Schonstetter verwirklicht Traum vom eigenen Hofladen 

Warum regional besser ist als global: "Finkennest" eröffnet im Februar 

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Simon Fink hat das "Finkennest" ins Leben gerufen. Anfang Februar ist die Eröffnung des neuen Hofladens ins Schonstett. 
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Schonstett - Ein paar Stellschrauben hier festdrehen, letzte Regale dort füllen - in Zillham wird derzeit fleißig gearbeitet. Der Grund: Die Eröffnung des Hofladens "Finkennest" Anfang Februar, das Familie, Bio und Regionalität vereint. 

Knapp 13 Monate liegen hinter den Bauarbeiten im kleinen Zillham im Gemeindegebiet von Schonstett. Nun ist es bald so weit: Die offizielle Einweihungsfeier des "Finkennests" steht vor der Tür. Am Sonntag, 3. Februar 2019, startet der neue Hofladen von Simon Fink seinen Betrieb. 

Darauf kann der 26-Jährige Simon Fink stolz sein. "Die Hauptkernprodukte werden Getreide und Mehl von unserem Hof sein - eben alles was wir selbst erzeugen", erklärt der junge Inhaber seine Philosophie, die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Bio-Produkten an einem Ort darstellt. Ein Hofcafé soll der Laden ebenso beinhalten wie regelmäßig stattfindende Veranstaltungen und Seminare. Biologie, Ökologie und Nachhaltigkeit lauten die Stichworte, die bei Simon Fink groß geschrieben werden. 

Die Ölmühle aus Garting bei Schnaitee aus dem Nachbarlandkreis Traunstein ist beispielsweise ein regionaler Lieferant des künftigen "Finkennests". Irmi Lamprecht, die die Ölmühle gemeinsam mit ihrem Mann betreibt, hat im Sommer 2018 ihre Kochkünste bei der BR-Sendung "Landfrauenküche" unter Beweis gestellt. 

Die Geschichte hinter dem "Finkennest": Von den Tieren zum Getreide

Simon Finks Großeltern bewirtschafteten damals den Riedlhof in Zillham. 1988 übernahm der Vater und aktuelle Bürgermeister von Schonstett, Josef Fink, den Betrieb. Er entschied sich mit der Viehwirtschaft aufzuhören und sich auf den Anbau von Speisegetreide zu spezialisieren. Damit legte er den Grundstein für die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung

Simon Fink führt den landwirtschaftlichen Betrieb nun in der dritten Generation weiter - was in der heutigen Zeiten der Billig-Lebensmittelindustrie und andauernden Preiskämpfen eine Herausforderung darstellt. Doch der 26-Jährige stellte sich gezielt gegen das System der Großkonzerne: "Mein Ziel ist es, unser gesamtes selbst erzeugtes Bio-Getreide direkt auf unserem Hof zu verarbeiten und an den Endkunden zu vermarkten. Der einzige Weg langfristig als kleiner Landwirt zu überleben ist der Weg in die Direktvermarktung", ist der junge Betreiber des "Finkennests" überzeugt.

Erfahrungen hat der 26-Jährige bisher fleißig gesammelt - im In- wie im Ausland: Als ausgebildeter Koch und staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt bringt er seine langjährige Berufserfahrung mit. Im Sommer 2018 konnte Simon Fink bei der Festwoche des "SV Schonstett" zu dessen 60-jährigen Bestehens sein Können als Festwirt unter Beweis stellen. 

Das Programm zur Eröffnung am 3. Februar im Überblick:  

  • Offizieller Beginn: 9.30 Uhr
  • Eröffnungsrede: 10.30 Uhr
  • Kirchliche Segnung durch Pfarrer Josef Reindl um 11.30 Uhr
  • Mittagstisch, Kaffee- und Kuchen
  • Etwa ab 14.30 Uhr: Schäfflertanz der Wasserburger Schäffler
  • Ende gegen 18 Uhr

Bei der Eröffnung wird es freilich vielfältige kulinarische Schmankerl geben: Vom Hirschedelgulasch über die Dampfnudeln bis hin zu einer fünf Meter langen Brottheke als besondere Attraktion. Simon Fink freut sich über alle, die mit ihm gemeinsam den neuen Hofladen in Schonstett einweihen möchten. Tischreservierungen für die Eröffnungsfeier sind per E-Mail unter reservierung@finkennest-zillham.com möglich. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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