Halbseitige Sperrung der B15 von Juli bis November

Mehr Verkehr zwischen Rott und Vogtareuth: "Werden wir massiv merken"

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Von 1. Juli bis voraussichtlich November ist die B15 bei Rott gesperrt. Hinweisschilder wie hier an der Griesstätter Umgehungsstraße warnen die Autofahrer. 
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Rott/Griesstätt/Vogtareuth/Stephanskirchen - Ab Montag, 1. Juli, müssen die Pendler zwischen Wasserburg und Rosenheim wieder stark sein: Bis November wird die B15 saniert, die Autofahrer umgeleitet.

Die von der Umleitung betroffenen Gemeinden - vor allem Griesstätt, Vogtareuth und Stephanskirchen - rechnen bereits vor der Sperre mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen

Am wenigsten zusetzen wird die Baumaßnahme dieses Mal vermutlich die Gemeinde Rott am Inn, wie Daniel Wendrock vom Rotter Bauamt erklärt: "Die Arbeiten tangieren uns insofern, weil sie in unserem Gemeindegebiet ablaufen. Und natürlich haben wir ein Interesse daran, dass die Bundesstraße saniert wird. So massiv wie im April bei der Komplett-Sperrung der B15 werden wir die Auswirkungen aber nicht zu spüren bekommen, zumal dieses Mal nur einspurig gesperrt wird. Der Verkehr von Rosenheim nach Wasserburg kann wie gewohnt fahren, nur die Gegenrichtung wird über den Inn nach Griesstätt auf die Staatstraße 2079 geleitet." 

Für Rott werde es, im Vergleich zum Frühjahr, als der Verkehr samt Schwerlaster über den Ortskern geleitet wurde, ab Juli wohl "nicht so dramatisch". Lediglich der lange Zeitraum bis November gibt Wendrock zu denken: "Das bringt sicher über die Monate hinweg eine gewisse Mehrbelastung mit sich." 

"Profitieren von Straßensanierungen" 

Von Rott wird der Verkehr über die Innbrücke nach Griesstätt geleitet. Bürgermeister Robert Aßmus ist heilfroh um die Umgehungsstraße, die den Verkehr abfängt und weiter nach Rosenheim auf die Staatstraße 2079 führt. "Freilich bringt die Baumaßnahme auf der B15 ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für uns mit sich. Gerade Holzhausen wird wie im Frühjahr auch wieder stark belastet, wenn die Laster sich durch die engen Kurven des Weilers schlängeln müssen." Aßmus als ehemaliger Lastwagenfahrer weiß wovon er spricht. 

"Unannehmlichkeiten müssen in Kauf genommen werden - letztlich profitieren wir ja alle von Straßensanierungen", resümiert Aßmus. Abschließend appelliert er noch an die Vernunft der Autofahrer: "Ich hoffe, dass sich gerade die Ortskundigen keine Schleichwegerl suchen - denn da wird es oft eng mit Begegnungsverkehr und dann schimpfen die Landwirte wieder." 

"Schwerlastverkehr am belastendsten" 

Auch Rudolf Leitmannstetter, Bürgermeister der Gemeinde Vogtareuth sieht die Gefahr der "Schleichwegerl-Fahrer", ist sich aber auch bewusst, dass Vogtareuth mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rechnen müsse: "Die Umleitung über die Ostspange in Richtung Schlossberg werden wir ganz massiv merken. Da ist Vorsicht geboten beim Abbiegen und Einfädeln auf die Umgehungsstraße. Am belastendsten - gerade für die Ortsteile - ist immer der Schwerlastverkehr.

In Straßöd und Aign beispielsweise werden die Auto- und Lkwfahrer, so mahnt der Vogtareuther Bürgermeister, in dieser Zeit wieder mit Blitzkontrollen rechnen müssen. 

Allgemein nehme der Verkehr auf den Straßen immer mehr zu, da müsse man künftig regelmäßig mit Sanierungsarbeiten rechnen. "Am Ende kommt eine Verbesserung für alle dabei raus. Es hilft nix, da müssen wir jetzt durch", so der Bürgermeister abschließend. 

Die Ausläufe der Umleitung zu spüren bekommt am Rosenheimer Ortsrand vermutlich Stephanskirchen. Am Schlossberg staut es sich auch ohne Umleitung regelmäßig im Berufsverkehr und zu Stoßzeiten. Stephanskirchens Bürgermeister Rainer Auer konnte für eine Einschätzung der Situation vorab jedoch nicht erreicht werden.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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