Trotz Anlieger-Bedenken zur Entwässerung

Stadtrat bringt Reitmehringer Neubaugebiet auf den Weg 

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Das Neubaugebiet in Reitmehring wird erschlossen, wie der Stadtrat einstimmig beschloss. 
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Wasserburg - Hochwasserängste, Bedenken und Skepsis - Trotz der Einwände vieler Anlieger entschied sich die Stadt das Neubaugebiet "Südlich der Schmiedwiese" im Ortsteil Reitmehring zu erschließen. 

Die Stadträte beschäftigten sich in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause am Donnerstagabend mit der Erschließung des neuen Baugebiets "Südlich der Schmiedwiese" im Ortsteil Reitmehring - der künftigen Maria-Schell-Straße

Die Entwässerung in dem Bereich gestaltet sich schwierig, Bedenken der Anlieger sind durchaus berechtigt und müssen ernst genommen werden, betone Bürgermeister Michael Kölbl bei einer von der Stadt einberufenen Anliegerversammlung. "Bei Starkregen saufen die meisten von uns in der Schmiedwiese ab", wetterte ein Anrainer der Alt-Siedlung bei der Info-Veranstaltung am Abend des 1. Augusts, bei der die Stimmung hochkochte

Alexander Reindl, Fachmann für Entwässerung und Kanalisation, erläuterte den Stadratsmitgliedern die Situation in Reitmehring unter anderem anhand einer Starkregensimulation, die bereits in der Anliegerversammlung heftig debattiert wurde. Was blieb: Skepsis und Bedenken von Seiten der Bürger - vor allem in punkto Funktionalität des Entwässerungsgrabens. 

14 Grundstücke sollen auf dem Neubaugebiet entstehen. 

Auch Wolfgang Schmid (CSU) besuchte bereits die Info-Veranstaltung am Donnerstag und erklärte nun im Stadtrat, die Bedenken der Bürger könne man nicht einfach zerstreuen: "Ich kenne die Situation dort und habe selbst höchste Bedenken in Bezug auf die neue Bodenversiegelung. Ich traue dem Graben ebenso wenig wie die Anwohner." 

Armin Sinzinger (Wasserburger Block) mahnte, es seien trotz der Absegnung des Baugebiets rechtliche Schritte von Seiten der Anlieger möglich. "Die Angst vor dem Neubaugebiet ist groß, das kann man nicht einfach wegdiskutieren." 

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann beteuerte, man habe die Pläne nach dem aktuellen Stand der Technik erstellt. "Die Alt-Siedlung ist vor mehr als 20 Jahren entstanden, da galten noch andere Anforderungen als heutzutage. Dennoch wird sich der Bestand durch die Erschließung nicht verschlechtern. Wir haben zudem den Anrainern verdeutlicht, dass der Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist und jeder Bürger dazu verpflichtet ist, sein Eigentum entsprechend zu schützen. Dass die mit dieser Argumentation nicht zufrieden sind, ist mir auch klar. Dennoch tun wir alles was geht, um das Gebiet bestmöglich zu planen." 

Wasserburgs Bautechniker Alexander Huber ergänzte, man könne außerdem die vorbeugenden Möglichkeiten bei Bedarf noch nachjustieren.  

In dem rot markierten Bereich soll das Neubaugebiet in Form eines Fischs in Reitmehring entstehen. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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