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Stadt drängt auf Entscheidungen

Nach dem Auszug von RoMed: Wohnen auf dem Klinikgelände in Wasserburg?

Das Romed-Klinikgelände: Auf dem Areal sind zahlreiche Nutzungen vereint. .
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Das RoMed-Klinikgelände: Auf dem Areal sind zahlreiche Nutzungen vereint. .

Eins steht fest: Das Gebäude der RoMed-Klinik Wasserburg wird nach dem Umzug in den gemeinsamen Neubau mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum abgerissen. Doch was geschieht mit dem Grundstück? Die Stadt Wasserburg hat schon Pläne.

Wasserburg – Eins steht fest: Das Gebäude der RoMed-Klinik Wasserburg wird nach dem Umzug in den gemeinsamen Neubau mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum abgerissen. Doch was geschieht mit dem Grundstück? Die Stadt Wasserburg hätte Ideen, doch so einfach ist es nicht.

Kölbl: „Großes Interesse am Gelände“

Die Ausgangslage ist kompliziert: Das Grundstück der RoMed-Klinik gehört dem Landkreis Rosenheim. Die Planungshoheit über das Gelände hat jedoch die Stadt Wasserburg. Und die macht Druck, dass endlich Entscheidungen fallen. „Wir haben großes Interesse an dem Gelände“, sagt Bürgermeister Michael Kölbl. Es ist auch kein Geheimnis, dass der Stadtrat hier gerne ein neues Wohngebiet verwirklichen würde. Denn Wohnungen sind auch in Wasserburg heiß begehrt, ab 2025/2026 wird mit einem S-Bahn-Anschluss an München gerechnet, dann dürfte der Zuzugsdruck weiter steigen. Das RoMed-Gelände wäre, so Kölbl, „eine sehr gute Wohnlage“.

Nachfolgenutzung gestaltet sich schwierig

Doch eine Nachfolgenutzung nach Abriss der Klinik gestaltet sich schwierig. Denn mit dem Krankenhaus sind auch zwei Berufsfachschulen für Pflegekräfte und für Physiotherapie verbunden. Hier gibt es auch ein Wohnheim, außerdem Schulungsräume, eine Turnhalle, einen Hubschrauberlandeplatz, das Hebammenhaus. Energietechnisch sind die Klinik und die weiteren Objekte zum Teil miteinander verbunden.

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Der Fokus liegt derzeit auf dem Neubau des Großklinikums, ein Mammutprojekt, das sich noch bis 2025 hinziehen wird. Trotzdem pocht der Wasserburger Stadtrat darauf, dass die Zeit nun reif ist für Überlegungen, wie es mit dem Areal weitergehen soll. Denn ab dem zweiten Quartal 2022 soll die RoMed-Klinik aus dem Gebäude aus und als erste in den Neubau umziehen.

Nachdem sich die SPD-Kreistagsfraktion schon 2019 in einem Antrag für baldige Überlegungen eingesetzt hatte und 2021 mit einem erneuten Vorstoß im Kreistag gescheitert war, hatte die Stadtratsfraktion von Bürgerforum/Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg/ÖDP das Thema ebenfalls aufgegriffen. Der Hauptausschuss beriet nichtöffentlich. Danach ist die Stadt an den Landkreis herangetreten, um mit ihm erneut über eine mögliche Bebauung und die zukünftige Bauleitplanung zu beraten. Dieses Abstimmungsgespräch findet laut Kölbl am 7. Februar im Landratsamt statt.

2022 sollen Weichen gestellt werden

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen“, ist der Rathauschef überzeugt. 2022 müsse es konkreter werden bezüglich der Nachfolgenutzung, findet auch der Stadtrat.

Die Stadt Wasserburg kann sich den Landkreis als Partner bei der Verwirklichung von Wohnungen vorstellen. Schließlich habe der Landkreis eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, in der Stadt Wasserburg gibt es die Wohnungsbaugenossenschaft.

Landratsamt: Erste Gespräche mit der Stadt

Das Landratsamt Rosenheim teilt auf Anfrage mit: „Wir befinden uns bezüglich einer möglichen zukünftigen Nutzung des Klinikgeländes in ersten Gesprächen mit der Stadt Wasserburg. Dort werden wir dieses Thema intensiv diskutieren. Den Weg für eine bestmögliche Nachnutzung des Areals wollen wir gemeinsam mit der Stadt Wasserburg gehen.“

Das Grundstück, welches sich im Eigentum des Landkreises Rosenheim befindet, hat laut Landratsamt eine Größe von etwa sieben Hektar. Es sei jedoch nicht komplett für eine Bebauung geeignet.

Auf immer wieder zu hörenden Vorschläge, die RoMed-Klinik nach dem Auszug nicht abzureißen und in Wohnungen für Pflegekräfte umzuwandeln, antwortet das Landratsamt: „Ein Umbau oder eine Sanierung des alten Klinikgebäudes sind nicht wirtschaftlich, wie eine Analyse des Bauzustandes des Gebäudes durch die RoMed-Kliniken ergeben hat.“ „Ein Abriss ist darum unumgänglich.“

Bei der zukünftigen Nutzung des Geländes werde auch das Thema Wohnraum mit auf der Agenda stehen. „Wie dies im Detail aussehen kann, werden wir in den gemeinsamen Gesprächen mit der Stadt Wasserburg erarbeiten. Wir befinden uns hier am Anfang dieses Prozesses“, so die Pressesprecherin des Landratsamtes, Ina Krug, abschließend.

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