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Vereine

Spaß haben und Gutes tun: Die „Soyener Strickdamen“ klappern auch im Sommer mit den Nadeln

Gutgelaunte Truppe: Maria Rummel (links) mit ihren „Soyener Strickdamen“ und einigen gestrickten Blüten am Strauch.
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Gutgelaunte Truppe: Maria Rummel (links) mit ihren „Soyener Strickdamen“ und einigen gestrickten Blüten am Strauch.

Rechte Masche, linke Masche, eine fallen lassen... Strickarbeiten gehen den 14 Soyener Strickdamen locker von der Hand. Das machen sie quasi nebenbei, wenn sie sich einmal im Monat im Pfarrzentrum für 2 Stunden zum gemeinsamen Handarbeiten treffen. Und ganz nebenbei tun sie dabei auch viel Gutes.

Soyen – „Endlich geht das wieder“, freut sich Maria Rummel, Initiatorin diese rührigen Runde. Lange konnten die Stricknadeln wegen Corona nur im stillen Kämmerlein zuhause klappern – jetzt sind wieder Treffen mit der kompletten Runde erlaubt. Schließlich will die die engagierte Gruppe, zu der die unterschiedlichsten Charaktere zählen, nicht nur handarbeiten, sondern auch planen, besprechen und natürlich ausgiebig ratschen.

Passt! Veronika Pesch (links) ist zufrieden. Der Strickpulli sitzt an Hedi Läng perfekt.

„Wenn aus Hobby Hilfe wird“

Sie haben viel vor. „Wenn aus Hobby Hilfe wird“, lautet ihr Slogan, der die Idee der „Soyener Strickdamen“ am besten beschreibt. Eine intakte und liebenswerte Gruppe, die im Laufe der Jahre viel geleistet hat. Trotz der Corona-Einschränkungen war es ihnen möglich, Weihnachten 2020 Spenden im Wert von 3.000 Euro zu verteilen. Ausgewählt wurden die „Wasserburger Tafel“, der „Wasserburger Wunschbaum“ und die Osteuropahilfe. Auch das Schicksal von Sandro aus Schonstett und die Flüchtlingssituation auf der Insel Lesbos bewegte die „Soyener Strickdamen“ und wurden spontan unterstützt.

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Acht Jahre treffen sich die Damen nun schon. Maria Rummel hatte die Idee dazu. Sie wollte mit der Gründung der „Soyener Strickdamen“ eigentlich nur ein paar Menschen zusammenführen, um in einer netten Gruppe gemeinsam zu handarbeiten. So der Plan. Durch den Kontakt mit Andreas Bauer, Vorstand des Vereins „Begegnungen mit Menschen“ erweckte ein Schulprojekt in Jantarkham, das in den Bergen Nepals entstehen sollte, gleich zu Beginn großes Interesse bei den Damen. Sie gingen ans Werk, strickten und häkelten Mützen und Socken.

„Mit dem für damalige Verhältnisse noch sehr hochgesteckten Ziel, 100 Teile an die Kinder dieses Ortes zu schicken“, erinnert sich Rummel. Der Plan ging auf: Verwertbares Material war genügend da, zumal ein Aufruf um Spende von Wolle, über die Gemeindegrenzen hinaus Gehör fand. „Das war ein toller Erfolg“, so das Fazit der Damen, der sie dazu antrieb auch künftig nach Herzenslust zu stricken und zu häkeln, um ab sofort diese liebevoll gefertigten Handarbeiten bei verschiedenen Gelegenheiten zu verkaufen und den Reinerlös an soziale Einrichtungen zu spenden.

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Mit ihren Strickwaren sind sie im gesamten Wasserburger Land und wauch darüber hinaus inzwischen bekannt wie ein bunter Hund. (Fast) jede Möglichkeit, ihre Handarbeiten zu präsentieren, nehmen die Strickdamen gerne wahr. Absolutes Highlight war bisher immer ein Thementag am Bauernhausmuseum in Amerang, an dem sie für einen Tag lang den „Bernöder Hof“ für Präsentation und Verkauf nutzen konnten.

Eigens organisierte Ausstellungen zu Ostern und im Advent im Tennisheim des TSV Soyen waren immer sehr gut besucht und brachten stets Anerkennung und großen Erfolg. Gern gesehen sind die Handarbeiten auch am „Wasserburger Bauernmarkt“ oder im „Laden im Thal“. Dort stellen einige der „Strickdamen“ ihre Fähigkeiten als „Standlfrauen“ gerne unter Beweis. Dankbar angenommen wird die Möglichkeit, ein ständig wechselndes Angebot an Stricksachen im „Soyener Dorfladen“ präsentieren zu können.

Größtes Modell war bisher eine Eiche

Immer wieder überraschen die „Soyener Strickdamen“ ihre Anhänger aber auch mit ganz speziellen Ideen. Das größte Modell für ihre Strickkunst war eine große Eiche, die von den Strickdamen zur „1200-Jahrfeier“ der Gemeinde Soyen ein buntes Strickkleid erhielt. In diesem Jahr schmückten sie zum 1. Mai zur Freude vieler Einwohner Soyens einige Bereiche mit kunterbunten Fantasieblumen, genähten Hunden, Katzen und Eulen. Und mit Sicherheit werden das heuer nicht die einzigen Werke bleiben, verspricht Rummel.

Sockenwolle ist Mangelware

Sockenwolle ist derzeit Mangelware bei den „Soyener Strickdamen“. Um für die bevorstehenden Ausstellungen wieder gut gerüstet zu sein, brauchen die fleißigen Damen noch mehr Material. Wer Sockenwolle spenden möchte oder mehr über die „Soyener Strickdamen“ wissen will, kann sich an Maria Rummel, Telefon 0 80 71/9 22 54 14, wenden.

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