Eschentriebsterben im Wasserburger "Burgauholz"

Tödliche Gefahr: Kranke Eschen müssen weichen 

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Fällarbeiten unvermeidlich an der "Schanz" in Wasserburg. Revierförster Ludwig Krug erklärt warum die Bäume jederzeit zu einer tödlichen Gefahr für die Allgemeinheit werden können. 
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Wasserburg - Das Eschentriebsterben rafft seit über zehn Jahren Bäume in der Region dahin. Nun hat es auch einen Teil des Wasserburger Stadtwaldes an der Burgau erreicht. Umfangreiche Fällarbeiten sind deshalb unausweichlich. 

Update, 16 Uhr: Fällarbeiten vonnöten 

Die Lage ist nicht gerade rosig für die Eschen im sogenannten "Burgauholz", wie es Bürgermeister Michael Kölbl eingangs bei dem Ortstermin am Donnerstagnachmittag an der "Schanz" erklärte. Wegen der vielen Bäume, die vom Eschentriebsterben betroffen sind, müssen einige weichen - Eschen, die 50 bis 100 Jahre auf dem Buckel haben.

Erklärten die schwierige Situation am Hang: Bürgermeister Michael Kölbl, Umweltreferent Lorenz Huber, Revierförster Ludwig Krug und Robert Mayerhofer vom Bauamt Wasserburg (von links). 

"Um eine Fällung kommen wir nicht herum, wenn die Verkehrssicherungspflicht für Fußgänger und Autofahrer weiterhin gewährleistet sein soll. Die Eschen können jederzeit umfallen und sich so zu einer tödlichen Gefahr entwickeln  gerade am Hang. Aktuell ist es noch ein stabiles Ensemble - nehmen wir aber die befallenen Eschen weg, sind auch einzelne Eichen oder Ahornbäume sturzgefährdet und müssen ebenfalls weichen", erläuterte Revierförster Ludwig Krug vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Er hat auch schon mit Argwohn den Befall im Wuhrthal im Mai 2017 kritisch begutachtet. Und auch im Stadtteil Reitmehring sind in der Baumallee an der Bahnhofstraße einige Eschen befallen

Kritische Stellen gibt es auch an der "Schanz". "Dort drüben ist das ganze Haus wegen der Hanglage gefährdet - da müssen wir dringend handeln, bevor noch etwas passiert", schildert Krug und deutet in Richtung der Hanglage oberhalb der Köbingerbergstraße. 

Eine besonders kritische Stelle am Hang an der Köbingerbergstraße: Hier ist das darunter liegende Haus gefährdet, von stürzenden Eschen getroffen zu werden. 

Verantwortlich für das Eschentriebsterben ist ein Pilz, der es nur auf Eschen abgesehen hat. "Die Bäume werden gleich von zwei Seiten angegriffen, vom 'Falschen Weißen Stengelbecherchen' und am Stamm vom sogenannten 'Hallimasch'. Der zweite Pilz sorgt dafür, dass der Baum schnell morsch wird und ein noch größeres Risiko für die Allgemeinheit darstellt. Dabei ist der ganze Baum eh schon kahl."

Fällungen ab 11. Februar

Angesetzt sind die Fällarbeiten für maximal eine Woche ab Montag, 11. Februar. Dafür muss die Köbingerbergstraße gesperrt werden. Die Serpentinen in Richtung Gabersee bleiben von den Arbeiten aber unberührt. 

Mitunter weil die Vogelbrutzeit im März beginnt, werden die Fällungen noch im Februar erfolgen. "Im Winter sieht man das Ausmaß des Pilzbefalls nicht so deutlich, aber im Sommer bleiben die Bäume alle kahl - vor allem an der Krone", betont Krug. "Diese Eschen sind nicht mehr zu retten." 

Einfach werden die Arbeiten wegen der steilen Hanglage in dem Bereich nicht. Krug erläutert: "Baumkletterer Willi Ziegler wird mit einem Kran zu den Bäumen gehievt und die Fällung folgt dann von oben nach unten in luftiger Höhe." Begleitet werden die Arbeiten am Köbingerberg von Robert Mayerhofer vom Bauamt Wasserburg und natürlich Revierförster Ludwig Krug. 

Oberhalb der Köbingerbergstraße rafft das "Falsche Weiße Stängelbecherchen" beinahe alle Eschen dahin.

Vorbericht: Ortstermin zum Eschentriebsterben am Donnerstag

Im sogenannten "Stadtwalddistrikt Burgauholz" ist eine große Anzahl an Eschen vom Eschentriebsterben betroffen. Wie die Stadt mitteilt, müssen aus Verkehrssicherungsgründen müssen zahlreiche schadhafte Bäume leider zeitnah gefällt werden.

Um die Thematik und die geplanten Maßnahmen näher zu erläutern, wurde für Donnerstag kurzfristig ein Ortstermin anberaumt.

wasserburg24.de ist bei dem Termin vor Ort und wird anschließend ausführlich berichten.

mh/mb/Stadt Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

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