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Graffiti: Auffallende Kunst oder purer Vandalismus? Die Region diskutiert

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Landkreise - Illegale Schmierereien oder doch außergewöhnliche Kunst? Die Meinungen in Bezug auf Graffiti könnten unterschiedlicher nicht sein. In den vergangenen Wochen und Monaten zieht dieses Thema auch in unserer Region immer größere Kreise. 

Während viele Menschen von Graffiti-Kunst begeistert sind, gibt es auch viele hartnäckige Gegner der Sprühkunst. In erster Linie spielt es sicherlich eine übergeordnete Rolle, welche Motive, Bilder oder Sprüche auf freien öffentlichen Flächen gemalt oder gesprüht werden. 

Im Landkreis Altötting zum Beispiel schwärmen viele Bürger von der Comic-Kunst eines bzw. einer unbekannten Künstlers/Künstlerin. Vor allem zwischen Wald und Garching, aber auch auf dem Kreuzweg Tüßling-Altötting und dem Trimm-Dich-Pfad Altötting gibt es aufwändige Werke von Garfield, Elefant und Co. zu bestaunen. Die Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Artikel über die Comic-Kunst sind durchweg positiv. 

Einige Begeisterte bitten den Künstler sogar sich bei ihnen via Facebook zu melden, damit ihre Wände, Garagen oder Autos verschönert werden. So schreibt beispielsweise ein User: "Falls der Künstler hier mitliest, darf er sich gerne mal wegen meinem Auto bei mir melden."

Graffiti oder doch Vandalismus?

Doch nicht immer handelt es sich bei solchen Wandbemalungen um derartige Kunstwerke. Oft sind es nur abstrakte Schmierereien ohne erkennbaren Sinn, politische Statements bzw. Beleidigungen, welche definitiv unter den Straftatbestand des Vandalismus fallen.

Zum Beispiel wurde am 23. März die neue Bahnunterführung in Bad Aibling eingeweiht und nur knapp zwei Wochen später schon wieder vollgeschmiert. Unbekannte hatten die Unterführung mit unschönen Parolen und Graffiti besprüht.

Mittlerweile wurde vom Stadtrat beschlossen, dass die Schüler des Kunst-Leistungskurses des Bad Aiblinger Gymnasiums die Unterführung künstlerisch gestalten sollen. Ob es sich bei dieser Umgestaltung tatsächlich um gesprühte Graffiti handeln wird, ist eher unwahrscheinlich. Im Gespräch waren Bilder, inspiriert von Banksy.

Heftige Diskussionen 

Um dieser Entwicklung und den negativen Schmierereien entgegen zu wirken, wollen einige Gemeinden und Kommunen eine oder mehrere Flächen für legale Graffiti-Kunstaktionen freigeben. Diesbezüglich stellten vor wenigen Wochen auch die Grünen einen entsprechenden Antrag beim Wasserburger Stadtrat, welcher am vergangenen Donnerstag in der Sitzung heftig diskutiert wurde. Eine Entscheidung ist hier allerdings noch nicht gefallen.

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