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Wasserburg, Edling, Pfaffing und Albaching

Massive Verkehrsprobleme an der B304: Gemeinde-Allianz fordert Lösung von Söder

Staufalle B 304: In Wasserburg und Edling ist der Bahnhübergang Reitmehring der Knackpunkt. Seit Jahrzehten warten Stadt und Nachbargemeinde auf die Untertunnelung.
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Staufalle B 304: In Wasserburg und Edling ist der Bahnhübergang Reitmehring der Knackpunkt. Seit Jahrzehten warten Stadt und Nachbargemeinde auf die Untertunnelung.

Staus, Unfälle, Lärm, dicke Luft: Die Städte und Gemeinden an der Bundesstraße 304 leiden unter massiven Verkehrsproblemen. Jetzt gehen die Rathauschefs und Landräte in die Offensive – mit einem Brief an Ministerpräsident Söder.

Wasserburg/Edling/Pfaffing/Albaching – Im Schreiben an Ministerpräsident Dr. Markus Söder fordern die Bürgermeister und Landräte eine Konzeption, die nachhaltige Lösungsvorschläge für die gesamte Achse der B 304 beinhaltet.

Hoffnung auf einen „kraftvollen Prozess“

Zu den Unterzeichnern gehören neben Bürgermeister Michael Kölbl (Wasserburg) die Rathauschefs Matthias Schnetzer (Edling), Josef Niedermeier (Pfaffing) und Rudolf Schreyer (Albaching), außerdem Ulrich Proske (Ebersberg), Martina Lietsch (Steinhöring), Piet Mayr (Zorneding), Jan Paeplow (Kirchseeon) Christian Bauer (Grafing), Leonhard Spitzauer (Vaterstetten) sowie die Landräte der Landkreise Ebersberg und Rosenheim, Robert Niedergesäß und Otto Lederer.

Ihr Brief ist an den Ministerpräsidenten gerichtet, um „wirklich einen kraftvollen Prozess in Gang zu setzen“. Damit dies gelingt, hoffen die Vertreter der Allianz B 304 auf eine klare Aussage von Söder. Sie schlagen ihm vor, eine Arbeitsgruppe unter Führung des zuständigen Staatsministeriums zu gründen, in der alle betroffenen Verwaltungen, externe Experten und Mandatsträger mitarbeiten. Früh sollen die Bürger beteiligt werden.

Die Verkehrsprobleme an der Bundesstraße 304 sind seit Langem bekannt. Seit einigen Jahren nehmen sie weiter zu. Für die Zukunft erwarten die Anliegerkommunen, dass sich die Situation weiter verschärfen wird Denn der Siedlungsdruck ist groß, immer mehr Bürger pendeln aus den Orten rund um die Verkehrsachse in den Großraum München. Stark zugenommen hat außerdem der Lkw-Verkehr.

Unterschiedliche Brennpunkte in den Anliegerkommunen

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben sich zweimal in Ebersberg getroffen, um die Problematiken zu besprechen. Es gibt unterschiedliche Brennpunkte: Städte wie Ebersberg leiden innerorts unter der Bundesstraße. Hinzu kommt die Staatsstraße St 2080 als zentralem Zubringer zum Flughafen, der mitten durch das Zentrum führt.

Warten auf Entscheidung zum Bahnübergang Reitmehring

Wasserburg und Edling wiederum warten seit Jahrzehnten auf die Auflösung es Bahnübergangs in Reitmehring. Noch immer steht, obwohl die Unterlagen seit einem Jahr als entscheidungsreif gelten, der Planfeststellungsbeschluss für die Untertunnelung aus, bedauert Bürgermeister Michael Kölbl.

Edling leidet vor allem an den drei Brennpunkten der Querungen bei Brandstätt, Hochhaus und Staudham. Die Gemeinde, die von der Bundesstraße zerschnitten wird, fordert seit vielen Jahren Lösungskonzepte gegen den Verkehrskollaps und die Unfallhäufung. Der Gemeinderat hat gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben.

Auch Forsting (Pfaffing) liegt direkt an der stark befahrenen B 304, Albaching hat zwar eine Umgehung erhalten, ist jedoch ebenfalls von Verkehrsproblemen geplagt, die im Zusammenhang mit der B 304 stehen.

Absage an Kirchturmpolitik“

Überhaupt: Aus dem Brief an Söder ist herauszulesen, dass die Bürgermeister der Anliegerkommunen die bisherigen Maßnahmen als zu punktuell ansehen. „Eine von Kirchturmpolitik bestimmte Umgehungsstraßendebatte“ sei schon aufgrund des immensen Flächen- und Investitionsbedarfs nicht mehr zeitgemäß sei. Allein zwischen Wasserburg und Kirchseeon seien im letzten Straßenausbauplan fünf Umgehungsstraßen aufgelistet. Es fehle jedoch eine Strategie, wie übergreifende Pläne wie zum Beispiel der des weiteren Ausbaus der B 15 so abgestimmt und ausgerichtet werden könnten, dass die überörtlichen Verkehrsströme wirksam beeinflusst werden könnten.

Schnetzer: „Werden hartnäckig bleiben.“

. Mit dem Brief an den Ministerpräsidenten soll dem Anliegen Nachdruck verliehen werden. Edlings Bürgemeister Schnetzer bringt es auf den Punkt: „Wir werden hartnäckig dran bleiben.“