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Wiedereröffnung des Schnäppchen-Paradieses

Na SoWas! Im Wasserburger Sozialkaufhaus läuft das Geschäft

Der Herr der Fundgrube: Manfred Edlmann
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Der Herr der Fundgrube: Manfred Edlmann

Es ist seit elf Jahren eine Wasserburger Institution an der Rosenheimer Straße: das Sozialkaufhaus, kurz SoWas. Nach den Beschränkungen durch Corona kommt der Verkauf jetzt wieder in Gang.

Wasserburg – Ob Hausrat, Geschirr, Heimtextilien, Elektrogeräte, Unterhaltungselektronik, Kleidung, Spielzeug, Bücher, Fahrräder: Ein breites Warenangebot steht zur Verfügung – Familien mit kleinem Geldbeutel, Ältere mit geringer Rente, Arbeitsuchende, Studierende sowie alle, die ein Faible für Gebrauchtes haben oder gern ein Schnäppchen machen möchten, können hier fündig werden.

Täglich kommen rund 50 Kunden

„Es läuft sehr gut“, freut sich Manfred Edlmann. Er ist Schreinermeister und Leiter der Werkstätten bei den Sozialkaufhäusern der Diakonie Rosenheim – in Hausham, Bruckmühl und Rosenheim – und in dieser Funktion auch Chef in Wasserburg. Ihm zur Seite steht als zuständiger Leiter für den pädagogischen Bereich Günther Stranzinger.

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Noch vor Kurzem haben sich die Sachen im Laden gestaut: „Wegen Corona durften wir lange nichts verkaufen, aber die Leute haben weiter ihre Dinge vorbeigebracht“, so Edlmann. Einen Annahmestopp wollte man auf jeden Fall vermeiden.

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Erst seit gut zwei Wochen wird der Berg an Waren langsam abgebaut, die vielen Kisten werden aussortiert. Täglich kommen rund 50 Kunden vorbei, um dieses oder jenes günstig zu erwerben, Bedürftigkeit muss niemand nachweisen. „Wir sind für alle da“, betont Edlmann.

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Pro Tag fahren etwa 20 Leute vor, um etwas abzuladen. Geld wird nicht ausbezahlt, das Sozialkaufhaus lebt von der Idee, dass Menschen Dinge, die sie nicht mehr brauchen, gratis für einen guten Zweck abgeben. Manches in die Jahre gekommene Sofa muss Edlmann freilich ablehnen, die Stellfläche ist schließlich knapp. Auch das Sozialkaufhaus möchte einen Gewinn erzielen.

Der 54-Jährige betont dessen Funktion: „Wir sind Vermittler zwischen dem Abgebenden und dem Suchenden.“ Gleichzeitig erfülle das Haus eine wichtige ökologische Aufgabe: „Wir retten so manches Teil vor dem Sperrmüll, prüfen bei allem, was angeliefert wird, ob man es noch verkaufen kann.“

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14 Kurzzeitkräfte sind im Sozialkaufhaus beschäftigt, es trägt so dazu bei, die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit durch die Stabilisierung des Alltags abzumildern. Die Mitarbeiter betreuen die Kasse, halten das Geschäft sauber, sortieren die Ware in die Regale ein oder helfen dabei, Gutes von Schlechtem zu trennen – mit manchem Stück aus Eisen, Porzellan, Glas oder Stoff kann man ja durchaus noch etwas anfangen. Andere Teile, die unbrauchbar sind, werden sortenrein entsorgt. So funktioniert das Sozialkaufhaus wie ein kleiner Wertstoffhof. Auch der alte Röhrenfernseher kommt noch einmal zum Einsatz – Edlmann weiß, dass es dafür in Rumänien Abnehmer gibt.

Bei Büchern gibt es ein Überangebot

Und was verkauft sich gut? „Alles, was in einen Umzugskarton passt“, sagt Edlmann. „Hausrat, Dekogegenstände, Kleinmöbel. Sitzmöbel und Kleiderschränke aber eher weniger.“ Bei Büchern ist ein Überangebot da. „Das ist schwierig.“ Insgesamt aber nehme die Bevölkerung das Angebot „sehr gut“ an. Von 100 Kunden seien 98 „total zufrieden“, stellt er immer wieder fest.

Öffnungszeiten des Sozialkaufhauses

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 11 bis 17.30 Uhr. Wer etwas abgeben mag, kann auch Fotos von den Gegenständen und Möbeln sowie Kontaktdaten mailen – an: zak@sd-obb.de. Das Sozialkaufhaus setzt sich dann mit den Interessenten in Verbindung.

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