Programm zur Weihnachtszeit in der Altstadt völlig offen

"Mini-Version" des Wasserburger Christkindlmarkts ohne Eisbahn und Basarzelt 

Der Wasserburger Christkindlmarkt soll heuer nur in sehr reduzierter Form stattfinden. 
+
Der Wasserburger Christkindlmarkt soll heuer nur in sehr reduzierter Form stattfinden. 

Wasserburg - Corona legt das gesamte gesellschaftliche Leben lahm, Großveranstaltungen sind bis Ende Oktober von der Regierung verboten. Am Christkindlmarkt im Herzen der Altstadt aber will man festhalten - allerdings heuer mit stark abgespecktem Programm. 

In welchem Umfang und mit welchen Attraktionen der Christkindlmarkt in der Altstadt heuer stattfinden kann, ist derzeit noch völlig unklar. "Bis September wird keine Entscheidung fallen, wie groß wir den Markt machen dürfen und auch können", unterstreicht Christkindlmarkt-Leiter Christian Huber vom Wirtschaftlichen Förderungsverband Wasserburg (WFV) im Gespräch mit wasserburg24.de. 

"Wir können nichts Konkretes planen weil wir nicht wissen welche Lockerungen ab wann gelten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beabsichtigen wir die Realisierung einer 'Mini-Version' unseres sonst so bunten Christkindlmarkts. Was es definitiv nicht geben wird ist die Eislaufbahn. Auch das Basarzelt kann höchstwahrscheinlich nicht aufgebaut werden." Ob und wie viele Stände und Buden heuer rund um den Marienplatz am Rathaus öffnen werden, sei noch völlig offen. 

Die Eisbahn, die es 2019 zum ersten Mal in der Altstadt als Highlight des Wasserburger Christkindklmarkts gab, wird es heuer nicht geben. 

Das Problem: Der Christkindklmarkt kostet im Schnitt pro Jahr zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Er ist seit Jahren defizitär, muss grundsätzlich mit Überschüssen aus anderen Veranstaltungen des WFV quer subventioniert werden. Die Haupt-Finanzierung übernimmt das Frühlingsfest, gefolgt vom Weinfest. Da wegen der Corona-Pandemie und dem Verbot von Großveranstaltungen bis in den Herbst hinein beide Veranstaltungen heuer nicht stattfinden können, ist ungewiss in welcher Form der Christkindlmarkt in der Weihnachtszeit durchgeführt werden kann. 

Um die Planungen - wenn auch reduziert - zumindest beginnen zu können, trat der wirtschaftliche Verein mit der Bitte um finanzielle Unterstützung in Höhe von 30.000 Euro an die Stadt heran. Der jährliche Zuschuss der Stadt in Höhe von 5000 Euro für den Auf- und Abbau der Weihnachtsbeleuchtung reicht dieses Jahr nicht aus. 

"Es wäre sehr schade, wenn der Christkindklmarkt heuer komplett ins Wasser fallen würde. Mich persönlich hat es schon traurig gestimmt, dass mit Raubling der erste Christkindlmarkt im Landkreis jetzt bereits abgesagt wurden", erklärte Bürgermeister Michael Kölbl. Einstimmig gewährte der Haupt- und Finanzausschusses in seiner Sitzung am 18. Juni den Zuschuss von 30.000 Euro für die Durchführung des Christkindlmarkts 2020. Die Auszahlung erfolgt nach der Gesamtabrechnung der Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2021. Die Höhe der Finanzspritze kann Kölbl zufolge noch variieren: "Je kleiner der Christkindlmarkt ausfällt, umso geringer wird der Zuschuss.

mb

Quelle: wasserburg24.de

Kommentare