Was diese Entscheidung für Christkindlmarkt, UDO & Co. bedeutet 

Nicht klimaneutral: Wasserburg verbietet Heizstrahler 

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Bei Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt sollen Heizstrahler künftig Mangelware werden. 
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Wasserburg - Ab sofort dürfen auf den städtischen Flächen keine Heizstrahler- oder pilze mehr für wohlige Wärme sorgen - weil sie nicht klimaneutral betrieben werden können. 

Der Antrag auf Ausschluss von Heizstrahlern und anderen Heizgeräten auf Sondernutzungs- und Mietflächen im Wasserburger Stadtgebiet, den die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer November-Sitzung behandelten, kam von den Grünen und ist nicht neu: Bereits 2015 wurde ein solches Verbot schon einmal gefordert. Der Beschluss damals fiel jedoch negativ aus. 

Jetzt, durch den neu ausgerufenen Klimanotstand sieht die Sache anders aus: Die Mitglieder des Ausschusses stimmten dem Antrag einstimmig zu. Der Antrag bezog sich nur auf den Betrieb von Heizgeräten im Freien wie an gastronomischen Betrieben oder am Festplatz an der Alkorstraße. 

Das künftige Verbot gilt jedoch nicht für den Betrieb in Zelten oder Hütten, in denen Heizgeräte als Wärmequelle für das Personal sowie die Gäste gleichermaßen genutzt werden. 

Neuregelung gilt nicht rückwirkend

Antragsteller Christian Stadler erklärte: "Durch den Klimanotstand kommen wir einer Neubewertung mancher Situationen nicht aus und müssen uns nun zu Recht fragen, ob wir unsere frische Außenluft wirklich mit elektrischem Strom oder fossilen Brennstoffen aufheizen müssen. Freilich müssten wir an Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt oder dem Faschingstreiben am Unsinnigen Donnerstag darauf achten, dass die Leute, die beispielsweise an den Ständen arbeiten, sich nicht erkälten - doch hier könnte man ja durchaus mit Ausnahmen arbeiten."

So sah das auch Bürgermeister Michael Kölbl (SPD): "Ich denke da mitunter an den Stand der Wasserwacht in der Hofstatt - die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind hier nur durch ein Dach geschützt und arbeiten quasi im Freien an der Bar. Das können wir ohne Heizung nicht verantworten." 

Diese Ansicht traf den Tenor aller Ausschussmitglieder. Das Verbot gilt ab sofort mit Beschlussfassung vom 21. November 2019 für alle künftigen Anträge an die Stadt auf Aufstellung von Heizstrahlern. Rückwirkend auf bereits genehmigte Anträge kann die Neuregelung aber nicht geltend gemacht werden.  

mb

Quelle: wasserburg24.de

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