Polizei bestätigt Falschparker in Wasserburg

Chaos am Marktsonntag - Das sagen die Behörden zum Verkehr in der Altstadt

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Am Marktsonntag parkten wohl mehrere Fahrzeuge im absoluten Halteverbot und behinderten so die Durchfahrt.
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Wasserburg - Immer wieder wird die Verkehrsführung in Wasserburg von Bürgern bemängelt. Auch am letzten Marktsonntag (24. November) kam es laut eines Lesers von wasserburg24.de zu massiven Engpässen. Die Behörden zeigen Verständnis, konkrete Lösungsvorschläge scheint es aber kaum zu geben.

Update, 28. November, 13.40 Uhr - Polizei bestätigt Falschparker

Wie Markus Steinmaßl von der Polizei Wasserburg im Gespräch mit wasserburg24.de berichtet, sei es am vergangenen Marktsonntag, am 24. November, durchaus zu einem Polizeieinsatz im Bereich der Grundschule gekommen. Wie sich bei einer erneuten Recherche herausgestellt habe, sei die Polizei wegen mehreren Fahrzeugen, die im absoluten Halteverbot standen, alarmiert worden und gemeinsam mit Mitarbeitern des Zweckverbandes Kommunales Dienstleistungszentrum ausgerückt. 

Die widerrechtlich geparkten Fahrzeuge konnten auch festgestellt werden und es wurde eine entsprechende Verwarnung ausgesprochen. Eine Abschleppung war nicht nötig, so Steinmaßl. 

Erstmeldung, Donnerstag, 28. November, 11.30 Uhr 

Verstopfte Straßen, Falschparker und stockender Verkehr: Für viele Wasserburger wird diese Situation immer mehr zur Belastung. Auch im Stadtrat ist die Verkehrsführung immer öfter Diskussionsthema. Besonders bei Sonderveranstaltungen, wie an den Marktsonntagen, kommt es häufig zu Engpässen. 

Ein Leser berichtete wasserburg24.de gegenüber, dass besonders am Sonntag, den 24. November, im Bereich der Grundschule gleich mehrere Fahrzeuge im absoluten Halteverbot standen und so den Verkehr massiv beeinträchtigten. Mit Bussen sei man kaum noch um die Kurve gekommen. Der Leser habe auch bei der Polizei um Hilfe zur Lösung der Parksituation gebeten, ohne Erfolg.

Ordnungsamt zeigt Verständnis für Anliegen

Claudia Schaber vom Ordnungsamt erklärte im Gespräch mit wasserburg24.de, dass man derzeit an einer Lösung für das andauernde Problem mit dem Durchfahrtsverkehr in der Altstadt arbeite. Das sei aber kein einfaches Unterfangen, denn einfach den gesamten Verkehr auszusperren, sei kaum umsetzbar, auch nicht an einzelnen Tagen. Auch im Stadtrat mache man sich vermehrt Gedanken zu dem Thema. Um eine Lösung zu finden, habe man nun Fachplaner mit ins Boot geholt, die sich der Problematik annehmen sollen. 

Sie verstehe den Unmut der Bürger gut, erklärte Schaber. Man sei sich im Rathaus der Problemlage durchaus bewusst und mache sich Gedanken, auch über eine Umsetzung von künftigen Veranstaltungen.

Überwachung des Marktaufbaus durch Polizei und Zweckverband

Allgemein sei für die Verkehrsüberwachung in Wasserburg der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland zuständig, erklärte ein Sprecher der Polizei Wasserburg. An Marktsonntagen werde der Aufbau von diesem unter Mithilfe der Polizei überwacht. Man achte genau darauf, dass die Halteverbote im Marktbereich eingehalten werden. 

Ob es den oben erwähnten Anruf über die Falschparker bei der Grundschule gegeben habe, wisse er nicht, da nicht jeder Anruf eingetragen werde. Wenn aber eine Gefährdung des Verkehrs durch widerrechtlich geparkte Fahrzeuge vorliege, weil etwa Einsatzfahrzeuge nicht mehr unbehindert durchfahren können, gebe es immer einen Einsatz, um die Gefahrensituation aufzulösen. Dann gehe man auch soweit, Fahrzeuge abschleppen zu lassen. Einen solchen Einsatz habe es am betroffenen Marktsonntag nicht gegeben

Das können Bürger tun

Auch der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum konnte zu dem konkreten Fall am Marktsonntag keine genauen Antworten auf die Anfrage von wasserburg24.de geben. Allgemein sei es aber so, dass der Verband vom Ordnungsamt beauftragt werde. Das heiße, dass Bürger, die Engpässe und Verkehrswidrigkeiten zu bemängeln haben, sich an das Ordnungsamt Wasserburg wenden müssen. Dieses wiederum beauftrage dann bei Bedarf den Zweckverband. 

Auch am Dienstag, den 3. Dezember, soll die Verkehrslage in der Bauausschusssitzung erneut thematisiert werden.

Letzten Endes scheint das Thema die Wasserburger auch in Zukunft nicht loszulassen. Erdgegebenheiten, enge Straßen und Sonderveranstaltungen gestalten die Neuregelung des Verkehrsaufkommens schwierig, eine zufriedenstellende Lösung gibt es wohl noch nicht. 

jv

Quelle: wasserburg24.de

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