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Nach 800 Kilometern munter ins Ziel

OVB
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Nach 800 Kilometern am Ziel: Die "Heidjer" aus Betzendorf laufen in Soyen ein.

Soyen - Manche legen diese Strecke mit dem Flugzeug zurück, manche bevorzugen dafür das Auto oder den Zug. Und manchmal gibt es Menschen, die eine Strecke von 800 Kilometern freiwillig zu Fuß zurücklegen.

So geschehen in der letzten Woche "von der Lopau an den Inn", sprich von Betzenstein in der Lüneburger Heide bis zum oberbayerischen Soyen.

Am Samstag gegen Mittag war es nun so weit: Das Ziel Soyen, Marienberg, war erreicht. Hier wohnt die Familie Heidenecker, die mit den Betzendorfern durch das "Jagern" und das dazugehörige Jagdhornblasen seit 1982 verbunden ist. Nach einer Pause ging es in die letzte "Soyener Etappe" zum offiziellen Empfang und Zieleinlauf beim Jubiläum des TSV (siehe Bericht oben) um 18 Uhr.

Vom Regen kalt erwischt, aber dafür heiß erwartet, wurden die unerschütterlichen, zähen und bewundernswerten - aber auch irgendwie ein bisschen verrückten - 800-Kilometer-Läufer aus Betzendorf. Betreuer Werner Rumpf und seine Fußball-D-Jugend eskortierten die wackeren Helden ab "Weiher" zum Soyener Festplatz. Dort empfing der TSV seine Gäste aus dem hohen Norden mit Begrüßungsböllern, im Zelt ging es dann im Trockenen weiter. Freudig begrüßt wurden sie von Vereinsvorstand Peter Müller sowie Soyens Bürgermeister Karl Fischberger, welcher einen süßen Empfang mit exquisiter Schokolade in Soyener Bechern vorbereitet hatte, denn "ihr seid's ja alle schlank". Betzensteins Sportvorstand Uli Brockhöft bedankte sich im Gegenzug mit gelben Vereins-T-Shirts vom "TuS Hertha Betzendorf" sowie mit gelben Bällen für die Kinder. Gerne würde er die Soyener Freunde mit den T-Shirts in Betzendorf begrüßen dürfen, wünschte er sich. Ansonsten wolle man nun den Abend mit den Freunden ausgiebig feiern. Ob den Betzendorfer Läufern dabei nun tatsächlich "eine Mass Bier vollkommen gereicht" hat, wie am Start des Laufes vermutet, ist nicht überliefert. Sicher ist: beim Feiern bewiesen die Gäste ähnlich viel Ausdauer wie beim Laufen.

Aus der einst bierseeligen Idee war in mehr als zwei Jahren das große Projekt unter der Planung und Organisation von Rainer Steffens gereift. Mit acht Läufern, zwei Ersatzläufern und acht Leuten für Verpflegung und Organisation war die Gruppe gut ausgerüstet gestartet, Betzensteins Bürgermeister hatte das Startzeichen für Starläuferin Katrin Cramm am Mittwoch um 6 Uhr gegeben. Die Läufer wechselten sich bei dem Tag und Nacht durchgehenden Staffellauf ab, das macht pro Nase beziehungsweise Beinpaar etwa 100 Kilometer in dieser Zeit. Mit den hohen Temperaturen der ersten Tage hatte das Team kein Problem, berichtet Georg Heidenecker, Ex-Soyener und Marathonläufer. Erstaunlich für die Zuschauer: alle Beteiligten waren noch frisch und munter bei der Ankunft.

mbe/Wasserburger Zeitung

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