Flächennutzungsänderung in Wasserurg geplant 

Statt Tennis- künftig Wohnmobil-Stellplätze an der Alkorstraße? 

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Die Tennisplätze der Traglufthalle sind passé - die Fläche an der Alkorstraße hinter dem "Fit and Fun" soll anderweitig genutzt werden. 
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Wasserburg - Werden die Tennisplätze der ehemaligen Traglufthalle hinter dem Sportpark "Fit and Fun" an der Alkorstraße zu Stellplätze von Wohnmobilen umfunktioniert? Der Bauausschuss beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema. 

Wie Bürgermeister Michael Kölbl eingangs in der Sitzung am 23. Januar 2019 erklärte, handle es sich bei dem Grundstück hinter dem "Fit and Fun" um Außenbereichsanlage, auch wenn die Fläche im Plan als Landwirtschaftsfläche dargestellt werde. Das Grundstück sei bisher für Sportzwecke wie Tennis, Fußball oder Basketball von Gästen und Mitgliedern des Sportparks "Fit and Fun" als auch als Stellplatzfläche für Autos genutzt worden. 

Nördlich davon sei im Flächennutzungsplan eine Gemeinbedarfsfläche mit der Bezeichnung "Festplatz" und der Signatur "Turnhalle" dargestellt. In dem Bereich an der Alkorstraße findet jährlich um Pfingsten auch das Wasserburger Frühlingsfest statt. Westlich angrenzend sei eine Gewerbegebietsausweisung vorhanden. 

Der Grundstückseigentümer möchte nun per Antrag an die Stadt eine Flächennutzungsänderung an der Stelle erwirken. Es soll auf dem Standort der derzeitig verlassenen Tennisplätze eine gewerbliche Baufläche ausgewiesen werden. Im Raum sei außerdem die Idee zur Umnutzung zu Wohnmobilstellplätzen gestanden, wie Kölbl weiter erklärte. 

Die Tennisplätze sind noch vorhanden, wenn auch eingeschneit. Die Traglufthalle drumherum wurde bereits abgebaut. 

Der Bauausschuss Wasserburg beschloss, dem Stadtrat als endgültiges Entscheidungsgremium die beantragte Änderung der Fläche zu genehmigen und künftig als gewerbliche Fläche darzustellen. Vor der Verfahrenseinleitung sei jedoch die Übernahme der Planungskosten durch den Antragsteller auf Grundlage eines städtebaulichen Vertrags zu vereinbaren. Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann ergänzte im Ausschuss, dass der Eigentümer Erbpacht zu zahlen hätte. 

Entgegen der Stimmen von Peter Stenger (SPD) und Christian Stadler von der Grünen Stadtratsfraktion wurde die Empfehlung an den Stadtrat beschlossen. Stadler begründete seine Gegenstimme mit den Worten, der Bauwerber solle sich zunächst überlegen, was er genau auf dieser Fläche errichten wolle, bevor die Stadt über einen Antrag entscheiden solle. 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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