Ärger über undisziplinierte Hundehalter in Wasserburg 

Statt in die Hundetoiletten: Volle Kotbeutel lieber ins Gebüsch? 

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Hundetoiletten wie hier an der Innpromenade am Burgerfeld sind zahlreich vorhanden im Wasserburger Stadtgebiet. Nur genutzt werden sie scheinbar kaum. 
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Wasserburg - Tüte ziehen, Haufen einpacken und zuknoten, in den Abfalleimer werfen - was einfach klingt, ist in der Innstadt wohl noch nicht wirklich angekommen. Viele Hundehalter pfeffern die Beutel mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nämlich eher ins Gebüsch als in die dafür vorgesehen Hundetoiletten. Das bringt nicht nur Bürgermeister Michael Kölbl auf die Palme.  

Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und des Bauhofs haben immer wieder die leidige Aufgabe volle Kotbeutel aus Rasenflächen, Gebüsch und Sträuchern zu fischen

Ein "unvorstellbares Ärgernis" für Bürgermeister Michael Kölbl: "Das versteht kein Mensch. Ich finde das schlimmer als den Haufen liegen zu lassen." Kölbl kann es nicht verstehen, was schon dabei sei, die Hinterlassenschaften der bellenden Freunde einfach aufzuheben und wegzuwerfen - wenn man sich doch schon die Mühe mache, den Haufen überhaupt aufzuheben. 

38 Hundetoiletten gibt es im gesamten Wasserburger Stadtgebiet. "Wenn die Stadt den Hundebesitzern mit den WC's entgegenkommt sollte man erwarten dürfen, dass diese auch angesteuert werden", rätselt Kölbl über das undisziplinierte Verhalten mancher Bürger. 

"Wem es unangenehm ist mit der vollen Tüten weiterzulaufen, kann sie im Notfall doch auch in den Abfalleimer werfen, falls die Toilette noch etwas weiter entfernt steht. Es ist aber auf keinen Fall eine nachvollziehbare Entschuldigung, die Tüten stattdessen lieber im Gebüsch zu entsorgen."

Was tun gegen die Umweltsünder?

Jeden Tag sind unzählige Hunde in Wasserburg und in erster Linie an der "Hundemeile Inndamm" unterwegs. Kölbl dazu: "Die Tüten im Gebüsch verschandeln nicht nur die Landschaft und Spazierwege rund um das Stadtgebiet. Es handelt sich dabei auch um eine Umweltsünde, die Plastiktüten in der Gegend zu entsorgen." 

Grundsätzlich handele es sich laut Kölbl dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die entsprechend geahndet werden könne. Als Handhebe stehe das Verhängen eines Bußgelds. In dem Fall aber gebe es aber ein Problem. Man müsse die Sünder quasi "in flagranti" erwischen. "Nachweisen kann man die Tat im Nachhinein schließlich niemanden mehr", sagt der Bürgermeister. 

Der Stadt seien hier leider die Hände gebunden. Wie der Bürgermeister offenbart, gebe es nur die Möglichkeit, an die Vernunft der Hundehalter zu appellieren: "Wenn die Besitzer zusammen mit mehreren Hunden ihre Gassirunden drehen, könnten sie sich gegenseitig an die Beutel und die Hundetoiletten erinnern." 

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Quelle: wasserburg24.de

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