flutlicht, die Möglichkeit für Bandenwerbung, eine verkehrssichere Zufahrt auch für Kinder mit dem Radl und Platz zum Parken für die Autos. „Außerdem brauchen wir Umkleidekabinen mit Duschen“, ergänzt Johann Weiderer, Beauftragter des Vereins für den Sportplatzbau, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ergänzung des Protokolls

Zum Protokoll der April-Sitzung beantragte Petra Hölzle (NRL/FWG) eine Ergänzung. Die Passage „… Nach mehrstündigen Diskussionen zeichnet sich ab, dass eine Mehrheit des Gemeinderats unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen der Träger der öffentlichen Belange eine Fortführung der Bauleitplanung am Standort Zellerreith derzeit ablehnt, obwohl eine Fortführung der Planung aus rechtlicher Sicht möglich wäre

wurde um den Nebensatz erweitert „.. und wenn vom Gemeinderat gewollt, auch Aussicht auf Erfolg hätte.“ Der Gemeinderat genehmigte einstimmig das erweiterte Protokoll.

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