Richtfest beim "Finkennest" in Zilham

"Einziger Weg, als kleiner Landwirt zu überleben"

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Richtfest beim "Finkennest" in Zillham. Simon Fink als stolzer Bauherr freut sich auf die nächsten Wochen Bauzeit. 
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Schonstett - Das "Finkennest" in Zillham, das Familie, Bio und Regionalität vereinen soll, nimmt Gestalt an. Nach vier Monaten Bauzeit feierten die Firstbaumdiebe sowie die beteiligten Firmen gemeinsam mit Bauherr Simon Fink die Fertigstellung des Rohbaus. 

"Der Tiefbau gestaltete sich schwieriger als gedacht", erklärte der junge Bauherr Simon Fink beim Richtfest am vergangenen Freitag. "Nicht nur der schlechte Untergrund, sondern auch Schnee, Kälte, Wind und Regen erschwerten die Arbeiten in den Wintermonaten." Doch die Baufirma Sebastian Riedl-Bau aus Eggstätt habe laut dem 25-Jährigen Junggastronom auch diese Herausforderung gemeistert.

Damit das "Finkennest" einen festen und sicheren Stand besitzt, wurden stabile Äste in Form von elf Betonsäulen geschaffen. Die Säulen ragen bis zu sieben Meter tief in den Boden und verankern das Gebäude im Boden. Auf dem massiven Grundstock wurde anschließend das Mauerwerk errichtet. Es folgten der Dachstuhl sowie das angrenzende Getreidelager durch die Zimmerei Simon Osterloher.

Der Rohbau in Zillham. 

"Das 'Finkennest' ist ein Pionierprojekt, dass es so in seiner Form noch nicht gibt", erzählte Ideenstifter und Initiator Simon Fink, der damit den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb erhalten und weiterführen möchte. "Der einzige Weg langfristig als kleiner Landwirt zu überleben ist der Weg in die Direktvermarktung", so die Meinung des Bauherrn.

100 Prozent biologisch und ökologisch

Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung an einem Ort - Das ist der Grundleitsatz des neu entstehenden "Finkennests". Ab dem Frühjahr 2019 haben die Bürger die Möglichkeit Mehl und Brot direkt an dem Ort zu kaufen wo das Getreide wächst und gedeiht. Simon Fink hat sich dafür auf den Anbau auf alte vergessene Urgetreidesorten wie beispielsweise Einkorn und Emmer spezialisiert.

Urgetreidesorten wie Einkorn und Emmer haben es dem Junggastronom besonders angetan. 

Kuchen und Torten aus der eigenen Konditorei, Café- und Frühstücksspezialitäten sowie herzhafte Brotzeiten auf der großen Sonnenterrasse - alles zu 100 Prozent biologisch und ökologisch. Das Finkennest steht in einer ruhigen und etwas abgelegenen Lage zwischen blühenden Getreidefeldern

Die Nähe zur Natur ist dem Junglandwirt sehr wichtig. Aus diesem Grund ist es für ihn als zukünftigen Unternehmer das oberste Ziel die Umgebung und die Landschaft nachhaltig zu erhalten und zu schützen. "Auch unsere Kinder sollen dieses schöne Fleckchen Erde genauso genießen dürfen wie wir", so Finks Philosipie. Künftig soll das "Finkennest" zudem Familien- und Firmenfeiern sowie für erfolgreiche Seminare und Tagungen zur Verfügung stehen. 

Bis zur Eröffnung gibt es aber noch eine Menge zu tun, die Bauphase befindet sich bereits in der nächsten Runde. Elektriker und Heizungsbauer haben bereits mit dem Innenausbau begonnen. Der zukünftige Wirt freut sich schon jetzt auf die Eröffnung und viele Gäste aus Nah und Fern, die das Konzept "Finkennest" unterstützen.

mb/Fink

Quelle: wasserburg24.de

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