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Schwerer Unfall auf Baustelle im Landkreis Landshut

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Wegen steigender Getreidepreise

Brot und Semmeln werden teurer – auch im Raum Rosenheim

Das Brot wird teurer. Der Grund dafür sind unter anderem die gestiegenen Getreidepreise.
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Das Brot wird teurer. Der Grund dafür sind unter anderem die gestiegenen Getreidepreise.

Getreide gehört zu den wichtigsten Handelsgütern der Welt. Der Preis wird deshalb streng überwacht. Die Vereinten Nationen schlagen nun Alarm, denn die Getreidepreise sind auf einem Rekordhoch. Inzwischen zwingt dies auch Bäckereien im Raum Rosenheim dazu, ihre Backwaren teurer zu verkaufen.

Wasserburg/Rosenheim – Laut Informationen des Food Price Index (FAO) der Vereinten Nationen stieg der Preis im Monat Januar um sieben Prozent im Vergleich zum Dezember und erhöhte sich damit zum siebten Mal in Folge an.

Der Preis für Mais liegt damit um 42 Prozent über dem Niveau vom Vorjahr und hat den höchsten Wert seit Mitte 2013.

Hauptgründe für das Wachstum sind laut FAO schlechte Ernten in den USA, Großeinkäufe von China und ein Exportstopp Argentiniens.

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Auch Weizen wird immer teurer. Dafür gebe es zwei Gründe, einerseits die hohen Maispreise, die auch den Preis anderer Rohstoffe in die Höhe treiben, andererseits die geplante Exportsteuer Russlands, ein Land, das als eines der wichtigsten Weizenexporteure gilt.

Gute Nachrichten für Verbraucher

Die gestiegenen Getreidepreise sind inzwischen auch bei den Bäckereien in der Region zu spüren und werden auch den Konsumenten Geld kosten. Denn Wolfgang Sattelberger, Obermeister der Bäcker-Innung Rosenheim, erklärt: „Wir haben keine Wahl, als die Preise zu erhöhen.“

Die gute Nachricht für den Verbraucher: „Es handelt sich um Centbeträge“, erklärt Herrmann Straßgütl, Inhaber der Bäckerei Straßgütl in Wasserburg. Denn grundsätzlich entfalle nur ein kleiner Prozentteil vom Preis auf das Getreide. Dabei komme es vor allem auf die Art des Brotes an.

Bei bestimmten Sorten wie beispielsweise bei Dinkel-Roggen-Broten liege der Anteil , den das Getreide beim Preis beanspruche, bei zehn bis zwölf Prozent, erklärt Sattelberger. Das sei aber eher ungewöhnlich. „Normalerweise sind es nur bis zu fünf Prozent.“ Straßgütl spricht bei seinen Broten von drei Prozent und plant nun mit einer dementsprechenden Preiserhöhung.

Energiekosten sind weiteres Problem

Einige Bäckereien sehen jedoch noch keinen Handlungsbedarf. Matthias Wolter von der Wolter Brot- und Feinbäckerei in Rosenheim erklärt: „Ich habe immer Jahreskontrakte, deshalb wird mich das Thema erst zur neuen Ernte ereilen.“ Sollte der Getreidepreis bis dahin weiter so hoch sein, müsse jedoch auch er die Preise erhöhen.

Doch nicht nur die gestiegenen Getreidepreise machen den Bäckereien Sorgen. „Das Problem sind auch die ständig steigenden Energie-, Lohn- und Lebensmittelkosten“, sagt Sattelberger.

Auch Corona mache den Bäckereien zu schaffen. Zum einen könnten seit Monaten keine Cafés mehr betrieben werden. „Da fällt für viele einiges an Umsatz weg.“ Zum Anderen sei es finanziell aufwendig, den Coronavorschriften gerecht zu werden und entsprechende Hygienekonzepte umzusetzen.

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