Auftakt der Schäfflertanzgruppe Wasserburg am Sonntag 

Schäfflerjahr 2019: "Koit is' ned, aber nass!" 

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Da marschieren sie ein in der Altstadt, die Wasserburger Schäffler. 
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Wasserburg - "Aba hait is' koit" lautet das eigentliche Motto der Schäffler. Kurzerhand wurde dieses zum Auftakt des Schäfflerjahres 2019 umfunktioniert. "Koit is ' ned, aber nass!" Mit diesen Worten begrüßte Hauptorganisator und "Oberkasperl" Helmut Samer die rund 250 Zuschauer am Marienplatz vor dem Rathaus. 

Dem Wettergott gebührte dennoch ein Dank von Seiten der Schäffler - "weil er uns so ein schönes nasses Schäfflerwetter geschickt hat", betonte Helmut Samer bei seiner Rede auf dem Fassl.

Brauchtum und Tradition wird in Wasserburg groß geschrieben

Stattliche Mannsbilder mit Buxreifen, fesche Marketenderinnen und lustige bunte Kasperl - sie alle begeisterten die zahlreichen Schaulustigen am am Heilig-Drei-König-Tag vor dem Rathaus. Mit dem Tanz der "Reifenschwinger" begleitet von den Klängen der Stadtkapelle ist es jetzt offiziell eröffnet, das Schäfflerjahr 2019 in Stadt und Altlandkreis Wasserburg. Alle sieben Jahre treten die Männer der Schäfflertanzgruppe des TSV Wasserburg mit ihrem Schäfflertanz auf und begeistern Jung wie Alt. An der Vielzahl der Zuschauer sowie Vertretern der Kommunalpolitik sehe man, so Samer weiter, dass den Wasserburgern Brauchtum und Tradition noch wichtig seien.

"Oberkasperl" Helmut Samer auf dem Fassl inmitten seiner Tänzer.  

In seiner Eröffnungsrede ließ es sich Samer auch nicht nehmen, gegen die Münchner Kollegen ein bisserl zu sticheln: "Die da oben meinen ja ollerweil, sie sind die besten Schäffler. Dabei aber sind das doch wir hier in Wasserburg." 

31 Tänzer sind heuer dabei, darunter einige Neue und auch Junge. Offiziell begrüßt hat dennoch der letzte "echte Wasserburger Schäffler", Max Holbl, der den Beruf des Fasslmachers noch erlernt hat, mit dem Gruß der Schäffler. 

Und vom Fasslklopfen rührt die Tradition her, wie ein Ausschnitt vom Programm der Wasserburger Schäffler zeigt:

"Das Ganze funktioniert nur, weil die Stadt Wasserburg hinter derartigen Veranstaltungen steht", betonte Samer und winkte zu dem lachenden Ehrenmitglied der Schäffler und Bürgermeister Michael Kölbl. Der musste deshalb freilich auch aus dem eigenen Schäfflerkrug, den Pfarrer Bernd Joa der Stadt übergeben hatte, antrinken. "Antrinken, ned austrinken", warnte Samer noch in Richtung des Bürgermeisters und amüsierte damit das Publikum. Den einzigen Stadtrat aus Wasserburg, den die Schäffler heuer verpflichten konnten, war Armin Sinzinger (Bürgerforum), der zwischen den Zuschauern als Kasperl umhersprang. 

Unter tosendem Applaus verabschiedeten sich die Schäffler von ihrem Auftakt - nicht aber, ohne dass die Marketenderinnen das ein oder andere Stamperl Schnaps noch ausgeschenkt hatten. 

Bis zum Faschingsdienstag weicht auch das Straßenschild Salzsenderzeile beim Schweigstetter am Eck dem "Schäfflerplatz-Schild" - eine Sondergenehmigung macht es möglich im Schäfflerjahr 2019. Bis 6. März stehen jetzt über 150 Auftritte der Wasserburger Schäffler auf dem Programm. 

Impressionen vom Schäfflerauftakt in Wasserburg am 6. Januar: 

Wasserburger Schäffler trotzen Kälte und Nässe

mb

Quelle: wasserburg24.de

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