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EINES DER BELIEBTESTEN EVENTS

Walpurgisnacht in Wasserburg: Führung muss ausfallen, Geschichten gibt es als Buch

Richterturm der Burg – ehemaliger Ort der Gerichtsbarkeit -
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Richterturm der Burg – ehemaliger Ort der Gerichtsbarkeit -

Sie ist eine der beliebtesten Stadtführungen in Wasserburg: Bis zu 50 Gäste nehmen am Gang zur Walpurgisnacht teil. Heuer fällt das Event zum 2. Mal aus. Doch was Ilona Picha-Höberth und Irene Kristen-Deliano erzählen, haben sie in der Corona-Pause aufgeschrieben – im Buch „Wasserburg mit anderen Augen sehen“.

Wasserburg – Seit zehn Jahren führen die beiden Autorinnen zu verschiedenen Themen durch die Straßen und Gassen der Altstadt. Zu Walpurgis erzählen sie nicht nur von den mythologischen Hintergründen dieser besonderen Nacht, in der der Sage nach die Hexen ihr Unwesen treiben, sie beschreiben darüber hinaus auch die Rolle der Frau im Lauf der Geschichte und Frauenbilder in der Historie Wasserburgs.

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Dabei führen sie zu den Plätzen in der Altstadt, in der die Geschichte heute noch sichtbar wird: Von der Burg und dem Rathaus mit der dazugehörigen Keuche und dem Pranger als Orte der Gerichtsbarkeit bis hin zur Frauenkirche, dem oft einzigen Ort der Zuflucht und des Trostes bei allen weiblichen Kümmernissen.

Mittelalterliche Weltvorstellungen und Aberglauben

Sie erinnern in ihren Vorträgen an die Enge gesellschaftlicher Vorstellungen und Normen. Am Beispiel von Votivtafeln, Hauszeichen und okkulten Symbolen berichten sie von mittelalterlichen Weltvorstellungen und altem Volksglauben.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Pranger am Wasserburger Rathaus - nach einer Zeichnung von Gerhard Höberth

In historischen Betrachtungen und spannenden Erzählungen verknüpfen die Stadtführerinnen Geschichte und Geschichten ineinander und lassen dabei vergangene Schicksale zu anschaulichen Beispielen für das Leben früherer Generationen werden.

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Für all jene, die die außergewöhnlichen Erzählführungen in Wasserburg vermissen, haben die beiden Autorinnen die Coronapause genutzt, um ein Buch zu schreiben: „Wasserburg mit anderen Augen sehen – Geschichte webt sich in Geschichten“ . Neben Irene Kristen-Delianos stadtgeschichtlichen Schilderungen, widmet Ilona Picha-Höberth darin unter anderem zwei Kapitel den Themen „Hexenprozesse in Bayern“ und „Schutz- und Abwehrzauber“.

Das „Fuxerl“ erzählt von einem tragischen Frauenschicksal im historischen Wasserburg.

Viele ihrer märchenhaften Geschichten, wie „Das Fuxerl“, welche vom tragischen Schicksal einer jungen Frau zur Zeit der Hexenverfolgung berichtet, und dem „Breverl“, einer Erzählung über die Zeit des Ersten Weltkriegs in Wasserburg, thematisieren die Macht von Volks- und Aberglauben vergangener Zeiten.

Wasserburg mit anderen Augen sehen – Geschichte webt sich in Geschichten“, Ilona Picha-Höberth – Irene Kristen-Deliano, 72 Zeichnungen von Gerhard Höberth, 24.80 Euro, erschienen im CreAstro Verlag Wasserburg, ISBN 9783939 078166

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