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Hilfsaktion für kroatische Erdbebenopfer: „Über 300 Feuerwehren beteiligt“

Bayerische Helfer im erdbebengebeutelten Kroatien
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Hilfe vor Ort, wo sie gebraucht wird: Die bayerischen Helfer im erdbebengebeutelten Kroatien, darunter Josip Zilic (Zweiter von rechts).

Eine besondere Hilfsaktion der Bayerischen Feuerwehren ereignete sich am Anfang des Jahres. 40 bis 50 Tonnen an Spenden kamen insgesamt zusammen und nach Kroatien transportiert. Insgesamt beteiligten sich rund 300 Feuerwehren aus ganz Bayern an der Aktion.  

Wasserburg/Bayern - Das nennt man Zusammenhalt. Eine Welle der Solidarität rollte Anfang des Jahres Richtung Kroatien. „Wir haben gespendete Ausrüstungsgegenstände von 300 Feuerwehren aus ganz Bayern dabei“, berichtet Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Das Material wurde nach Zagreb in eine Feuerwehrschule gebracht, wo es zur Verteilung abgeliefert wurde.

Feuerwehr transportiert fast 15.000 Ausrüstungsgegenstände an die Erdbebenregion Kroatien

Fast 15.000 Ausrüstungsgegenstände hatten die Feuerwehren dabei. „Das Wichtigste ist persönliche Schutzausrüstung – vom Stiefel, Hose, Jacke bis zum Helm. Natürlich auch feuerwehrspezifische Ausrüstung, besonders Stromaggregate, Beleuchtungsgeräte, tragbare Leiter aber genauso Schubkarren und Schaufeln. All dies wurde vom kroatischen Feuerwehrverband angefordert, mit denen wir auch im engen Austausch waren“, so Eitzenberger.

Auch die Feuerwehren aus der Region beteiligten sich an der Aktion. „Die Wasserburger Feuerwehr ist meine zweite Familie. Doch mit dem Jahreswechsel wurde mir bewusst, dass diese Familie weit über Wasserburg hinaus geht und den gesamten Landkreis einbezieht. Da werde ich jetzt noch emotional, wenn ich an diese wahnsinnig gelungene Hilfsaktion zurück denke“, berichtete beispielsweise Josip Zilic.

In Kroatien in der sechstgrößten Stadt Velika Gorica mit circa 70.000 Einwohnern wurde der Hilfskonvoi aus Bayern vom Bürgermeister und der dortigen Feuerwehr begrüßt und verpflegt. „Deutsche Menschen sind für mein Land Kroatien immer da, wenn wir Hilfe brauchen“, bedankte sich der Bürgermeister bei den bayerischen Wehren und erklärte zur Lage: „Unser Land ist sehr betroffen von den Beben und wir sind sehr dankbar, dass Sie uns und anderen betroffenen Gebieten helfen.

jz

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