"Unendliche Geschichte" ärgert Rotter Bürgermeister

Discounter-Pläne Meiling: Warum geht seit Jahren nichts voran? 

+
Dass seit Jahren in punkto Discounter-Pläne Meiling-Süd nichts voran geht, ärgert Rotts Bürgermeister Marinus Schaber. 
  • schließen

Rott - Die "unendlichte Geschichte" der Planungen um eine Discounter-Errichtung in Meiling-Süd findet nach wie vor kein Ende. Warum sich die Debatte über Jahre hinweg zieht und wie es weitergeht, erklärt Bürgermeister Marinus Schaber.

"Es gibt zwei Lager: Den Gemeinderat und den Investor - und wir bringen es einfach nicht fertig, die Diskussion und eine Lösung auf eine Linie zu bringen. Die Unterschiede in den jeweiligen Standpunkten sind so groß, dass es schwierig ist, einen Konsens zu finden", erklärt Schaber auf Nachfrage von wasserburg24.de, warum in punkto Discounter-Pläne keine Fortschritte zu sehen sind. 

Von "08/15-Bau" bis Tiefgaragen-Debatte 

Zuletzt fand ein Workshop mit dem Architekturbüro und den Fraktionssprechern aus Rott statt. Ziel der Gesprächsrunde war es, einen Entwurf aufzusetzen, der alle unterschiedlichen Interessen berücksichtigen sollte - jedoch verlief das Ganze ohne Erfolg, eine endgültige Entscheidung konnte bei dem Termin im Juli nicht getroffen werden

Alles begann damit, dass die Gemeinde keinen, wie Schaber betont, "08/15-Bau" haben wollte. "Dann kam die Debatte um die Verbindung Gewerbe und Wohnen, im ersten Stock soll Wohnraum entstehen. Anschließend stand die Idee im Raum, das zweite Stockwerk zu Mansardenwohnungen auszubauen. Plötzlich bremsten die Tiefgaragen, die aus Gründen des Flächenverbrauchs eingearbeitet wurden, die gesamten Planungen wieder aus", schilderte Schaber kurz und knapp die Eckpunkte der Diskussion in Meiling-Süd. 

Die fragliche Fläche in Meiling-Süd bleibe jedoch "so oder so" nicht unbebaut. Wie Schaber weiter erläutert, sei der Wohnungsbedarf in Rott vorhanden. "Wir brauchen das Gebiet zur Erschließung." 

Schaber: "Seit acht Jahren drehen wir uns im Kreis" 

Darum ist die Rotter Junge Union gegen die Discounter-Pläne

"Bei der ganzen Abwägung von Für und Wider ist ein Vierteljahr schneller rum als man glaubt - das kostet Zeit und Kraft." Ein weiteres Problem, das Schaber hat, sind die Nachfragen der Bürger: "Auch wenn intern geplant und debattiert wird, das sieht der Bürger nach außen hin nicht - und wundert sich zu Recht, warum eine Entscheidung so lange vertagt wird." Auf der Bürgerversammlung am 9. November 2017 kam auch das Dauerthema Discounter einmal mehr auf den Tisch.

Bürgermeister Schaber ärgere es daher, dass seit Jahren nichts vorwärts geht. Er habe nun die Gemeinderatssitzung im Oktober 2018 als Deadline gesetzt, in der sich eine Entscheidung abzeichnen soll. "Seit acht Jahren drehen wir uns im Kreis. Der Ball wird immer nur hin und her gespielt. Es muss jetzt Schluss sein", sagt er energisch. "In der diesjährigen Bürgerversammlung im November möchte ich konkrete Ergebnisse vorlegen können. Es wäre furchtbar schade, wenn man nach so langer Zeit die Planungen ruhen lassen müsste, weil man schlicht und ergreifend zu keiner Einigung kommt." 

Und: "Ich möchte diese 'unendliche Geschichte' bis zum Ende meiner Amtszeit im Jahre 2020 zum Abschluss bringen." 

mb

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: Rott

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT