"Mit dem Rückwärtsgang nach vorn": Premiere im März 2020 

Soyener Jungregisseur Schindler stolz: "Mit 100 Prozent bei der Sache" 

+
Sebastian Schindler aus Soyen (rechts) führt Regie bei der neuen Provinzkomödie "Mit dem Rückwärtsgang nach vorn". 
  • schließen

Soyen - War in den 80er-Jahren wirklich alles besser? Der Frage geht Jungregisseur Sebastian Schindler in seinem neuen Film "Mit dem Rückwärtsgang nach vorn" auf den Grund - eine Provinzkomödie gedreht und produziert im Altlandkreis von Wasserburg. Aktuell läuft die Postproduktion. 

"Mit dem Rückwärtsgang nach vorn" - so lautet der Titel der Komödie, die der 23-jährige Soyener mit seinem kleinen Filmteam, das sich aus dem Kreativ-Team von "Skyeye Pictures" und der Multimedia-Produktion "Schnoifabrik" sowie der FH Salzburg zusammensetzt, auf die Beine gestellt hat. 

Vom 20. August bis 12. September wurde gedreht. Die Drehorte befinden sich verstreut im gesamten Altlandkreis von Wasserburg am Inn: Der Hauptdrehort war Kirchreit bei Soyen, bei dem Kabarettist Wolfgang Krebs als Ministerpräsident Markus Söder seine Rolle verkörperte. Auch das Attelthal, ein Haus in der Gemeinde Albaching, Wirtshauszenen im Gasthaus Bichler in Zellereit oder der Friedlsee bei Amerang wurden zum Schauplatz des Geschehens von Schindlers Drehbuch. 

"Stehen alle noch am Anfang" 

Musste Schindler Dreh und Produktion seines ersten Films noch mit einem niedrigen vierstelligen Mini-Budget stemmen, so kann er beim zweiten Film auf die Unterstützung von Hauptsponsor Flötzinger Brauerei zählen. Auch Auto Eder, die Firma Zosseder und das OVB Medienhaus zählen zu den Sponsoren des Films. 

Mit seinem neuen Film möchte Schindler an den Erfolg der ersten Komödie "Ein Dorf steht Kopf" anknüpfen. Für die Produktion von "Mit dem Rückwärtsgang nach vorn" hat der Soyener mitunter namhafte bayerische Schauspieler wie Uli Bauer, Corinna Binzer und Sepp Schauer, Hans Schuler oder Tom Kreß ins Boot holt. Auch das Comedy-Duo "Steckerlfisch und Schlagsahne" ist wieder mit von der Partie - dieses Mal als Hüter des Gesetzes. 

Sebastian Schindler (23) aus Soyen. 

Die Szenen waren in nur drei Wochen im Kasten, Schindler und sein Team stecken nun mitten in der Postproduktion, zwei Leute arbeiten parallel am Schnitt. Die nächsten Schritte: Audiodesign, Filmvertonung und Colour-Grading. 

"Die Drehtage vergingen flott", erinnert sich Schindler. Was ihn besonders freut: "Alle sind mit 100 Prozent bei der Sache. Wir sind ein Team aus jungen Leuten, das voll motiviert an die Sache herangeht. Wir stehen alle noch am Anfang im Filmgeschäft und versuchen das Beste rauszuholen und hoffen, dass unsere Produktion am Ende den Leuten gefällt." 

Shooting für das Filmplakat

Ende November hatte das Filmteam im Druckzentrum des OVB Medienhauses ein Shooting für das künftige Filmplakat. "Das war schön, alle wieder zu sehen - wir sind zu einer kleinen (Film)-Familie geworden", erzählt der Soyener lachend. "Freilich sind wir ständig in Kontakt über Mail oder die sozialen Medien - aber der persönliche Kontakt ist doch ganz was Besonderes. Hier hat man Zeit zum Austauch." 

Das Titelplakat soll Schindler zufolge zu Weihnachten erscheinen - "quasi als Zuckerl und Vorfreude auf die Premiere". Diese sei angesetzt für den 31. März 2020 in Marias Kino in Bad Endorf. "Wir haben ein kleines Kartenkontingent für die Allgemeinheit zu vergeben - auch wenn die Premiere natürlich in erster Linie für die Mitwirkenden ist", verrät Schindler schmunzelnd. 

Shooting zum Filmplakat im Druckzentrum des OVB Medienhauses 

Nach der Premiere geht das Filmteam auf Tour: Neben weiteren Stationen in der Region steuert der junge Regisseur aus Soyen unter anderem auch München und Salzburg an. 

"Z'ruck in de 80er ..."

Der Inhalt von Schindlers neuem Film dreht sich um Bürgermeister Georg Moosbauer, der mit Händen und Füßen versucht, sein kleines Dorf Oberstraßkirchen vor den Gräueln des 21. Jahrhunderts, die in seinen Augen aus modernem Irrsinn wie Social Media und Internethysterie besteht, zu bewahren. 

Als der Bürgermeister mit Entsetzen feststellen muss, dass man sogar die übliche Kirchenkollekte nicht mehr mit Bargeld sondern nur noch per Karte und App bezahlen kann platzt ihm die Hutschnur und er beschließt mit seiner Gemeinde seinen persönlichen 'Brexit' aus der modernen Welt: Er will zurück in die unkomplizierten 1980er Jahre

Während sich die älteren Einwohner des Dorfes mit der Idee schnell anfreunden und ihrer Jugendzeit entgegensehnen, versteht die heutige Dorfjugend die Welt nicht mehr und versucht zu verhindern, was zu verhindern ist. Ein vorprogrammiertes Schlamassel nimmt seinen Lauf ... 

mb

Quelle: wasserburg24.de

Zurück zur Übersicht: Soyen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT