Mutig die Zukunft gestalten

Wahlkampfauftakt der Wasserburger Grünen mit Katharina Schulze, MdL

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Wasserburg - Mit Spannung erwartet wurde in den Wasserburger Paulanerstuben die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, die zusammen mit Bürgermeisterkandidat Christian Stadler, der Landratskandidatin Ulla Zeitlmann und den 24 Stadtratskandidat*innen über grüne Politik sprach und Fragen dazu beantwortete.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Das Grusswort sprach die Juristin Ulla Zeitmann aus Bernau. Als Rosenheimer Landrätin will sie einen Masterplan durchsetzen, der Schutzzonen festlegt und Klimaschutz mit der Entwicklung von Flächen in Einklang bringt. Ihr Motto für die Kommunalwahlen lautet „Zukunft braucht Veränderung“. Die Herausforderungen unserer Zeit seien nicht mit altem Denken und immer gleichen Antworten, sondern nur durch neue Herangehensweisen zu lösen. 

Christian Stadler, Bürgermeisterkandidat der Wasserburger Grünen, ging im Anschluss vor allem auf die Lage vor Ort ein. Nicht nur für grundlegende Dinge wolle er sich im Falle seiner Wahl einsetzen, wie für bezahlbaren Wohnraum, für Nachhaltigkeit und Energiewende, für eine weltoffene und lebendige Stadt, für einen besseren ÖPNV und die Förderung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs. Auch zukunftsfähige Stadtwerke, mehr Barrierefreiheit und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements nannte er als Ziele. 

Stadler hält es außerdem für dringend erforderlich, das Thema Klimaschutz in der Stadt wieder auf eine klare und nachvollziehbare Linie zu bringen. Wo hat Wasserburg als Kommune Handlungsmöglichkeiten, was müsse und was könne man erreichen, wie kann man es erreichen? Die Wasserburger Klimaschutzziele müssen darauf aufbauend neu formuliert werden. Das Erreichen dieser Ziele sei zu überwachen und bei Bedarf sei nach zu steuern. 

Als Grundsatz gelte „Der Mensch gestaltet die Stadt. Ab da gestaltet die Stadt den Menschen“. Das bedeutet, durch gezielte Planung kann vor Ort wesentlich mit beeinflusst werden, ob anonyme Wohnboxen entstehen oder lebendige Viertel mit einem lebhaften Miteinander - nicht nur an den Rändern der Stadt. „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum - auch in der Altstadt“, ist Stadlers Credo. „Für die Jungen, die hier das lebendige Treiben zu schätzen wissen, für die Senioren, die hier alles auf kurzen, fußläufigen Wegen und notfalls noch mit dem Rollator erreichbar finden und auch für die Geschäftsleute in der Altstadt, weil die Bewohner aus der Nachbarschaft deren treuester Kundenstamm sind. „Wir dürfen die Altstadt nicht nur den Bauträgern für ihre Luxussanierungen überlassen,“ so Stadler. 

Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt von Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der bayerischen Landtagsgrünen. Spontan und mit viel positiver Ausstrahlung zog Schulze ihre Zuhörer in den Bann. „Du bekommst die Welt nicht besser gemeckert, du musst sie besser machen!“ brachte es die quirlige grüne Landespolitikerin auf den Punkt. Sie forderte alle Anwesenden auf, als Demokraten lauter zu werden, um Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten. Es sei nicht selbstverständlich, dass wir in Frieden und Freiheit leben dürften, tägliche Zivilcourage sei angesagt. Es müsse mehr Demokratieunterricht an den Schulen geben und ein Landesprogramm zur Stärkung der Zivilgesellschaft. 

Anlässlich des 40. Geburtstages der Grünen erinnerte Schulze an Plakate aus der Gründungszeit mit dem Slogan: ‚Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt!‘ Es sei auch weiterhin „unser aller Job“ dafür zu sorgen, dass nachfolgende Generationen noch besser hier leben könnten. Dabei reiche es nicht aus, wie Markus Söder medienwirksam Bäume zu umarmen. 

Vielmehr sei „Raus aus der Kohle, schneller in erneuerbare Energien“ angesagt. Dafür müssten vor allem bessere Rahmenbedingungen für die Versorgung mit erneuerbaren Energien geschaffen werden. Dass man in Bayern leichtfertig Kompetenzen im Bereich Wind- und Solarenergie abgegeben habe, bedauerte Schulze sehr. 

Die dreizehn Kandidatinnen und elf Kandidaten der grünen Stadtratsliste stellten sich und ihre politischen Schwerpunkte und Ziele im Anschluss einzeln vor. „Wir freuen uns sehr, dass sich Menschen aus allen Altersgruppen mit unterschiedlichen Berufen und aus allen Wasserburger Stadtteilen auf unserer Liste für den Stadtrat bewerben. Sie bilden einen guten Querschnitt durch die Wasserburger Bevölkerung ab“, so die Ortsvorsitzenden Katharina Hausmann und Steffi König, die den Wahlkampfauftakt moderierten. 

Musikalisch wurde der Abend von Pepi Ruml und Hans Stalleicher umrahmt, die als "Extra2" Jazziges aus dem letzten Jahrhundert mit Gitarre, Flöte und Stimme zum Besten gaben. Auch fürs leibliche Wohl war mit einem vegetarischen Büfett von Wirtin Gabi Heindl gesorgt. 

Die Wasserburger Grünen trifft man auch an den kommenden Samstagen: Am 15.2., 22.2., 29.2., 7.3. und 14.3. jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr am Infostand in der Hofstatt.

Pressemeldung des Bündnis90/Die Grünen Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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