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Beschwerde beim Kultusminister

Faschingsferien gestrichen: Schülerin Josephine Falk appelliert an Piazolo

Josephine Falk mag die Schule, doch ihre Faschingsferien sind ihr heilig.
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Josephine Falk mag die Schule, doch ihre Faschingsferien sind ihr heilig.

„Ich bin immer noch sauer“, sagt Josephine Falk aus Wasserburg. Ihrer Stimme ist anzuhören, wie empört sie darüber ist, dass heuer die Faschingsferien gestrichen wurden. Die Achtjährige hat deshalb an Kultusminister Michael Piazolo geschrieben.

Wasserburg – „Wo kann ich mich beschweren?“, hat Josephine, die in die Klasse 2G der Grundschule Am Gries geht, ihre Mama gefragt, als sie von den gestrichenen Faschingsferien erfuhr. Die Mutter suchte die Adresse des Kultusministeriums heraus, die Tochter machte sich sofort ans Schreiben. Nur eine Viertelstunde später war sie schon mit dem Brief unterwegs zum Postkasten.

Josephine findet: „Die Erwachsenen entscheiden, wir Kinder werden nicht gefragt. Dabei haben wir doch auch Rechte.“ Ein Jugendparlament müsste her, schlägt sie vor, „da würde ich mitmachen“.

Den Kultusminister kennt Josephine nur aus dem Fernsehen, doch sie weiß bereits, „dass der die Regeln für die Schulen macht“. Die Zweitklässlerin hofft jetzt, dass Piazolo auf ihren Brief antwortet – „obwohl ich weiß, dass der viel mehr als ich um die Ohren hat“.

Ob der Kultusminister auf ihren Brief antworten wird? Josephine Falk hofft es.

Corona-Alltag ohne Freunde belastet Schülerin

Wobei: Auch Josephine hat viel zu tun. Homeschooling ist anstrengender als Präsenzunterricht, berichtet sie. Josephine kommt zwar gut zurecht mit dem Online-Lernen: „Das klappt echt gut.“ Die Lehrerinnen und Lehrer an der Grundschule sind sehr engagiert, ergänzt ihre Mutter.

Doch der Tochter fehlen die Freundinnen und Freunde, die Angebote der Ganztagsklasse am Nachmittag. Derzeit darf sie nur eine Freundin treffen, die Ida – meistens nur draußen. Deshalb empfindet sie ihren Corona-Alltag oft als etwas öde: „Nur Schule, Schule, Schule – und jetzt sogar in den Ferien, nur damit die Lehrer ihren Stoff durchkriegen“, ärgert sie sich.

Die Achtjährige hört viel „Radio Mikro“ im BR – hat hier schon erste Medienerfahrungen gesammelt. Deshalb hat sie sich auch getraut, bei der Zeitung anzurufen und zu berichten, dass sie an den Minister geschrieben hat.“ Jetzt möchte ich nur noch mal ins Fernsehen“, sagt die toughe Grundschülerin.

Nach der Pandemie sofort ins Badria

Ihr größter Wunsch, dass die Faschingsferien doch nicht gestirchen werden, wird sich jedoch nicht erfüllen. Wäre nicht Corona, würde sie die freie Woche nutzen, um Ausflüge zu unternehmen. Und sich verkleiden – so wie 2020, als sie als Hund durch den Fasching tobte. „Allein macht das heuer keinen Spaß“, erklärt sie, warum sie keine neue Verkleidung aussuchen wird.

Wenn die Pandemie endlich vorbei ist, geht es zuerst zum Schwimmen ins Badria, erzählt Josephine. „Dann besuche ich meine Oma, treffe mich mit allen Freunden, gehe ins Kino und fahren in den Wildpark Oberreith.“

Angst vor einer Ansteckung hat sie nicht. „Meine Eltern sind ganz vorsichtig und ich weiß ja, es gibt einen Impfstoff“, berichtet die junge Wasserburgerin. „Hoffentlich ist Corona bald vorbei, die Maske stört mich doch sehr. Und so viel allein spielen, das macht auch keinen Spaß.“

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